Unternehmen

Stahlkonzern Salzgitter meldet starken Quartalsgewinn

Die zuletzt hohen Stahlpreise haben dem Salzgitter-Konzern im ersten Quartal einen hohen Gewinn ermöglicht. Im Vorjahr hatte Salzgitter noch Verluste geschrieben.
12.05.2021 11:36
Aktualisiert: 12.05.2021 11:36
Lesezeit: 1 min
Stahlkonzern Salzgitter meldet starken Quartalsgewinn
Ein Mitarbeiter geht bei der Salzgitter AG an aufgewickeltem Stahl (Coils) vorbei. (Foto: dpa) Foto: Hilal Özcan

Eine sich erholende Nachfrage sowie steigende Preise haben den Stahlkonzern Salzgitter im ersten Quartal beflügelt. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 77 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch bei der Vorlage endgültiger Zahlen in Salzgitter mitteilte. Im Vorjahr hatte Salzgitter wegen des Einbruchs der Geschäfte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie noch einen Verlust von 44 Millionen Euro verzeichnet. Dazu trugen insbesondere bessere Ergebnisse bei Flachstahl sowie im Handel bei. Dabei profitierte der Konzern auch von seinem Sparprogramm.

Der Umsatz blieb mit knapp 2,1 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Die Rohstahlproduktion sank hingegen leicht. Im Zuge der Pandemie hatten die Stahlhersteller im vergangenen Jahr ihre Kapazitäten massiv heruntergefahren. Noch läuft die Produktion nicht wieder auf dem Vorkrisenniveau. Die hohe Nachfrage wie etwa aus der Automobilbranche führt daher teilweise zu Materialknappheit und Lieferengpässen, was die Preise nach oben treibt.

Das traditionell schwache vierte Quartal sei 2020 für die europäischen Stahlhersteller zu einem der auftragsstärksten seit Jahren geworden, berichtete Salzgitter. Bereits Ende November seien viele Werke für das erste Quartal ausgebucht gewesen. Dieser Trend habe sich auch im Berichtszeitraum fortgesetzt. Risiken gibt es in der Beschaffung, so sind die Preise für Rohstoffe wie Eisenerz oder Kokskohle zuletzt deutlich gestiegen. Salzgitter hat sich jedoch gegen Preisschwankungen abgesichert

Wegen der anhaltend guten Aussichten hatte der Stahlhersteller bereits Ende April bei der Vorlage vorläufiger Quartalszahlen seine Prognose für das laufende Jahr erhöht. So dürfte das Vorsteuerergebnis im laufenden Jahr bei 300 bis 400 Millionen Euro liegen. Zuvor war der zweitgrößte deutsche Stahlhersteller nach Thyssenkrupp von 150 bis 200 Millionen Euro ausgegangen. Im Vorjahr hatte Salzgitter noch Verluste geschrieben.

Die Aktie konnte die Nachrichten nur kurz beflügeln. Nach einem Anstieg zum Handelsstart rutschte das Papier im Verlauf des Vormittags ins Minus.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Online-Broker-Vergleich: Die besten Aktiendepots für Anleger – Tipps zur Anbieterauswahl

Ein Online-Broker-Vergleich beginnt beim Wertpapierdepot: Ein Depot ist die Eintrittskarte zur Börse, nur mit einem Depot können Anleger...

 

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Steht der Länderfinanzausgleich auf der Kippe? Union droht bei Linksregierung mit Geldentzug
29.09.2026

Nach dem Wahlsieg der Linkspartei in Berlin könnte diese bald die Regierung anführen. Die CDU- und CSU-geführten Bundesländer drohen...

DWN
Politik
Politik Winterzeit, Tankrabatt, Bahnhöfe: Was sich im Oktober ändert
29.09.2026

Die Sommerzeit endet schon wieder und das Alkoholverbot an Bahnhöfen kommt - ein Blick auf die Neuerungen im Oktober.

DWN
Finanzen
Finanzen Medios-Aktie: Konzern peilt bis 2031 Umsatz von 3,1 Milliarden Euro an
29.09.2026

Medios-Aktie gefragt: Medios will Umsatz und Ergebnis bis 2031 deutlich steigern. Die Berliner wollen sich mit der Strategie „Medios Next...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mercedes GLC im Test: Elektrisch ist er endlich so, wie er sein muss
29.09.2026

Der elektrische Mercedes GLC 400 4Matic bringt fast 500 PS, viel Komfort, hohe Ladeleistung und einen überraschend moderaten Verbrauch. Im...

DWN
Politik
Politik Klima-Transformation: Das steckt hinter dem Umbau der Stahlindustrie
29.09.2026

Weg von Kohle, hin zu Wasserstoff: Die deutsche Stahlindustrie steckt Milliarden in die Produktion von grünen Stahl. Doch die...

DWN
Politik
Politik Fachkräftemangel: Einwanderer 2025 in vielen Berufen unverzichtbar
29.09.2026

Mehr als ein Viertel aller Beschäftigten in Deutschland hat Wurzeln im Ausland. Besonders in Berufen, in denen händeringend Fachkräfte...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Frankreich Staatsverschuldung: Die nächste Gefahr für die Eurozone
29.09.2026

Frankreich galt lange als einer der politischen und wirtschaftlichen Pfeiler der Eurozone. Doch an den Anleihemärkten wächst die...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Märkte im Überblick: Wall Street schließt im Minus, während sich der Anleiheausverkauf fortsetzt
28.09.2026

Spannung an den Finanzmärkten: Erfahren Sie, welche entscheidenden Faktoren die Wall Street heute in Atem hielten.