Politik

RKI: „Es hat in dieser Saison überhaupt keine Grippewelle gegeben“ – Novum seit 1992

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts hat ist die jährliche Grippe-Welle in der aktuellen Saison ausgeblieben. Dies sei ein Novum seit Beginn der Grippeüberwachung ab dem Jahr 1992.
27.04.2021 13:37
Aktualisiert: 27.04.2021 13:37
Lesezeit: 2 min

Mit bisher nur 519 im Labor bestätigten Fällen geht die wohl schwächste Grippe-Saison seit Jahrzehnten in Deutschland dem Ende entgegen. Nach Definition der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) am Robert Koch-Institut (RKI) seien die Kriterien für den Beginn einer Grippewelle nicht erfüllt worden, teilte eine RKI-Sprecherin auf Anfrage mit. Das heiße: „Es hat in dieser Saison überhaupt keine Grippewelle gegeben.“ Dies sei ein Novum seit Beginn der Grippeüberwachung durch die 1992 gegründete Arbeitsgemeinschaft, so die Nachrichtagentur dpa. Auch die meisten anderen Länder der Nordhalbkugel seien von der Welle verschont geblieben. Das RKI ist eine weisungsgebundene Bundesbehörde, die dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn untersteht (Mehr HIER).

Gemeldet wurden laut dem AGI-Bericht bisher für diese Saison insgesamt 13 laborbestätigte Todesfälle im Zusammenhang mit der Grippe. In den Saisons zuvor waren es meist je einige Hundert, in der schweren Welle 2017/18 knapp 1700. Nach RKI-Schätzungen liegen die tatsächlichen Zahlen aber deutlich höher: Für 2017/18 zum Beispiel wurde angenommen, dass 25.000 Menschen starben. Die Schwere der Grippewelle variiert normalerweise von Jahr zu Jahr.

Als Begründung für das Ausbleiben der Infektionswelle gelten Corona-Maßnahmen mit Mindestabständen, Hygiene, Masken, Empfehlungen zum Lüften von Räumen, Homeoffice-Regelungen und zeitweisen Schulschließungen, wie das RKI bestätigte. Da diese Maßnahmen laut RKI „mehr oder weniger in allen Ländern weltweit gegen die Corona-Pandemie genutzt wurden“, hätten Grippeviren weltweit und auch schon im Sommer 2020 auf der Südhalbkugel kaum noch messbar zirkuliert. Warum diese Maßnahmen trotzdem zu einem Anstieg der Corona-Infektionen geführt haben, erklärt das RKI nicht.

Und noch etwas hat sich in der Pandemie geändert: Das Interesse an der Grippe-Schutzimpfung war insbesondere zu Beginn der ersten und zweiten Corona-Welle größer als normalerweise. Von März bis Dezember 2020 sind nach Daten des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) rund 3,5 Millionen mehr solcher Impfungen vorgenommen worden als im Vorjahreszeitraum. Es waren auch mehr Impfdosen freigegeben worden als in den Jahren zuvor: 25 Millionen. Der Bund hatte zusätzliche Dosen beschafft, um eine weitere Belastung des Gesundheitswesens in der Corona-Krise zu vermeiden.

Am 5. September 2020 führten die Deutschen Wirtschaftsnachrichten in einer Spezial-Analyse aus: „Es ist alles andere als auszuschließen, dass die Corona-Statistiken in Deutschland durch fehlerhafte Testresultate deutlich verzerrt sind. Vieles deutet darauf hin, dass eine große Anzahl der angeblich Erkrankten in echt gar kein Corona haben.“

In einer weiteren Analyse vom 6. September 2020 heißt es: „Daten zur Gesundheitslage und Sterblichkeit in Deutschland zeigen: Eine epidemiologische Notlage hat es offenbar nie gegeben. Handelt es sich beim Coronavirus nur um eine saisonale Welle vergleichbar mit einer normalen Grippe?“

Der Kolumnist Michael Bernegger führt in einer aktuellen Analyse aus, dass die Unbedenklichkeit der Corona-Impfstoffe nicht erwiesen sei (Mehr HIER).

Bereits am 4. April 2020 kritisierte der Kolumnist Ronald Barazon: „Mit ihrem Appell, das Corona-Virus müsse unter allen Umständen bekämpft werden, appelliert die Politik an die Urängste der Menschen. Es handelt sich dabei um die reinste Massen-Manipulation.“

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