Deutschland

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey tritt zurück – mit sofortiger Wirkung

Nach den Diskussionen um die Aberkennung ihres Doktortitels tritt Franziska Giffey (SPD) von ihrem Amt als Bundesfamilienministerin zurück.
19.05.2021 11:13
Aktualisiert: 19.05.2021 11:13
Lesezeit: 1 min
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey tritt zurück – mit sofortiger Wirkung
Bundeskanzlerin Angela Merkel (l-r, CDU) begrüßt vor Ursula von der Leyen (CDU), Bundesministerin der Verteidigung, Franziska Giffey (SPD), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, neben Olaf Scholz (SPD). (Foto: dpa) Foto: Kay Nietfeld

Nach den Diskussionen um die Aberkennung ihres Doktortitels tritt Franziska Giffey (SPD) von ihrem Amt als Bundesfamilienministerin zurück. Wie das Ministerium mitteilte, bat Giffey am Mittwoch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) um Entlassung.

Im Prüfverfahren zur Doktorarbeit von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) steht nach Angaben der Freien Universität Berlin noch nicht fest, wann es abgeschlossen ist. Die Universität teilte am Dienstag auf Anfrage weiter mit, nähere Informationen zum Verfahren und zum Bericht des Prüfgremiums würden vor Bekanntgabe des abschließenden Ergebnisses nicht veröffentlicht. Nach einem Bericht des „Business Insider“ soll sich die Prüfungskommission für die Aberkennung des Doktortitels ausgesprochen haben. Das Magazin beruft sich auf Uni-Kreise.

Die Freie Universität (FU) hatte am vergangenen Mittwoch bekanntgegeben, dem Präsidium liege der Bericht des neuen Prüfgremiums vor. Giffey habe eine Frist von vier Wochen für eine Stellungnahme erhalten.

Die FU hatte Giffey im Herbst 2019 nach Plagiatsvorwürfen wegen Mängeln in ihrer Dissertation eine Rüge erteilt, ihr aber den Doktortitel nicht entzogen. Nach Kritik an diesem Verfahren kündigte die FU eine erneute Prüfung durch ein neues Gremium an. Die Rüge wurde zurückgenommen.

Giffey führt ihren Doktortitel nicht mehr und hat bereits öffentlich deutlich gemacht, dass sie auch bei einem Entzug an ihrer Spitzenkandidatur für die Abgeordnetenhauswahl festhalten will.

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