Politik

Merkel: „Jens Spahn macht einen prima Job jetzt in den gesamten Tagen“

Kritik unter anderem des Koalitionspartners SPD an Gesundheitsminister Jens Spahn wegen dessen Impfkurs weist Kanzlerin Merkel entschieden zurück. „Jens Spahn macht einen prima Job jetzt in den gesamten Tagen“, so Merkel. Medienberichte über eine angebliche Entmachtung Spahns durch Merkel sind nicht zutreffend.
05.01.2021 23:40
Aktualisiert: 05.01.2021 23:40
Lesezeit: 1 min
Merkel: „Jens Spahn macht einen prima Job jetzt in den gesamten Tagen“
Jens Spahn und Angela Merkel. (Foto: dpa) Foto: Michael Kappeler

In Deutschland können nach Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im zweiten Quartal deutlich mehr Menschen eine Impfung gegen Corona erhalten. Kritik unter anderem des Koalitionspartners SPD an Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wegen dessen Impfkurs wies Merkel entschieden zurück. "Jens Spahn macht einen prima Job jetzt in den gesamten Tagen", sagte Merkel am Dienstag in Berlin nach Video-Beratungen mit den Ministerpräsidenten zur Corona-Lage. Die Frage, ob er noch ihr Vertrauen genieße, stelle sich nicht. Sie sei froh, dass er so aktiv sei. Somit sind Medienberichte, wonach Merkel Spahn entmachtet haben soll, völlig Fehl am Platz.

Die SPD hatte nach organisatorischen Problemen beim Impfstart sowie angesichts des knappen Impfstoffs heftige Kritik an Spahn geübt. Merkel warb für Verständnis dafür, dass die Regierung an ihrer Impfstrategie festhält. Es sei richtig, dass Deutschland die Impfungen gemeinsam mit den anderen EU-Staaten in der Europäischen Union organisiere. Zunächst sei der Impfstoff knapp. "Wir werden im 1. Quartal nur priorisierte Gruppen impfen können." Zur Hoffnung berechtige aber etwa die in Vorbereitung befindliche neue Produktionsstätte des Herstellers Biontech in Marburg.

Merkel betonte die Bedeutung des Terminmanagements bei den Impfungen. Wenn Impfstoff da sei, müsse dieser auch verimpft werden können. Dies bedürfe eines Höchstmaßes an Berechenbarkeit, "ohne dass wir den Zulassungsbehörden vorgreifen können".

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte, Planungssicherheit sei den Ministerpräsidenten sehr wichtig. Zentral sei eine Antwort auf die Frage: "Wie verlässlich, wie planbar sind die nächsten Lieferungen?" In Berlin gingen aktuell Einladungsbriefe heraus an die Über-80-Jährigen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte: "Impfen ist Hoffnung." Man dürfe aber keine falsche Hoffnung haben. Genaue Prognosen zur künftigen Zahl der Impfdosen seien nicht möglich. Das liege in der Hand der Hersteller. Aber: "Es ist auch genügend bestellt worden."

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bahn-Sanierung ohne monatelange Vollsperrungen: VCD legt Gegenentwurf vor
05.09.2026

Die Bahn will ihr marodes Schienennetz mit groß angelegten Generalsanierungen zuverlässiger machen. Doch das bisherige Konzept bringt...

DWN
Finanzen
Finanzen Restaurant-Aktien: Zwei Wachstumswetten für die nächsten 20 Jahre
05.09.2026

Tech-Aktien gelten als erste Adresse für spektakuläres Wachstum. Doch zwei Restaurantketten aus den USA könnten Anlegern langfristig...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deepal S05 im Test: Der Chinese, der keiner sein will
05.09.2026

Der Deepal S05 kommt aus China, trägt aber deutlich europäische Züge. Entworfen wurde der Elektro-SUV in Turin, und genau das merkt man...

DWN
Politik
Politik Landtagwahl in Sachsen-Anhalt: Was Sie über die Sachsen-Anhalt-Wahl wissen sollten
05.09.2026

Sachsen-Anhalt steht vor einer Wahl, deren Folgen weit über Magdeburg hinausreichen könnten. Die AfD liegt vorn, mögliche Mehrheiten...

DWN
Finanzen
Finanzen Anleihen: Warum Schulden so teuer sind wie lange nicht
05.09.2026

Die Renditen langfristiger Staatsanleihen großer Volkswirtschaften sind auf Niveaus gestiegen, die teils seit der Finanzkrise nicht mehr...

DWN
Technologie
Technologie Biometrie-Panne: Die gefährlichste Rolle ist der Zwilling
05.09.2026

Manche Dinge sind offenbar selbst für die klügsten Systeme eine zu große Herausforderung. Und dies ist eine Glosse genau über diese...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: US-Aktien schließen im Minus; Trump schießt gegen die Fed
04.09.2026

Spannung an der Wall Street: Was die Märkte jetzt bewegt und warum Anleger aufmerksam bleiben sollten.

DWN
Technologie
Technologie Samsung-Streit: Stadt darf vorerst keine neuen iPads kaufen
04.09.2026

Viele Kommunen setzen bei der Digitalisierung ihrer Schulen auf Tablets von Apple. Doch ein Rechtsstreit mit Samsung zwingt die Stadt...