Finanzen

Erdogan verbietet Zahlungen mit Kryptowährungen, Bitcoin-Kurs fällt um drei Prozent

Die Türkei hat Zahlungen mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen verboten.
17.04.2021 16:46
Aktualisiert: 17.04.2021 16:46
Lesezeit: 1 min

Die türkische Zentralbank verbietet Zahlungen mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Der Handel mit digitalen Währungen und das Bezahlen damit führe möglicherweise zu „irreparablen“ Schäden, erklärte die Behörde am Freitag. Zuletzt hatten immer mehr Geschäfte in der Türkei Kryptowährungen als Zahlungsmittel akzeptiert. Ein Bitcoin verbilligte sich um rund drei Prozent auf 61.490 Dollar. Der Kurs war in den vergangenen Monaten von einem Rekord zum nächsten gejagt und viele Experten warnen vor einer Blase. Auch Aktien von Firmen, die mit Krytowährungen zu tun haben, kamen unter Druck.

Betroffen von der neuen Regel, die ab Ende April gelten soll, seien direkte und indirekte Zahlungen mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen, schrieb die Zentralbank in ihrem Amtsblatt. Kryptowährungen unterlägen keiner Regulierung und Aufsicht durch eine Notenbank und habe daher hohe Risiken. Die Nutzung des digitalen Gelds könne bei Konsumenten und Händlern zu Verlusten führen. Zudem hat die Zentralbank Sorge, dass durch Cyberdevisen die Türkische Lira weiter unter Druck gerät. Sie hat in den vergangenen Jahren deutlich an Wert verloren.

Vor wenigen Tagen hatte der Autohändler Royal Motors, der Rolls-Royce und Lotus-Wägen in der Türkei vertreibt, Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert. Weltweit sind Apple, Amazon und der Online-Reiseanbieter Expedia schon länger soweit. Auch der Elektroautobauer Tesla nimmt Kryptowährungen beim Bezahlen an.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik Infrastruktur-Sondertopf: Investitionen laufen nur schleppend an
10.06.2026

Mit einem 500 Milliarden Euro schweren Sondertopf will die Bundesregierung den jahrelangen Investitionsstau in der deutschen Infrastruktur...

DWN
Finanzen
Finanzen Tagesgeldzinsen: Sparkassen und Volksbanken zahlen zu wenig Zinsen für Tagesgeld
10.06.2026

Sparer erhalten bei Sparkassen und Volksbanken oft deutlich weniger Zinsen als bei überregionalen Banken, zeigt eine Analyse des...

DWN
Politik
Politik FDP-Chef Kubicki rechnet mit Merz ab: “Erwartungsmanagement ist unterirdisch“
10.06.2026

In der ARD-Sendung Maischberger warf Kubicki dem CDU-Chef vor, "unglaublich schlecht" zu kommunizieren. Seine Kritik fällt deutlich aus...

DWN
Politik
Politik Energiewende auf der Kippe? Koalition in schwierigen Verhandlungen über Energiepaket
10.06.2026

Bei einem Energiekongress in Berlin geht es um strittige Vorhaben der Koalition. Die Fraktionschefs von SPD und Union setzen...

DWN
Technologie
Technologie Transportdrohne Victor: Luftfahrt-Start-Up ERC System zieht Serienstart vor
10.06.2026

Das Luftfahrtunternehmen ERC System will mit einer Transportdrohne drei Jahre früher als geplant in die Serienproduktion einsteigen: Der...

DWN
Technologie
Technologie EU-Verpackungsverordnung: Einweg-Ära vor dem radikalen Aus in Europa
10.06.2026

Zucker im Tütchen, Ketchup im Mini-Beutel, Shampoo im Hotel-Sachet – genau diese Alltagsdetails verschwinden bald aus Europas...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Insolvente Perlon-Gruppe: Deutscher Weltmarktführer geht an China
10.06.2026

Die deutsche Chemie ist in einer schwierigen Lage, geplagt von hohen Kosten, schwachem Weltmarkt und chinesischer Konkurrenz. Ein...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Toxische Chefs: Wie schlechte Führung Mitarbeiter vertreibt – und welche Lösung es gibt
10.06.2026

Viele kündigen nicht wegen des Jobs, sondern wegen des Chefs: Toxische Führung ist ein zentraler Kündigungsgrund, zeigt eine aktuelle...