Politik

Weihnachten in Europa: Wo darf man wie feiern?

Lesezeit: 2 min
04.12.2020 15:53  Aktualisiert: 04.12.2020 15:53
Im Hinblick auf die Weihnachtsfeiertage gehen die Länder Europas abweichende Weg. Es folgt ein Überblick über die beschlossenen Maßnahmen in ausgewählten Länder.
Weihnachten in Europa: Wo darf man wie feiern?
Ein Beamter der Bereitschaftspolizei kontrolliert am Ortsrand der erzgebirgischen Weihnachtsstadt Seiffen die einfahrenden Fahrzeuge. (Foto: dpa)
Foto: Jan Woitas

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DEUTSCHLAND

Bund und Länder haben sich auf eine Verlängerung des ursprünglich bis zum 20. Dezember geltenden Teil-Lockdowns auf den 10. Januar geeinigt. Für die Feiertage gelten aber Lockerungen: Vom 23. Dezember bis 1. Januar gelten zehn Personen (mit Ausnahme von dazugehörigen Kindern bis 14 Jahren) als Obergrenze für private Zusammenkünfte "innen und außen". Die Zahl der Hausstände, aus denen sie kommen, wird nicht eingeschränkt.

ÖSTERREICH

Die österreichische Regierung lockert ab dem 7. Dezember einige Lockdown-Regeln. Skifahren und andere Sportarten im Freien werden ab dem 24. Dezember wieder erlaubt sein. Skifahren über Weihnachten bleibt aber einheimischen Tagesgästen vorbehalten, da bis zum 10. Januar eine zehntägige Quarantänepflicht für Einreisende aus Risikogebieten verhängt wurde. Es wird keine Weihnachtsmärkte geben.

FRANKREICH

Die französische Regierung will ihren Bürgern ab dem 15. Dezember Reisen erlauben. Das gilt auch für die Feiertage zum Jahresende, falls die Coronavirus-Fälle auf etwa 5.000 neue pro Tag zurückgehen. Skiresorts bleiben bis Januar geschlossen. Es werden stichprobenartige Grenzkontrollen durchgeführt.

ITALIEN

Die italienische Regierung hat beschlossen, dass Gottesdienste und Christvespern am 24. Dezember um 20.30 Uhr beendet werden müssten, damit die Ausgangssperre ab 22.00 Uhr eingehalten werden kann. Auch wird es über die Feiertage nur im Notfall gestatten sein, zwischen den Regionen hin- und herzureisen. Die Regierung rief ihre Bürger dazu auf, keine Nicht-Familienmitglieder zu Feierlichkeiten einzuladen. Wie im vergangenen Monat bereits beschlossen werden die Skigebiete über die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage geschlossen bleiben.

SPANIEN

Zu den Feiertagen erlaubt die spanische Regierung, dass sich maximal bis zu zehn Personen pro Haushalt treffen dürfen. Damit wird die bisherige Regel, die Treffen von bis zu sechs Personen zulässt, gelockert. Für den 24. sowie den 31. Dezember wird die geltende Ausgangssperre von 23.00 Uhr auf 01.30 Uhr verschoben. Reiseverkehr zwischen den einzelnen autonomen Regionen bleibt aber weiterhin verboten. Ausnahmen bilden Besuche bei der Familie. Die Regierung der autonomen Region Katalonien in Barcelona will Beschränkungen nicht wie geplant ab dem 7. Dezember lockern. Der Reiseverkehr zum Zweck des Familienbesuchs soll aber gewährleistet werden.

POLEN

Laut der polnischen Regierung dürfen nach den neuen Regeln, die bis zum 27. Dezember gelten sollen, nicht mehr als fünf Personen in einen Haushalt eingeladen werden.

TSCHECHISCHE REPUBLIK

Die tschechische Regierung erlaubt es Geschäften und Restaurants, die seit Oktober geschlossen hatten, seit dem 3. Dezember wieder zu öffnen.

GROßBRITANNIEN

Bis zu drei Haushalte dürfen sich zwischen dem 23. bis 27. Dezember zu Hause treffen. Die Menschen können sich auch in Gotteshäusern und an öffentlichen Plätzen im Freien treffen. Die Geschäfte dürfen über Weihnachten und im Januar länger geöffnet bleiben.

IRLAND

Drei Haushalte dürfen sich zwischen dem 18. Dezember und dem 6. Januar treffen. Das landesweite Reiseverbot wird für diesen Zeitraum aufgehoben.

NORWEGEN

Die norwegische Regierung hat als Regel erlassen, dass sich die Mitglieder eines Haushaltes zwischen Weihnachten und Neujahr bis zu zehn Gäste zu zwei verschiedenen Anlässen zu sich nach Hause einladen dürfen. An allen anderen Tagen gilt weiterhin die übliche Obergrenze von bis zu fünf Gästen in einem Haushalt.

ANDERE LÄNDER - Die Regierungen Ungarns, Portugals und der Niederlande haben alle erklärt, dass sie Sonderregelungen für die Ferienzeit in Erwägung ziehen, haben aber noch keine konkreten Schritte angekündigt.


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