Deutschland

So reagieren die Bürger auf den Bundeslockdown: „Ein Infektionsschutzgesetz, das vor Infektionen schützt, wär mal geil“

Auf Twitter sind unter dem Hashtag „#bundeslockdown“ verschiedene Reaktionen zum Bundeslockdown vorzufinden. Während einige noch härtere Maßnahmen fordern, kritisieren andere den geplanten Bundeslockdown scharf.
18.04.2021 21:46
Lesezeit: 2 min
So reagieren die Bürger auf den Bundeslockdown: „Ein Infektionsschutzgesetz, das vor Infektionen schützt, wär mal geil“
Reaktionen auf Twitter. (Screenshot)

Unter dem Hashtag „#bundeslockdown“ reagieren die Bundesbürger auf den Bundes-Lockdown, der ansteht. Einige Stimmen sollen hier präsentiert werden:

„Wir haben Glück, dass Merkel es verbockt hat. Historisch kalter April, Oster-Nachmeldungen und Schnelltest-Explosion waren Vorlagen, den #bundeslockdown auf den natürlichen Peak zu timen. Viele hätten geglaubt, dass sie eigenmächtig die Welle ,besiegt'. Nun ist’s zu spät.“

„Ich bin Lehrkraft im Burgenlandkreis. Wir haben erneut eine Inzidenz von über 400. Schulen sind offen; die Schüler*innen kommen in Halbgruppen zum Wechselunterricht. Wir brauchen keine PR-Gedenkaktion, wir brauchen den #bundeslockdown und #ZeroCovid!“

„Gute Nachrichten. Britische Mutante B.1.1.7 zwar ansteckender, zeigt aber kein höheres Risiko für schwere Verläufe und Todesfälle. Sehr schön. Eine Sorge weniger. #bundeslockdown braucht es dann nicht.“

„Ein Infektionsschutzgesetz, das vor Infektionen schützt, wär mal geil.“

„Angela Merkel schaltet die Länder und damit den Wettbewerbsföderalismus aus. Der Wettbewerb um die klügste Lösung wird durch die Anmaßung ersetzt, über die klügste Lösung zu verfügen. Das trägt absolutistische Züge.“

„Ich weiß nicht, aber bei dem Begriff #Bundeslockdown muss ich immer an die Bundesjugendspiele denken. Wie läuft das, die Überlebenden bringen eine Siegerurkunde, wer sich an die Regeln hält die Ehrenurkunde und für den Rest ersetzt der Zettel am Zeh die Teilnehmerurkunde?“

„In den Nachrichten heißt es in einem Satz, Olaf Scholz befürworte die bundeseinheitliche Notbremse und im nächsten Satz heißt es dann schon wieder, dass BaWü auch bei Überschreitung der 100 Click&Collect zulasse. Wer glaubt, dass es dabei bliebe, hebe die Hand.“

„Noch ist es vielen egal, dass sie bald um 21 Uhr zu Hause sitzen müssen. Aber bald kommt der Sommer, das schöne Wetter, die angenehmen Temperaturen und es bleibt bis 22 Uhr hell. Wie die Menschen dann wohl auf die Ausgangssperre reagieren werden?“

„Die #Ausgangssperre von 21 - 5 h ist eine Herausforderung für die Menschen, sie durch phantasievolle Aktionen zu unterlaufen und den Polizeistaat in eine moralische und praktische Verteidigungssituation zu bringen.“

„Inzidenz-Veränderung - in #Hamburg seit Einführung von Ausgangsbeschränkungen am 2. April: von 136 runter auf 126 - im #Saarland seit Start des "Modellprojekts" am 5. April: von 87 hoch auf 129.“

„Die Politik hat jedes Maß verloren! Aber die Bürgererziehung verläuft zunehmens im Sand. Nun entscheidet man also die Kriegsrhetorik anlaufen zu lassen & präventive Isolationen vorzubereiten. Nur leider fehlt der Feind und die Schlacht.“

„Falls die seit 20Tagen geplante #Bundesnotbremse mit Ausgangsbeschränkungen ohne Ziel und Strategie nicht möglich ist, brauchen wir einen #harterLockdownSofort als #bundeslockdown mit #SchulenKitasBuerosZu bis #Inzidenz10 und dann #NoCovid mit #GrünenZonen für Wirtschaft+Bürger.“

„Nicht Stockholm, nicht Miami, nicht Tübingen: Weitgehend unbemerkt hat Schleswig-Holstein seine #Aussengastronomie geöffnet (weitgehend testfrei). Der Föderalismus eröffnet solche Möglichkeiten, mutige gehen vor, andere ahmen nach. #Bundeslockdown wird dies unterbinden.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Glücksspielregulierung 2026: Wie OASIS und LUGAS den Wirtschaftsstandort prägen

Wer die Entwicklung des deutschen Glücksspielmarktes über die vergangenen zwei Jahrzehnte verfolgt, erkennt eine Branche im radikalen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Vom PKW zum Panzer: Europa braucht keine neuen Fabriken für Rüstung
18.06.2026

In den letzten Monaten gibt es Diskussionen darüber, dass Automobilhersteller einen Teil ihrer ungenutzten Kapazitäten für die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Streit um die Arbeitszeit: Scharfe Kritik an Plänen für flexibleren Achtstundentag
18.06.2026

Die Pläne des SPD-geführten Arbeitsministeriums zur Arbeitszeitflexibilisierung stoßen auf harten Widerstand. Wirtschaft und der...

DWN
Politik
Politik Gentechnik ohne Label: EU macht den Weg für neue Züchtungen frei
18.06.2026

Genverändertes Obst und Gemüse landet in der EU bald ohne spezielle Kennzeichnung im Supermarktregal. Das Europäische Parlament hat den...

DWN
Politik
Politik Verfassungszoff ums neue Heizgesetz: Droht der Koalition eine Klatsche in Karlsruhe?
18.06.2026

Das geplante Heizgesetz der schwarz-roten Koalition wackelt: Ein neues Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags bescheinigt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Inflation bleibt hartnäckig: Ifo sieht nur kurze Erholung
18.06.2026

Die deutsche Wirtschaft steckt in der längsten Stagnationsphase seit 1949 fest. Mit dem erhofften Kriegsende im Iran hellen sich die...

DWN
Politik
Politik Nato 3.0: Weniger USA, mehr Europa
18.06.2026

Die USA ziehen sich militärisch weiter aus Europa zurück und erhöhen den Druck auf ihre Verbündeten. Vor dem Nato-Gipfel wachsen die...

DWN
Finanzen
Finanzen Kreditklemme 2026: Wird Finanzierung zum Problem?
18.06.2026

Nicht der abgelehnte Kredit ist das größte Risiko für Deutschlands Mittelstand – sondern der Antrag, der gar nicht mehr gestellt wird....

DWN
Politik
Politik Ukraine greift Putin an: Drohnen schlagen tief in Moskau ein
18.06.2026

Mitten während eines internationalen Gipfels trifft die Ukraine eine der wichtigsten Ölraffinerien Moskaus und setzt damit ein deutliches...