Technologie

Bayerisches Unternehmen baut intelligenten Feuerlösch-Roboter

Viele Menschen fallen pro Jahr Bränden in Häusern zum Opfer. Ein deutsches Unternehmen hat jetzt eine Technologie entwickelt, die etwas Besonderes kann.
25.03.2021 15:45
Aktualisiert: 25.03.2021 15:45
Lesezeit: 1 min

Das bayerische Startup Guardian Technologies (GT) hat ein intelligentes Brandlöschsystem entwickelt, das Brände frühzeitig erkennt und gezielt löscht. Das berichtet der Hersteller. Es wird mit Hilfe von Kameras gesteuert und vermeidet unnötige Sachschäden. Durch die enorm schnelle Reaktionszeit des Systems sollen Brandkatastrophen im Keim erstickt, Menschenleben gerettet und Schäden in Milliardenhöhe vermieden werden.

Hintergrund: In den meisten Gebäuden ist der Feuermelder das smarteste Tool, wenn es um Brandschutz geht. Doch wenn ein Feuer ausbricht, piept er lediglich. Dadurch werden zwar Leben gerettet, doch entsteht trotzdem Sachschaden. GT hat hingegen ein System entwickelt, das in der Lage ist, den Brand sofort zu erkennen und mit einem Wasserstrahl genau zu löschen.

Die Idee dafür hatten die beiden Erfinder Jack Bolz-Mendel und Stanislav Malorodov, die mit selbstprogrammierter Software und Hardware aus dem 3D-Drucker Prototypen entwickelt haben, die bereits einsatzfähig sind.

„Unsere Branderkennung erkennt und löscht Brände praktisch im Entstehungsmoment. Dadurch können verheerende Katastrophen frühzeitig verhindert werden“, so die beiden Erfinder. In wenigen Monaten sollen die Entwicklung abgeschlossen sein, mit Hilfe von Investoren, die bereits an Bord sind, soll dann eine schnelle Markteinführung realisiert werden.

In Deutschland sterben pro Jahr rund 300 Menschen an den Folgen von Brandkatastrophen. Deshalb müssen die Hauseigentümer in ihren großen Gebäuden immer Feuerlöscher installieren. Das Problem: Die Systeme haben oft Mängel.

Wenn beispielsweise eine Sprinkleranlage eingesetzt wird, dann werden bei der Lösung oft riesige Schäden verursacht, die durch das Wasser entstehen. Danach muss das Unternehmen, das sich in dem Gebäude befindet, sein Büro wieder sanieren – und das oft wochenlang. Die meisten Produkte, die es derzeit am Markt gibt, benötigen darüber hinaus viel Platz und verursachen einen vergleichsweise hohen Installationsaufwand.

Und gerade dieses Problem löst das neue Feuerlösch-System der beiden Erfinder. „Unser Löschsystem ist eine sichere, platzsparende, kostengünstige und einfach zu installierende Alternative zu klassischen Systemen, welche auch nachträglich oder zusätzlich zu bestehenden Schutzmaßnahmen installiert werden kann“, erklären sie.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Die Ökonomie der Aufmerksamkeit: Warum Unternehmen um jede Minute kämpfen

Im Internet ist Geld nicht länger die einzige Währung. Eine ebenso große Rolle spielt die Währung Aufmerksamkeit. Wer im Überfluss an...

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Gefällt Dir das Produkt? Dann kaufe die Aktie!
19.07.2026

Früher war Aktienauswahl oft erstaunlich einfach: Wer ein Produkt mochte und verstand, investierte auch in das Unternehmen dahinter. Doch...

DWN
Finanzen
Finanzen Die zehn reichsten Deutschen – und der Vergleich zu Elon Musk
19.07.2026

Deutschlands reichste Menschen sind Unternehmer und Erben von Unternehmern, deren Firmen weltweit Milliarden Euro umsetzen. Gründer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Japan: Der Feind ist nicht das Elektroauto, der Feind ist der Kohlenstoff
19.07.2026

Autos aus diesem asiatischen Land stehen ganz oben auf der Wunschliste potenzieller Käufer. Zu den Stärken der Branche zählen die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Niedrige Geburtenrate: Warum weniger Kinder die Wirtschaft produktiver machen könnten
19.07.2026

Weniger Kinder, weniger Arbeitskräfte, weniger Wachstum: Diese Rechnung klingt logisch, könnte aber falsch sein. Eine neue Studie zeigt,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Hackergruppen 2026: Diese Cyber-Elite greift Deutschlands Unternehmen an
19.07.2026

Sie knacken nicht nur Passwörter, sondern manipulieren Helpdesks, missbrauchen Fernzugriffe und stehlen sogar biometrische Daten. Die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Von Bauunternehmen bis hin zu Energieversorgern: Das sind die unerwarteten Gewinner des KI-Booms
19.07.2026

Für zahlreiche Unternehmen aus klassischen Industriezweigen – von Bergbauunternehmen bis hin zu Herstellern von Kühlsystemen – hat...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Opel-Chef Florian Huettl: Kann sein leiser Kurs die Traditionsmarke retten?
18.07.2026

Andere Automanager inszenieren sich, Florian Huettl hört lieber Kunden und Händlern zu. Der Opel-Chef soll eine deutsche Traditionsmarke...

DWN
Technologie
Technologie CATL: Europa baut Ladestationen, China Batteriewechselstationen
18.07.2026

Das chinesische Unternehmen CATL will bis 2030 80 Prozent des chinesischen Güterverkehrs mit einem Netz von Batteriewechselstationen...