Deutschland

Herbst 2020: Kohle ist die wichtigste Stromquelle in Deutschland

Daten des Statistischen Bundesamtes lassen aufhorchen. Im Herbst trug die Kohleverstromung den größten Anteil zur deutschen Stromerzeugung bei.
17.12.2020 09:00
Lesezeit: 1 min

Daten des Statistischen Bundesamtes zufolge wurde die Mehrheit der Stromerzeugung im dritten Quartal 2020 erstmals seit dem vierten Quartal 2019 wieder von fossilen Energiequellen generiert.

In einer Pressemitteilung heißt es:

Im 3. Quartal 2020 wurden in Deutschland 116,7 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und in das Stromnetz eingespeist. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 2,9 % weniger als im 3. Quartal 2019. Anders als in den ersten beiden Quartalen 2020, in denen der Strom mehrheitlich aus erneuerbaren Energiequellen stammte (1. Quartal: 51,2 %, 2. Quartal: 52,5 %), kam der Strom im 3. Quartal zu 56,0 % aus konventionellen Energieträgern. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank die Stromeinspeisung aus konventionellen Energieträgern aber um 5,8 %, während die Einspeisung aus erneuerbaren Energien um 1,1 % zunahm.

Wenngleich die eingespeiste Strommenge aus Kohlekraftwerken gegenüber dem Vorjahresquartal um 9,9 % zurückging, hatte Kohlestrom mit 26,4 % erstmals seit dem 4. Quartal 2019 den größten Anteil an der insgesamt eingespeisten Strommenge. Die höchsten Anstiege bei der Stromeinspeisung im Vergleich zum Vorjahresquartal verzeichneten der Strom aus Photovoltaik mit +8,9 % und der Strom aus Erdgas mit +6,6 %.

Stromimporte deutlich gesunken

Die importierte Strommenge ist im 3. Quartal 2020 im Vergleich zum 3. Quartal 2019 um 10,3 % auf 12,5 Milliarden Kilowattstunden gesunken. Den größten Rückgang verzeichneten die Importe aus Frankreich mit -65,7 %. Die exportierte Strommenge sank um 5,2 % auf 13,5 Milliarden Kilowattstunden. Insgesamt wurde weiterhin mehr Strom aus Deutschland exportiert als nach Deutschland importiert.

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