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Risiken und Nebenwirkungen: Das steht im Beipackzettel des Corona-Impfstoffs

Die Nebenwirkungen des Corona-Impfstoffs von BionTech und Pfizer sollen dem Virologen Friedemann Weber zufolge nicht schwerwiegend sein. Doch „Schwangere sowie Frauen, die einen unmittelbaren Kinderwunsch haben oder derzeit ein Baby stillen“, sollten zunächst auf den Impfstoff verzichten. In diesem Artikel können Sie die Nebenwirkungen aus dem Beipackzettel einsehen.
26.12.2020 15:19
Aktualisiert: 26.12.2020 15:19
Lesezeit: 2 min
Risiken und Nebenwirkungen: Das steht im Beipackzettel des Corona-Impfstoffs
Der Biontech-Impfstoff wird im Impfzentrum Harz gezeigt. Die ersten Impfdosen sind im Impfzentrum Harz in Quedlinburg eingetroffen. (Foto: dpa) Foto: Matthias Bein

Die primären Nebenwirkungen des Impfstoff „BNT162b2“, der von BionTech und Pfizer hergestellt wurde, sind der „Schweriner Volkszeitung“ zufolge: „Schmerzen an Einstichstelle (mehr als 80 Prozent), Müdigkeit (mehr als 60 Prozent), Kopfschmerzen (mehr als 50 Prozent), Muskelschmerzen (mehr als 30 Prozent), Schüttelfrost (mehr als 30 Prozent), Gelenkschmerzen (mehr als 20 Prozent), Fieber (mehr als 10 Prozent)“. Über die Informationen aus dem Beipackzettel hatte zuerst „focus.de“ berichtet. Der Virologe Friedemann Weber sagte „focus.de“, dass es keine schwerwiegenden Nebenwirkungen geben soll.

Das Portal „inFranken.de“ führt aus: „Laut dem Hersteller sollten Schwangere sowie Frauen, die einen unmittelbaren Kinderwunsch haben oder derzeit ein Baby stillen, auf die Covid-19-Impfung verzichten, da der Impfstoff bisher an diesen Personen nicht getestet wurde. Ähnliches gilt für Menschen mit starken Allergien. Virologe Weber rät ausdrücklich, dass diese Personen nicht geimpft werden sollen, da es sonst zu einem sogenannten anaphylaktischen Schock mit negativen Folgen kommt.“

Das Bundesgesundheitsministerium versichert in seiner Impfstrategie: „Nur Impfstoffe mit dem Nachweis einer positiven Nutzen-Risiko-Bilanz werden zugelassen und kommen in die Versorgung.“ Es sei dennoch eine Überwachung im Rahmen der breiten Anwendung erforderlich, um potenzielle Risiken der Impfstoffe schnellstmöglich zu erfassen. Zuständig dafür ist in Deutschland das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel.

Hersteller, die eine Zulassung für ein Medikament oder einen Impfstoff bekommen haben, sind laut Arzneimittelgesetz verpflichtet, jegliche Informationen über Verdachtsfälle von Nebenwirkungen an die EudraVigilance-Datenbank weiterzugeben, die ihrerseits auch das in Deutschland zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) informiert.

Das PEI wertet alle Meldungen über vermutete Impfnebenwirkungen oder -komplikationen aus und veröffentlicht dazu detaillierte Berichte. Im Frühjahr 2020 wurde die jüngste Bilanz herausgegeben: „Im Jahr 2018 wurden 3.570 Verdachtsfälle einer Impfkomplikation gemeldet. Es wurde kein neues Risikosignal für bisher unbekannte Nebenwirkungen durch die in Deutschland angewandten Impfstoffe im Jahr 2018 identifiziert.“ Nachzulesen sind dort etwa die anonymisierten Details der Überprüfung von 22 Verdachtsfällen mit tödlichem Verlauf und 82 Fällen mit einem bleibenden Schaden nach Impfung. In keinem Fall wurde ein direkter Zusammenhang zwischen Impfung und gemeldetem Verlauf bestätigt.

Die Meldungen werden vom PEI zusätzlich an die Europäische Arzneimittelagentur EMA weitergeleitet, erläuterte die PEI-Sprecherin. Diese sammle Meldungen aus allen Mitgliedsstaaten und bilde so einen umfangreichen Datenpool, über den mögliche Risikosignale frühzeitig erkannt werden könnten.

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