Finanzen

Dax: Börsianer schielen auf neue Anti-Inflations-Maßnahmen der US-Notenbank

Eigentlich ist der Mittwoch nachrichtenarm. Doch findet heute Abend nach Börsenschluss eine ganz wichtige Konferenz der US-Fed statt.
26.05.2021 10:43
Aktualisiert: 26.05.2021 10:43
Lesezeit: 1 min
Dax: Börsianer schielen auf neue Anti-Inflations-Maßnahmen der US-Notenbank
Stellt der Dax wieder neue Rekorde auf? (Foto: dpa)

Der deutsche Leitindex hat bis gegen 10.30 Uhr 0,2 Prozent auf 15.492 Punkte gewonnen.

Wichtig ist heute, ob sich der Dax dauerhaft jenseits der Marke von 15.500 Zählern etabliert. Manche Börsianer glauben sogar, dass er einen neuen Rekord aufstellt. Am Vortag hatte er kurzzeitig ein Niveau von 15.568 Punkte erreicht, ohne es allerdings bis zum Handelsschluss halten zu können.

Spannend wird es am Abend nach Börsenschluss, wenn sich um 21 Uhr MEZ der Vertreter der US-Notenbank, Randal K. Quarles, zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung der USA äußert. Dies wird im Rahmen einer virtuellen Konferenz stattfinden. Die US-Fed hat sich zum Ziel gesetzt, „die Beschäftigung auf dem maximal möglichen beständigen Niveau“ zu halten. Außerdem soll die Inflation bei zwei Prozent liegen. Allerdings ist die Preisteuerung in den USA im April bereits auf 4,2 Prozent geklettert.

Deshalb macht am Markt derzeit die bedeutende Frage die Runde: Wird die US-Fed, die die Zinsen konsequent bei null Prozent hält, weiterhin untätig bleiben oder jetzt doch weitere Maßnahmen einleiten, um dagegen zu steuern?

Ansonsten ist der Mittwoch ereignisarm: So werden um 13 Uhr MEZ die neuesten Zahlen über die MBA-Hypotheken-Anträge veröffentlicht. Es geht um die Woche vom 17. bis 21. Mai. In der Vorwoche hatte es ein Wachstum von 1,2 Prozent gegeben.

Bereits gestern hat sich der Dax so ähnlich wie heute Morgen entwickelt: So hat der Index seine Sitzung mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 15.465 Punkte beendet. Dabei waren die Bewegungen der Kurse beachtlich – und zwar in beide Richtungen:

Wesentlich war die Ankündigung der beiden Immobilienkonzerne Deutsche Wohnen und Vonovia, dass sie sich zusammenschließen wollen. Die Transaktion wird auf ein Volumen von 18 Milliarden Euro taxiert. Dadurch haben die Aktien beider Unternehmen die Marktteilnehmer am meisten beeindruckt: Während Deutsche Wohnen mit einem Zuschlag von 15,7 Prozent auf 52,06 Euro auf dem ersten Platz der Tagesgewinner landete, lag Vonovia mit einem Minus von 6,1 Prozent auf 48,61 Euro an der Spitze derjenigen Aktien, die am meisten verloren.

Doch auch die anderen Kurse bewegten sich ähnlich stark. So befand sich Delivery Hero mit einem Plus von fünf Prozent auf 109,45 Euro auf dem zweiten Platz der Tagesgewinner. Die Deutsche Post verbuchte einen Gewinn von 2,9 Prozent auf 53,60 Euro und katapultierte sich damit auf dem dritten Platz.

Danach platzierte sich Fresenius mit einem Verlust von 3,7 Prozent auf 44,59 Euro auf den zweiten Rang, während die Münchener Rückversicherung 1,5 Prozent auf 236,40 Euro verlor und in dieser Riege als Dritter die Sitzung beendete.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Verbessern Sie die Lieferketten-Transparenz

Identifizieren, scannen und übermitteln von eindeutigen Komponentendaten

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Politik
Politik Flugzeugträger Charles de Gaulle vor Malmö: Frankreich stärkt Nato-Präsenz im Ostseeraum
03.03.2026

Frankreich entsendet den Flugzeugträger Charles de Gaulle nach Malmö und demonstriert militärische Präsenz im Ostseeraum. Wie...

DWN
Politik
Politik USA und Iran im Konflikt: Wie China auf steigende Ölpreise reagiert
03.03.2026

Der Krieg im Iran verschiebt die geopolitischen Gewichte zwischen Russland und China und legt ihre gegensätzlichen Energieinteressen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Was der Krieg für Verbraucher und Wirtschaft bedeutet
03.03.2026

Tanken und Heizen verteuern sich, Aktien geben nach, und der Ölpreis könnte die Konjunktur bremsen. Doch es gibt auch hoffnungsvolle...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Man sieht sich immer zweimal im Leben: Souveräner Umgang mit Kündigungen 
03.03.2026

Ob Unzufriedenheit mit dem Chef, eine neue Jobchance oder persönliche Veränderungen: Die Gründe für eine Kündigung des...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Jobrad-Stellenabbau fällt moderater aus: 107 Jobs fallen bis Jahresende weg – was heißt das für Wettbewerber
03.03.2026

Weniger Kündigungen als befürchtet, ein neuer CEO ab 1. Februar und ein Strategiewechsel im Sponsoring: Der Jobrad-Stellenabbau fällt...

DWN
Panorama
Panorama Spritpreise steigen weiter: Diesel überholt E10
03.03.2026

Der Krieg im Nahen Osten treibt Rohölpreise und damit auch Kosten für Tanken und Heizen in die Höhe. Am Dienstag setzte sich der Anstieg...

DWN
Finanzen
Finanzen Allianz-Aktie: Rekordergebnis reicht Anlegern nicht – Allianz-Aktienkurs steht vor kritischen Marken
03.03.2026

Die Allianz-Aktie rutscht am Dienstag deutlich ins Minus – trotz starker Zahlen und eines neuen Allianz-Rekordergebnisses. Was bedeutet...

DWN
Politik
Politik Ressourcenimperialismus im 21. Jahrhundert: USA gegen Europa
03.03.2026

Der Wettlauf um seltene Erden, Öl und digitale Vorherrschaft bestimmt längst globale Machtspiele. Wer strategische Ressourcen...