Politik

„Fight for Trump“: US-Präsident ruft Völker mit heroischem Video zum Widerstand auf

US-Präsident Donald Trump hat ein Video unter dem Motto „Fight for Trump! Save America – Save the World“ geteilt. Aus dem heroischen Video geht die Botschaft hervor, dass US-Amerikaner und die Völker der Welt auf die Straßen gehen sollen, um für ihn, die USA und das Schicksal der Welt zu demonstrieren. Er ruft offenkundig zum „Widerstand“ auf. Was wird nun passieren?
20.12.2020 19:28
Aktualisiert: 20.12.2020 19:28
Lesezeit: 2 min
„Fight for Trump“: US-Präsident ruft Völker mit heroischem Video zum Widerstand auf
Trump will nicht aufgeben. (Screenshot)

US-Präsident Donald Trump will offenbar nicht aufgeben. Er meldet sich über den Kurznachrichtendienst Twitter mit einem heroischen Video unter dem Titel „Fight for Trump! Save America – Save the World“ zurück. Damit will Trump offenbar mitteilen, dass von der US-Präsidentschaft nicht nur das Schicksal der USA, sondern das Schicksal der Welt abhängt (HIER das Video).

Aus dem Video geht hervor, wie Tausende Menschen in den USA, Indien, Israel, Südkorea, Nigeria, Großbritannien, Hongkong und anderen Teilen der Welt Kundgebungen unter dem Motto „Fight for Trump!“ veranstalten. Seine Worte könnten durchaus weltweite Unruhen auslösen, zumal er weltweit Anhänger hat.

Die US-Schauspielerin Patricia Arquette antwortet auf Twitter als Reaktion auf das Video: „Hör mal Donald! Wenn Du zur Gewalt anstacheln solltest und Menschen verletzt werden, wirst Du beschuldigt, Gewalt, Aufruhr und Verrat angestiftet zu haben, und keine Entschuldigung wird Dir helfen.“

Ein weiterer Twitter-Nutzer meint: „OMG, was ist das für ein narzisstischer Unsinn? Auf globaler Ebene ist Trump der am meisten verachtete amerikanische Präsident in der Geschichte. Millionen auf der ganzen Welt freuten sich, als Trump die Wahlen 2020 verlor.“

Daraufhin antwortet die Autorin Dr. Dawn Michael: „Wir werden niemals aufgeben oder nachgeben. Wir sind mutige Patrioten. Wir werden auf die Straße gehen, um zu protestieren. Präsident Trump hat diese Wahl gewonnen. Alle gesetzlichen Stimmen müssen gezählt werden!“

Das Ansehen der US-Regierung von Präsident Donald Trump ist in Deutschland einer Umfrage zufolge auf einen Tiefstwert gesunken und liegt inzwischen auf demselben Niveau wie im Iran. Das Institut Gallup teilte am Donnerstag mit, unter den Befragten in Deutschland hätten nur 6 Prozent angegeben, sie seien mit der Arbeit der US-Regierung zufrieden - ebensoviele wie im Iran. In Trumps erstem Amtsjahr 2017 lag der Wert in Deutschland demnach noch bei 22 Prozent, in den beiden Jahren danach bei 17 und 12 Prozent.

Der Republikaner Trump hat die Wahl am 3. November gegen den Demokraten Joe Biden verloren. Biden hat versprochen, sofort nach seiner Amtseinführung am 20. Januar die Beziehungen zu traditionellen Verbündeten der USA wieder zu verbessern. Trump hatte besonders Deutschland immer wieder scharf angegriffen und mangelnde Verteidigungsausgaben Berlins kritisiert. Zuletzt hatte er den Abzug von rund einem Drittel der US-Soldaten aus der Bundesrepublik angekündigt, den der Kongress aber zunächst blockieren möchte.

Gallup teilte mit, im letzten vollen Jahr von Trumps Amtszeit hätten sich die Zustimmungswerte für die US-Regierung in 20 von 29 untersuchten Ländern verschlechtert oder seien gleich schlecht geblieben. Niedriger als in Deutschland und im Iran lagen sie nur in Island (5 Prozent). Die besten Werte konnte die Trump-Regierung in Albanien verbuchen: Dort zeigten sich 56 Prozent mit ihrer Arbeit zufrieden. In Russland legten die Zustimmungswerte von 8 Prozent im Jahr 2017 auf nun immerhin 18 Prozent zu.

Gallup befragte in diesem Jahr telefonisch je rund 1000 Menschen in diesen Ländern oder Territorien: Albanien, Mauritius, Ekuador, Japan, Australien, Taiwan, Malta, Neuseeland, Finnland, Irland, Zypern, Italien, Slowenien, Frankreich, Niederlande, Russland, Kanada, Spanien, Großbritannien, Dänemark und Belgien. Die Fehlertoleranz lag nach Gallup-Angaben zwischen 2,8 und 5,3 Prozentpunkten.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Bremer Immobilienmarkt unter Druck: Strategien für Käufer und Verkäufer im aktuellen Zinsumfeld

Der Immobilienmarkt in Bremen befindet sich in einer Phase tiefgreifender Transformation. Nach Jahren des kontinuierlichen Preisanstiegs...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Krankenkassen verzocken Millionen mit Immobilienfonds
06.08.2026

220 Millionen Euro Beitragsgelder sind laut Medienberichten durch riskante Investments verloren gegangen, weitere Verluste drohen. Nun...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Börsencrash in China: Warum Peking Banken rettet, aber die Wirtschaft nicht
06.08.2026

Chinas Wirtschaft gerät gefährlich ins Rutschen, doch Peking verweigert die erwarteten Konjunkturhilfen. Stattdessen entstehen neue...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Rhein-Niedrigwasser: Minister will Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen kippen
06.08.2026

Das extreme Niedrigwasser auf dem Rhein bringt Lieferketten unter Druck und zwingt die Politik zu ungewöhnlichen Maßnahmen....

DWN
Finanzen
Finanzen Adieu Frankreich, adieu Deutschland: Wohin Europas Reiche ziehen
06.08.2026

Politische Unsicherheit, hohe Steuern: Das sind die wichtigsten Gründe, warum Reiche die zwei stärksten Länder Europas verlassen. Wohin...

DWN
Unternehmen
Unternehmen BYD Sealion 5 im Test: Viel Auto für vergleichsweise wenig Geld
06.08.2026

Der BYD Sealion 5 verbindet viel Platz, hohen Komfort und einen erstaunlich großen Aktionsradius. Als Plug-in-Hybrid schafft er im Test 80...

DWN
Technologie
Technologie Hedgefonds zittern: Hacker greifen Wall-Street-Giganten an
06.08.2026

Zu den Zielen der Angriffe gehörten Point72, Millennium Management, Two Sigma und Citadel. Die Angreifer versuchten über gefälschte...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft 19 Prozent auf alles?: Ifo-Chef plädiert für höhere Mehrwertsteuer
06.08.2026

Teurere Lebensmittel – und dafür eine Gutschrift vom Staat für Menschen mit geringen Einkommen? Das schlägt ein führender deutscher...

DWN
Finanzen
Finanzen Commerzbank-Aktie: Rekordgewinn stärkt Position im Übernahmekampf mit Unicredit
06.08.2026

Mit steigenden Gewinnen wollte die Commerzbank-Aktie ihre Unabhängigkeit untermauern. Die jüngste Zwischenbilanz fällt positiv aus. Doch...