Deutschland

Ski-Verbot im Allgäu: 20 Bürgermeister richten Brandbrief an Merkel und Söder

In einem Brandbrief haben sich die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller und zwanzig Bürgermeister aus dem Allgäu gegen das Corona-Ski-Verbot ausgesprochen. Die Region ist angewiesen auf die Einnahmen während der Winter-Saison.
03.12.2020 15:59
Aktualisiert: 03.12.2020 15:59
Lesezeit: 1 min
Ski-Verbot im Allgäu: 20 Bürgermeister richten Brandbrief an Merkel und Söder
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sitzt mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) bei einer Pressekonferenz im Kanzleramt. (Foto: dpa) Foto: Michele Tantussi

Bis zum 20. Dezember 2020 wird der Betrieb von Skiliften und Bergbahnen im Allgäu außer Betrieb sein. „Allerdings deutet momentan alles darauf hin, dass die Bergbahnen und Skilifte in Bayern bis in den Januar hinein stillstehen könnten. Bayerns Ministerpräsident betonte mehrfach, dass er nicht vor hat, in den Weihnachtsferien einen Betrieb der Bergbahnen und Skilifte zu erlauben“, berichtet „das allgäu online“.

Nun äußern sich zahlreiche Bürgermeister der Region gegen diesen Beschluss. In einem Brandbrief, der sich an Bundeskanzlerin Merkel, Innenminister Seehofer, Ministerpräsident Söder und Staatsminister Aiwanger richtet, an die Bundesregierung teilen sie mit: „Ein nunmehr verspäteter Start in die Wintersaison oder gar ein Ausfall der Einnahmen während der Weihnachtsferien wäre touristisch wie wirtschaftlich fatal und setzt die ein oder andere Unternehmung an den Rand der wirtschaftlichen Existenz (…) Eine Absagewelle von gebuchten Winterurlauben droht und das gefährdet weitere Existenzen“, so die Bürgermeister der Region.

„Zwanzig Prozent des Jahresumsatzes generieren wir von Weihnachten bis Mitte Januar“, meint Jörn Homburg, Pressesprecher Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen (OK-Bergbahnen). Grundsätzlich plädieren die Allgäuer dafür, dass unter bestimmten Hygienemaßnahmen der Winter-Tourismus in der Saison zugelassen wird.

Der Brandbrief wurde neben Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller von folgenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern unterschrieben:

Dr. Sabine Rödel (Bad Hindelang), Konrad Kienle (Balderschwang), Christof Endreß (Blaichach), Rolf Walter (Bolsterlang), Toni Barth (Buchenberg), André Eckardt (Burgberg), Bruno Sauter (Fischen), Nico Sentner (Immenstadt), Martina Wilhelm (Missen-Wilhams), Frank Fischer (Obermaiselstein), Martin Beckel (Oberstaufen), Klaus King (Oberstdorf), Alois Ried (Ofterschwang), Theo Haslach (Oy-Mittelberg),, Nikolaus Weißinger (Rettenberg), Christian Wilhelm (Sonthofen), Gerhard Frey (Sulzberg), Eckhard Harscher (Waltenhofen), Gertrud Knoll (Wertach).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Opel Frontera Electric im Test: Viel Komfort, aber kaum Ausdauer
27.10.2026

Viel Platz, hoher Komfort und ein vergleichsweise günstiger Preis: Der Opel Frontera Electric könnte das perfekte Elektro-SUV für...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Metallindustrie in der Krise: 42 Prozent der Unternehmen planen Stellenabbau
27.10.2026

Die Metall- und Elektroindustrie in Deutschland steht mitten in der Wirtschaftskrise vor schwierigen Tarifgesprächen. Welche Entwicklungen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen EU greift ein: Coca-Cola, Nestlé und Co. müssen grüne Werbeversprechen ändern
27.10.2026

Eine Plastikflasche, ein grünes Symbol und ein großes Recyclingversprechen: Am Verkaufsregal zählt der schnelle Eindruck. Genau dort...

DWN
Finanzen
Finanzen Die 54-jährige Lise-Lotte hat mehr als 1,3 Millionen Euro für die Rente gespart – so hat sie es geschafft
27.10.2026

Mit umgerechnet rund 27 Euro im Monat begann Lise-Lotte Helms-Olesen ihre Altersvorsorge. Lange verdiente sie weniger als viele...

DWN
Finanzen
Finanzen Marktbericht: Anthropic-Börsenantrag beflügelt KI-Werte vor anstehenden Tech-Zahlen
26.10.2026

Erfahren Sie, wie eine überraschende Ankündigung die Märkte wieder belebt und welche wegweisenden Ereignisse Anlegern jetzt bevorstehen.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Start-ups sammeln 4,5 Milliarden Euro ein – doch das Geld konzentriert sich auf wenige
26.10.2026

Deutsche Start-ups haben im dritten Quartal 2026 so viel Wagniskapital erhalten wie seit Ende 2021 nicht mehr. Doch sechs...

DWN
Politik
Politik Russland soll US-Gasprojekt heimlich geführt und finanziert haben
26.10.2026

Der ehemalige Geschäftsführer eines riesigen amerikanischen Gasexportprojekts im Wert von 25 Milliarden Dollar hat dem russischen...

DWN
Politik
Politik Streit um Starlink: Elon Musk erhebt Vorwürfe gegen die Ukraine
26.10.2026

Elon Musk wirft der Ukraine vor, Starlink für unerlaubte Drohnenangriffe eingesetzt zu haben. Ein entsprechendes Schlupfloch sei...