Panorama

40 Prozent der US Marines lassen sich nicht gegen Covid-19 impfen

Knapp 40 Prozent der Soldaten im U.S. Marine Corps weigern sich, den Covid-19-Impfstoff zu nehmen. Die Militärführung kann nichts dagegen tun.
12.04.2021 13:00
Lesezeit: 1 min
40 Prozent der US Marines lassen sich nicht gegen Covid-19 impfen
Ein Mitglied der US-Marines Anfang Januar an der US-Botschaft in Bagdad. (Foto: dpa/Special Purpose Marine Air-Ground Task Force Crisis Response - Central Command | Sgt. Kyle Talbot) Foto: Sgt. Kyle Talbot

Laut einem Bericht des US-Senders CNN weigern sich 38,9 Prozent der Marinesoldaten, die Covid-19-Impfung in Anspruch zu nehmen. Eine mögliche Erklärung besteht darin, dass das Coronavirus für die körperlich fitten Soldaten mit einem Durchschnittsalter von nur 25 Jahren laut offiziellen Zahlen nur ein extrem niedriges Risiko darstellt.

Aber auch Berichte über Nebenwirkungen der Covid-19-Impfung spielen sicherlich eine Rolle. Da für den Covid-19-Impfstoff lediglich eine Notfallzulassung durch die zuständige Behörde vorliegt, die Food and Drug Administration (FDA), kann die Militärführung ihre Soldaten nicht dazu zwingen, dass sie sich impfen lassen.

"Die Navy und das Marine Corps stellen umfangreiche Aufklärungsinformationen auf breiter Basis zur Verfügung und arbeiten mit den Kommandos zusammen, um sicherzustellen, dass Marines, Matrosen und Begünstigte genaue Informationen über die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe haben, um Einzelpersonen zu ermutigen, sich impfen zu lassen", sagte der Sprecher der Marines, Captain Andrew Wood, gegenüber The Hill.

Den Daten zufolge wurden bereits etwa 75.500 Marines gegen Covid-19 geimpft, während 48.000 Marines die Impfung ablehnten. Die allgemeine Akzeptanzrate liegt somit nur bei 61,1 Prozent. In Camp Lejeune im US-Bundesstaat North Carolina lag die Rate der Impfungen sogar bei nur 43 Prozent. Die Zahlen beinhalten neben aktiven Soldaten auch Reservisten.

Marine-Sprecher Wood sagte, dass alle Personen, die den Impfstoff zunächst abgelehnt haben, ihre Meinung jederzeit ändern und den Impfstoff später doch noch erhalten können. Die Militärführung hatte zuvor geschätzt, dass 66 Prozent der Soldaten den Coronavirus-Impfstoff akzeptieren würden.

Mehr zum Thema:

Europäischer Gerichtshof fällt Urteil über gesetzliche Verpflichtung bei Kinder-Impfungen

EU-Experte bestätigt Verbindung von AstraZeneca-Stoff zu Gehirn-Thrombosen

Tod nach Impfung, doch es reicht! Jetzt zieht eine Opfer-Familie vor Gericht

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Cartier Tank oder Santos – welche ist zeitloser?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht: Design-Kenner sehen in der klar reduzierten Tank das zeitlosere Statement, während die vielseitigere...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Biontech-Gründer starten neues Unternehmen
24.09.2026

Die Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci bauen neben dem Mainzer Pharmakonzern ein neues Unternehmen auf. Mit Arife wollen sie...

DWN
Immobilien
Immobilien Vonovia bietet Soldaten neuen Wohnraum
24.09.2026

Die Bundeswehr wächst, doch in einigen Städten fehlt es schon heute an passenden Wohnungen für Soldaten. Vonovia bietet nun eine...

DWN
Politik
Politik Grönland-Abkommen mit Trump: Eine Frage bleibt offen
24.09.2026

Wir waren in New York dabei, an einem historischen Tag für Dänemark. Als die Erleichterung einsetzte, kam jedoch auch eine Erkenntnis...

DWN
Finanzen
Finanzen Kfz-Finanzierungen: Konsum auf Pump treibt Wachstum der Kreditbanken
24.09.2026

Mehr neue Kredite für den privaten Konsum, weniger für betriebliche Investitionen. Die Halbjahresbilanz der Kreditbanken hat zwei Seiten....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Pontes: So will die EZB den Finanzmarkt beschleunigen
24.09.2026

Die EZB macht ernst mit der Digitalisierung des Finanzmarkts. Mit Pontes können Wertpapiergeschäfte auf digitalen Plattformen erstmals...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: US-Aktien schließen nach Tech-Rücksetzer im Minus
23.09.2026

Welche geopolitischen und wirtschaftlichen Faktoren die Wall Street zur Wochenmitte aus der Bahn warfen.

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell unter Druck: Starker Dollar und Zinssorgen belasten Goldkurs
23.09.2026

Der Goldpreis fällt am Mittwoch deutlich. Ein stärkerer US-Dollar und die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed...

DWN
Politik
Politik Spritpreise: Deutschland plant den Deckel, Kroatien begrenzt schon heute
23.09.2026

Die Spritpreise steigen, und Europas Regierungen greifen immer stärker in den Markt ein. Deutschland senkt die Energiesteuer und plant...