Politik

Merkel: „Die Devise lautet: Impfen, Impfen, Impfen“

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte am Freitag: „Die Devise lautet: Impfen, Impfen, Impfen.“ Allerdings werde man Lockerungen der Corona-Auflagen auch zunächst wieder zurücknehmen müssen.
19.03.2021 23:18
Aktualisiert: 19.03.2021 23:18
Lesezeit: 1 min
Merkel: „Die Devise lautet: Impfen, Impfen, Impfen“
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stellt in der Pressekonferenz im Kanzleramt die Ergebnisse der Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder vor. (Foto: dpa) Foto: Michael Sohn

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte am Freitag: „Die Devise lautet: Impfen, Impfen, Impfen.“ Allerdings werde man Lockerungen der Corona-Auflagen auch zunächst wieder zurücknehmen müssen. „Wir werden leider auch von dieser Notbremse Gebrauch machen müssen“, betonte sie mit Blick auf den Bund-Länder-Gipfel am Montag.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) sieht die Zahl Corona-Fälle exponentiell wachsen. Es sei sehr gut möglich, dass die Lage um Ostern ähnlich sei wie vor Weihnachten mit sehr hohen Fallzahlen und vielen Corona-Patienten in den Krankenhäusern, sagte RKI-Vize-Präsident Lars Schaade. „Verbringen Sie die Ostertage nur im engsten Kreis“, appellierte er an die Bevölkerung und forderte einen Verzicht auf Reisen. „Es stehen uns schwere Wochen bevor.“

Deutschland rechnet im April insgesamt mit rund 15 Millionen Impfdosen, nachdem der Astrazeneca-Stoff wieder freigegeben ist. Die Impfzentren sollen stabil jede Woche 2,25 Millionen Dosen erhalten. Dazu kommen die Kontingente für die Hausärzte, später auch Betriebsärzte. Für die 50.000 Hausarztpraxen sind dies zunächst jeweils nur 20 Dosen pro Woche. An der Impfpriorisierung für Ältere und Kranke soll sich grundsätzlich nichts ändern. Jedoch würden die Ärzte besonders anfällige Patienten am besten kennen und diese gezielt zum Impfen einladen.

Der Hausärzteverband kritisierte den geplanten Starttermin für Impfungen in den Praxen als zu spät. Es sei unerklärlich, warum Hausärzte „erst irgendwann im April einsteigen und dann auch nur übrig gebliebenen Impfstoff verimpfen sollen“, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, der Funke Mediengruppe laut Vorabbericht. „Wir stehen zum Impfen bereit - und wollen keine Resterampe werden.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik Analyse: Ukraine-Krieg kippt Putins Rechnung in Russland
20.05.2026

Der Ukraine-Krieg verlagert sich immer stärker auf russisches Gebiet. Kiews Drohnen und Raketen treffen Raffinerien, Rüstungsbetriebe und...

DWN
Finanzen
Finanzen Commerzbank-Aktie: Warnung vor Unicredit-Offerte
20.05.2026

Zwischen Übernahmeofferte, politischen Widerständen und milliardenschweren Interessen verschärft sich der Machtkampf um die Commerzbank....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft KI-Tsunami setzt Kapitalfonds unter Druck und macht IT-Firmen unverkäuflich
20.05.2026

Der KI-Tsunami trifft Kapitalfonds ausgerechnet dort, wo sie jahrelang besonders teuer eingekauft haben. Viele IT- und Softwarefirmen...

DWN
Finanzen
Finanzen Nvidia-Aktie: Prognose bei Nvidia-Quartalszahlen entscheidend – KI-Boom auf dem Prüfstand
20.05.2026

Die nächsten Nvidia-Quartalszahlen dürften richtungsweisend für die gesamte KI-Branche werden. Nach der jüngsten Kursrally der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stihl kämpft mit Flaute und setzt auf Akku-Geräte
20.05.2026

Motorsägen, Heckenscheren und Akku-Technik: Stihl setzt konsequent auf den Wandel im Gartengeräte-Markt. Während die Nachfrage nach...

DWN
Finanzen
Finanzen DAX-Kurs vor Nvidia-Zahlen: Anleger zwischen Hoffnung und Nervosität
20.05.2026

Zwischen KI-Euphorie, Rüstungsboom und kritischen Analystenurteilen bleibt die Stimmung an den Märkten angespannt. Anleger blicken...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Geopolitik in der Unternehmensstrategie: Wie Firmen ihre Resilienz stärken
20.05.2026

Die geopolitische Lage rückt Lieferketten, Rohstoffe und Märkte stärker ins Zentrum unternehmerischer Entscheidungen. Wie können Firmen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Eurozone: Inflation schnellt wegen Iran-Kriegs auf 3,0 Prozent hoch
20.05.2026

Steigende Ölpreise infolge des Iran-Krieges sorgen in der Eurozone für neuen Inflationsdruck. Verbraucher müssen erneut tiefer in die...