Politik

Russland und China laufen Sturm gegen neue US-Sanktionen

Russland und China reagieren mit scharfen Worten auf die neuen Sanktionen, die von den USA gegen sie verhängt wurden.
22.12.2020 16:51
Aktualisiert: 22.12.2020 16:51
Lesezeit: 1 min
Russland und China laufen Sturm gegen neue US-Sanktionen
Russlands Präsident Wladimir Putin (l) und Chinas Präsident Xi Jinping kommen zu einem bilateralen Treffen am Rande der Eröffnungszeremonie der Gipfelkonferenz zur «Neuen Seidenstraße» am 14.05.2017 in Peking. (Foto: dpa) Foto: Wu Hong

Russland und China haben mit scharfer Kritik auf neue US-Sanktionen reagiert. Das Moskauer Präsidialamt erklärte am Dienstag, die neue Runde von Strafmaßnahmen gegen heimische Firmen sei ein weiterer feindlicher Akt der Regierung des scheidenden Präsidenten Donald Trump. „Jeder Schlag wie dieser entfernt uns weiter von einer Normalisierung unserer bilateralen Beziehungen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. „Das macht es extrem schwierig, aus dem zerstörerischen Abwärtstrend herauszukommen.“ Das chinesische Handelsministerium wandte sich ebenfalls entschieden dagegen, dass die USA Dutzende weitere Unternehmen auf eine schwarze Liste gesetzt haben. Den Firmen wird wegen angeblicher Militär-Verbindungen weitgehend der Kauf von US-Waren und -Technologien untersagt.

Das Ministerium in Peking erklärte, es werde nun Maßnahmen ergreifen, um die Rechte und Interessen chinesischer Unternehmen zu schützen. Details wurden zunächst nicht bekannt. Zu den ins Visier genommenen Konzernen aus der Volksrepublik gehört laut US-Handelsminister Wilbur Ross der größte Chiphersteller des Landes, Semiconductor Manufacturing International (SMIC). SMIC fertigt auch für den Netzwerkanbieter Huawei, gegen den die USA schon seit längerem vorgehen. Der jüngste Schritt gilt als weitere Maßnahme Trumps, um seine harte Handelspolitik gegenüber China vor dem Amtsantritt seines demokratischen Herausforderers Joe Biden im Januar zu zementieren.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Das anstehende Wirtschaftsereignis Fußball-WM 2026 & warum Daten, Prognose sowie Online-Portale einen eigenen Digitalmarkt bilden

Die WM ist in diesem Jahr nicht bloß ein bedeutendes Ereignis auf sportlicher Basis, denn sie wird zum Härtetest für Datenökonomie,...

DWN
Finanzen
Finanzen SAP-Aktie: Warum SAP im KI-Wettlauf plötzlich unter Druck gerät
14.05.2026

SAP steht mit seiner neuen KI-Offensive vor einer Bewährungsprobe, die über Wachstum, Vertrauen der Investoren und die Stärke der...

DWN
Panorama
Panorama ESC gewinnen: Gibt es eine Erfolgsformel für den Eurovision Song Contest?
14.05.2026

Der Eurovision Song Contest begeistert seit Jahrzehnten Europa – doch nach welchen Regeln wird dort wirklich gewonnen? Zwischen...

DWN
Technologie
Technologie Geothermie: Deutschland bohrt sich frei
14.05.2026

Unter Deutschlands Städten liegt ein gigantischer Wärmespeicher, der kaum genutzt wird. Jetzt drängt die Geothermie in den Mittelpunkt...

DWN
Finanzen
Finanzen Altersvorsorge: Wie Pensionsfonds funktionieren und warum Zeit ein Schlüsselfaktor ist
14.05.2026

Die zusätzliche Altersvorsorge gewinnt an Gewicht, da die gesetzliche Rente für viele Menschen den gewohnten Lebensstandard im Ruhestand...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ferrari Luce: Warum der Elektro-Ferrari alles verändern könnte
14.05.2026

Ferrari wagt den radikalsten Schritt seiner Geschichte und ersetzt ikonische Motoren durch Strom. Der neue Ferrari Luce soll nicht nur...

DWN
Finanzen
Finanzen eBay-Deal sorgt für Zweifel: Warum Michael Burry seine GameStop-Aktien verkauft hat
14.05.2026

Michael Burry zieht bei der GameStop-Aktie die Reißleine, während Ryan Cohen mit eBay den bislang kühnsten Umbau des Konzerns anstrebt....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Lebenslauf verliert an Bedeutung: Warum sich der Bewerbungsprozess verändert
14.05.2026

Der Lebenslauf gilt für viele Arbeitgeber weiterhin als zentrales Instrument im Bewerbungsprozess und prägt maßgeblich die Auswahl von...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Produktivität durch KI: Nobelpreisträger Philippe Aghion warnt vor Risiken für den Arbeitsmarkt
14.05.2026

Die KI-Revolution verspricht mehr Produktivität, stellt die EU-Arbeitsmärkte aber gleichzeitig vor eine politische Bewährungsprobe. Kann...