Politik

Die Gegner des Goldstandards sind die Mächtigen der Welt

Das Gold steht den Mächtigen der Welt im Weg. Deshalb wurde der Goldstandard im Jahr 1971 aufgelöst. Dabei hatte er im 19. Jahrhundert einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufschwung ermöglicht.
09.03.2021 11:44
Lesezeit: 2 min

Im Verlauf des 19. und frühen 20. Jahrhunderts waren die verschiedenen nationalen Währungen im Wesentlichen nur Bezeichnungen für ein bestimmtes Gewicht an Gold. So entsprach zum Beispiel die Goldmark des Deutschen Kaiserreichs 1000⁄2790 Gramm Feingold (heutiger Wert etwa 15 Euro) und der Dollar dem zwanzigsten Teil einer Goldunze.

Da die verschiedenen Währungen alle einem bestimmten Gewicht Gold entsprachen, waren die Wechselkurse fixiert. Gold war im 19. Jahrhundert also de facto die Weltwährung. Dies brachte eine enorme Erleichterung im globalen Handel mit sich und trug entscheidend zur fortschreitenden Spezialisierung und internationalen Arbeitsteilung in dieser Zeit bei.

Neben den offensichtlichen Vorteilen im Handel verhinderte der klassische Goldstandard außerdem eine zu starke Ausweitung der Geldmenge und die damit einhergehende Geldentwertung. Zudem gewährleistete die Goldkopplung einen automatischen Mechanismus, um die Zahlungsbilanzen der Staaten im Gleichgewicht zu halten.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Politik
Politik Festanstellung adé: Verlängerte Befristungen für Arbeitsverträge geplant
07.10.2026

Die Koalition will die sachgrundlose Befristung für Arbeitnehmer verlängern. Eine Befristung des Arbeitsvertrages soll bald vier statt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mercedes-Benz-Aktie nach Absatzrückgang: Einbruch in China hält an
07.10.2026

Der Einbruch des chinesischen Markts sorgt weiter für Absatzrückgänge beim Stuttgarter Autobauer. Hoffnung bereitet allerdings die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Mitarbeiterbenefits: Warum Unternehmen das Wunschkonzert beenden
07.10.2026

Gratis-Bananen, Hafermilch und Achtsamkeits-Apps sollten Beschäftigte glücklich machen. Doch viele Unternehmen erkennen inzwischen, dass...

DWN
Politik
Politik Analyse: Öl fließt durch Hormus, doch der Preis sinkt nicht
07.10.2026

Die Kosten für Fracht und Versicherungen sind inzwischen so hoch, dass sie gemeinsam mit den ukrainischen Angriffen auf russische...

DWN
Politik
Politik Nach Landtagswahlen: Mehrheit hält Merz' Kanzlerschaft für gescheitert
07.10.2026

Bundeskanzler Friedrich Merz kommt aus dem Umfragetief nicht heraus, die Mehrheit der Deutschen sieht keine Zukunft für ihn als Kanzler....

DWN
Politik
Politik Tankrabatt in der Kritik: Ölkonzerne geben den Steuernachlass nur zum Teil weiter
07.10.2026

Der seit 1. Oktober geltende Tankrabatt der Bundesregierung kommt nur teilweise an den Zapfsäulen an. Bereits vor der Einführung des...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Porsche-Aktie nach Neuausrichtung: Porsche will sparen und Profitabilität steigern
07.10.2026

Sinkenden Absatzzahlen, geringere Nachfrage nach E-Modellen und US-Zölle: Nach heftigen Gewinneinbrüchen will Porsche zurück in die...

DWN
Technologie
Technologie Rückgang bei Industrierobotern: Deutschland droht im weltweiten Wettlauf den Anschluss zu verlieren
07.10.2026

Trotz seiner führenden Rolle bei der industriellen Automatisierung in Europa gerät der Standort Deutschland im globalen Vergleich ins...