Deutschland

Arbeiterwohlfahrt Westfalen warnt vor Corona-Masken des Bundes

Eine Warnung der Arbeiterwohlfahrt Westfalen sorgt bei der Bundesregierung derzeit für Kopfschütteln.
15.12.2020 11:49
Lesezeit: 1 min
Arbeiterwohlfahrt Westfalen warnt vor Corona-Masken des Bundes
Ein Geschäft wirbt mit FFP2-Masken. (Foto: dpa) Foto: Hauke-Christian Dittrich

Das Bundesgesundheitsministerium hat die Warnung der Awo in Westfalen vor dem Gebrauch von Schutzmasken aus den Beständen des Bundes als haltlos zurückgewiesen. "Diese Warnung entbehrt jeder Grundlage. Die Masken sind geprüft und für gut befunden worden", teilte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Dienstag mit. Die versendete Schutzausrüstung an Pflegeeinrichtungen sei einem standardisierten, mehrstufigen Prüfverfahren unterzogen worden. Die Masken erfüllten "alle Anforderungen an die Qualität und Sicherheit, die Grundlage für eine Nutzung sind." Geprüft wurden demnach unter anderem Funktion sowie Filterqualität.

In den Nutzungsbedingungen für die gelieferten Masken werde darauf hingewiesen, dass sie nur als "eiserne Reserve" für den "Notfallgebrauch in Mangelsituationen" gedacht seien. So sollten die Einrichtungen vorrangig weiter diejenigen Masken nutzen, die auf dem üblichen Marktwege beschafft werden. Das Masken-Hilfspaket entstamme dem in der Hochphase der Corona-Pandemie aufgrund von Sonderregelungen angeschafften Bestand der Bundesrepublik. "Sie werden nicht in den Verkehr gebracht und nicht generell bereitgestellt", hieß es zudem. Damit wurde im Fall der Pflegeheime auf andere Bestände zurückgegriffen als bei den Schutzmasken, die seit diesem Dienstag über Apotheken an die Risikogruppe ausgegeben werden sollten.

Die Awo im westlichen Westfalen hatte am Montag in einem Schreiben an knapp 60 Einrichtungen in der Region vor dem Gebrauch der gelieferten Masken gewarnt. Es seien rund 30 000 FFP2-Schutzmasken geliefert worden, die aus Sicht der Awo "völlig untauglich" seien. So seien sie mit dem Hinweis "Non-Medical" versehen und damit nicht in der Pflege nutzbar, sagte ein Sprecher. Bei einigen fehlten zudem Angaben wie das Haltbarkeitsdatum oder der Verwendungsbereich. Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung hatte zuvor berichtet.

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