Wirtschaft

Chinesischer Automarkt verzeichnet kräftiges Wachstum

Gute Nachrichten für die deutschen Autobauer aus deren größtem Absatzmarkt. Die Auslieferung von Autos und leichten Nutzfahrzeugen in China ist im April stark angestiegen.
11.05.2021 10:06
Aktualisiert: 11.05.2021 10:06
Lesezeit: 1 min
Chinesischer Automarkt verzeichnet kräftiges Wachstum
Volkswagen stellte im April auf der internationalen Automesse in Shanghai den elektrischen Stadtgeländewagen ID.6X vor. (Foto: dpa) Foto: Andreas Landwehr

Der weltgrößte Automarkt China hat die seit Monaten laufende Erholung im April mit einem kräftigen Wachstum fortgesetzt. Die Auslieferung von Autos und leichten Nutzfahrzeugen an Kunden ist im April im Vergleich zum Vorjahr um rund 12 Prozent auf 1,64 Millionen gestiegen, teilte der Branchenverband PCA am Dienstag in Peking mit. China ist für die deutschen Autobauer BMW, Daimler und Volkswagen immens wichtig und der jeweils größte Einzelmarkt.

Weiterlesen: Chinas Absatzmarkt beschert deutschen Autobauern Sensationsquartal

Im vergangenen jahr hatte der Ausbruch der Covid-19-Pandemie den chinesischen Automarkt vor allem in den ersten drei Jahresmonaten stark belastet. Doch in den Folgemonaten erholte sich der Markt zügig. So betrug das Minus im April 2020 nur noch knapp 6 Prozent. Seit dem Juli legte der Monatsabsatz im Jahresvergleich wieder zu - das hatte jedoch nicht ausgereicht, um die Verkäufe über das gesamte Jahr ins Plus zu hieven.

So fiel der Verkauf an Endkunden nach PCA-Daten im vergangenen Jahr um knapp sieben Prozent auf 19,6 Millionen Stück. Im Jahr 2020 war damit das dritte Jahr in Folge, in dem der chinesische Automarkt schrumpfte, nachdem er bis dahin ein kräftiges Wachstum mit oft zweistelligen Wachstumsraten erlebt hatte. 2017 hatten die Autobauer noch mehr als 24 Millionen Autos verkauft. Vor Corona sorgten unter anderem auslaufende Verkaufsförderungen durch die Regierung und der Handelszwist mit den USA für schwächere Absatzzahlen.

Neben den PCA-Daten wird die Entwicklung am chinesischen Automarkt auch vom Herstellerverband China Association of Automobile Manufacturers (CAAM) beziffert. Dieser misst den Absatz der Autobauer an die Händler und umfasst zudem etwas mehr Fahrzeugtypen im Nutzfahrzeugbereich. Auf Basis vorläufiger Zahlen vom vergangenen Freitag zog dieser Wert im April um rund fünf Prozent auf 2,17 Millionen an.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen DAX-Kurs aktuell deutlich im Plus: Waffenruhe im Iran-Konflikt beflügelt Aktienmärkte
08.04.2026

Der DAX-Kurs hat die Marke von 24.000 Punkten zurückerobert, die Anleger feiern die Waffenruhe im Iran-Konflikt. Während die Ölpreise...

DWN
Finanzen
Finanzen Benzinpreise: Trendwende bei Super, Rekorde bei Diesel
08.04.2026

Die Entwicklung der Benzinpreise bleibt für viele Verbraucher schwer nachvollziehbar. Während Super E10 leicht nachgibt, steigt der...

DWN
Finanzen
Finanzen Evotec-Aktie: Pharmaunternehmen Evotec reduziert Nettoverlust deutlich
08.04.2026

Nach schwierigen Jahren sendet Evotec positive Signale: Die aktuellen Evotec-Zahlen zeigen eine klare Verbesserung. Dennoch bleibt die Lage...

DWN
Politik
Politik Iran-Einigung: Trump setzt auf wirtschaftlichen Aufschwung
08.04.2026

Mit der Iran-Einigung könnte sich die Lage im Nahen Osten grundlegend verändern. Trump kündigt wirtschaftliche Gewinne und neue...

DWN
Politik
Politik Hoffnung im Iran-Krieg: USA und Iran einigen sich auf Waffenruhe
08.04.2026

Kurz vor Ablauf eines Ultimatums einigen sich USA und Iran auf eine Waffenruhe. Die Lage im Iran-Krieg entspannt sich scheinbar, doch...

DWN
Finanzen
Finanzen Trade Republic unter Druck: Neobanken holen bei Zinsen auf
08.04.2026

Trade Republic verliert seinen Vorsprung im Zinskampf, die Konkurrenz zieht nach. Digitale Banken greifen massiv an und verändern den...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Energiekrise in Europa: EU lässt Steuerspielräume ungenutzt
08.04.2026

Die EU reagiert auf steigende Energiepreise mit Appellen zum Energiesparen statt mit Eingriffen bei Steuern und Abgaben. Kann dieser Ansatz...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Uneinheitlicher Handel an der Wall Street, während die Frist für Trumps Iran-Ultimatum abläuft
07.04.2026

Geopolitische Spannungen und überraschende Unternehmensmeldungen halten die Märkte in Atem – erfahren Sie, was die Kurse heute bewegt...