Politik

Kurios: Mesut Özil verzichtet auf Gehalt bei Fenerbahçe bis zum Saisonende

Der ehemalige deutsche Nationalspieler Mesut Özil wird bis zum Ende der Saison kein Gehalt beim Istanbuler Club Fenerbahçe erhalten. Danach soll er pro Saison nur drei Millionen Euro bekommen. Bei Arsenal London lag sein letztes Jahresgehalt bei 20,5 Millionen Euro. Kurios ist: Özil ist überglücklich.
25.01.2021 14:45
Aktualisiert: 25.01.2021 14:45
Lesezeit: 1 min

Der türkische Fußballclub Fenerbahçe wird dem ehemaligen deutschen Nationalspieler Mesut Özil bis zum Ende der Saison kein Gehalt zahlen. Ab der kommenden Saison soll er jährlich ein Gehalt in Höhe von drei Millionen Euro erhalten. Der Vertrag von Özil läuft 3,5 Jahre. Im Jahr 2020 hatte Özil bei Arsenal London noch ein Jahresgehalt von umgerechnet 20,5 Millionen Euro erhalten.

Özil, Weltmeister von 2014, hatte den Wechsel schon vor einer Woche angekündigt. „Ich bin als Kind in Deutschland als Fenerbahçe-Fan aufgewachsen“, schrieb Özil bei Twitter. Der Istanbuler Club sei wie Real Madrid in Spanien. „Der größte Verein des Landes“, schrieb der 32-Jährige, der den FC Arsenal nach zuletzt sportlich enttäuschenden Monaten in England verlässt. Özil trainierte am Sonntag zum ersten Mal mit Fenerbahçe Istanbul. An seine neue Mannschaft gerichtet sagte er: „Ein Traum wird wahr“. Er sei sehr glücklich. An die Fans der Londoner Gunners richtete Özil am Sonntag emotionale Worte. „Es mag das Ende eines Kapitels sein, aber meine Verbindung zu diesem großartigen Club wird niemals verblassen“, schrieb der Offensivspieler. Es sei „kein Abschied für immer“ nach „fast 3000 Tagen“ bei den Londonern. „Ich werde mein Leben lang ein Gunner sein - kein Zweifel“, schrieb Özil, der sich kurz nach der WM 2018 und 92 Länderspielen ebenfalls, da allerdings mit einem Brandbrief, via Twitter aus der deutschen Nationalmannschaft verabschiedet hatte. Inzwischen scheint sich seine Beziehung zum Deutschen Fußball-Bund wieder ein wenig zu bessern.

Der FC Arsenal verabschiedete Özil mit netten Worten. „Mesuts Verdienste für Arsenal sind unbestritten“, wurde Mikel Arteta auf der Internetseite des Clubs zitiert. Der Coach der Gunners hatte Özil in dieser Saison nicht mehr für die Premier League und die Europa League nominiert und war dafür von Özil kritisiert worden. „Mesut war über die Jahre das Herzstück vieler großartiger Momente für diesen Club, darunter die drei Pokalsiege“, sagte Arteta. Beim dritten Gewinn des FA Cups war Özil allerdings nicht mehr dabei. Weil er nicht mehr mit dem Mittelfeldspieler plante, hatte Arteta ihm vorzeitigen Urlaub gewährt. Die englischen Medien hatten Özil weniger freundlich verabschiedet. Polemisch rechnete die „Times“ zuletzt mit dem im Sommer 2013 für rund 50 Millionen Euro geholten früheren Schalker ab. „Er hat in den letzten Jahren nur dann Energie gezeigt, wenn es darum ging, seinen Kumpel Recep Tayyip Erdoğan zu unterstützen“, hieß es. Der türkische Präsident Erdoğan ist zwar auch Fan von Fenerbahçe - sein Lieblingsclub ist aber Başakşehir Istanbul.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Nvidia-Aktie fällt trotz starker Quartalszahlen – und dreht dann ins Plus: Die Gründe für die Achterbahnfahrt
26.08.2026

Nvidia hat die hohen Erwartungen der Wall Street erneut übertroffen. Dennoch geriet die Nvidia-Aktie nachbörslich unter Druck. Steigende...

DWN
Finanzen
Finanzen Salesforce-Aktie steigt: KI treibt Wachstum, Salesforce-Zahlen überzeugen die Investoren
26.08.2026

Künstliche Intelligenz entwickelt sich für Salesforce zunehmend zum Wachstumsmotor. Nach einem starken Quartal hebt der Softwarekonzern...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Konjunkturdaten versetzen Anleger wegen Zinserhöhung bis Jahresende in Alarmbereitschaft
26.08.2026

Zinsängste belasten die Märkte – doch spannende Entwicklungen bei Tech-Giganten und Einzelwerten sorgen für Überraschungen.

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Prognose 2027: Bärenmarkt beendet oder ist der Absturz nur vertagt?
26.08.2026

Der Bitcoin-Kurs ist nach monatelanger Schwäche nach oben geschossen und hat eine der wichtigsten technischen Marken durchbrochen. Vieles...

DWN
Finanzen
Finanzen Ökonomen halten KI-Crash für wahrscheinlich: Wo Anleger am Markt Schutz suchen können
26.08.2026

Es wird immer schwieriger, ein Portfolio gegen KI zu diversifizieren, sagen Experten. Sie erklären, wie man sich am besten gegen...

DWN
Politik
Politik „Europa ist schwach“: Patrick Collison und Mario Draghi schließen sich mit neuem Think Tank zusammen – Polen ist nicht dabei
26.08.2026

Stripe-Mitgründer Patrick Collison und der frühere EZB-Präsident Mario Draghi wollen Europas wirtschaftliche Schwäche bekämpfen. Mit...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Exklusiv-Interview zu Freyja: Fire-Point-Chefin erklärt die Patriot-Alternative aus der Ukraine
26.08.2026

Nach dem ersten DWN-Bericht über Freyja spricht Fire-Point-Chefin Iryna Terekh nun exklusiv über das ukrainische Rüstungsprojekt. Mit...

DWN
Politik
Politik Sozialhilfe-Ausgaben explodieren: Pflegekosten wachsen stärker als Grundsicherung
26.08.2026

Die Ausgaben für Sozialhilfe sind 2025 in Deutschland um 6,1 Prozent gestiegen. Besonders stark legten die Kosten für die Hilfe zur...