Deutschland

Einnahmen der deutschen Wirtschaft höher als vor der Corona-Krise

Zwar verzeichnete die deutsche Wirtschaft im April ein leichtes Umsatzminus zum Vormonat. Doch die Einnahmen lagen weiter deutlich über dem Vorkrisenniveau.
27.05.2021 09:35
Aktualisiert: 27.05.2021 09:35
Lesezeit: 1 min

Die deutsche Wirtschaft hat wegen verschärfter Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie einen Fehlstart ins Frühjahrsquartal hingelegt. Die Unternehmen aus Industrie, Energie- und Wasserversorgung, Bau, Gastgewerbe sowie Handel und Dienstleistungen nahmen im April zusammen 1,1 Prozent weniger ein als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.

Im März hatte es noch ein Plus von 6,2 Prozent gegeben. Der Umsatz der gewerblichen Wirtschaft lag zu Beginn des Frühjahrsquartals dennoch um 6,5 Prozent über dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.

"Die im Verlauf des April angesichts steigender Infektionszahlen erlassenen zusätzlichen Einschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus haben in der Wirtschaft Spuren hinterlassen", sagte Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen mit Blick auf die sogenannte Bundesnotbremse. "Ab Mai ist wegen der zunehmenden Lockerung der Restriktionen mit einem deutlichen Anstieg zu rechnen." Inzwischen ist vielerorts die Außengastronomie wieder erlaubt, ebenso der Tourismus.

Das Ifo-Institut rechnet damit, dass das Bruttoinlandsprodukt im laufenden zweiten Quartal um 2,6 Prozent zulegen wird, nachdem die deutsche Wirtschaft wegen des Corona-Lockdowns zu Jahresbeginn noch um 1,8 Prozent geschrumpft war. Im Sommer soll das Plus sogar noch etwas höher ausfallen. Die Chancen stehen der Bundesbank zufolge gut, dass die Konjunktur bereits im Herbst das Vorkrisenniveau überschreiten wird.

Der Frühindikator für den Konjunkturverlauf der gewerblichen Wirtschaft wird aus den monatlichen, allerdings noch unvollständig vorliegenden Umsatzsteuervoranmeldungen ermittelt. Er ermöglicht dadurch frühzeitige Aussagen zur Umsatzentwicklung, noch bevor die amtlichen Ergebnisse aus den Erhebungen nach Wirtschaftsbereichen vorliegen. Die Daten werden um Saison- und Kalendereffekte bereinigt, nicht jedoch um Preiseffekte.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Finanzen
Finanzen Unser neues Magazin ist da: Steigende Zinsen, nervöse Börsen – Chancen für Ihr Kapital
16.10.2026

Das eigene Vermögen soll Sicherheit geben. Doch steigende Zinsen und nervöse Märkte machen derzeit Anlageentscheidungen schwieriger. Wer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft IWF-Warnung: Warum der KI-Boom eine neue Krise auslösen könnte
16.10.2026

Die Weltwirtschaft wächst, doch unter der Oberfläche braut sich eine gefährliche Mischung zusammen: Staaten häufen Rekordschulden an,...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis-Prognose: Einer der größten Käufer beginnt zu verkaufen
16.10.2026

Jahrelang kauften Zentralbanken Gold in außergewöhnlichem Umfang. Nun schlägt mit Kasachstan einer der größten Käufer einen anderen...

DWN
Politik
Politik Deal um Verbrenner-Aus: Deutschland und Frankreich haben sich geeinigt
16.10.2026

Deutschland setzt sich dafür ein, dass weiter Neuwagen mit Verbrennungstechnologie zugelassen werden können. Frankreichs Präsident...

DWN
Politik
Politik Frühstartrente: Bundestag entscheidet über zehn Euro für Kinder
16.10.2026

Mit der Frühstartrente will der Staat Kindern monatlich zehn Euro für ein langfristiges Aktiendepot geben. Wer zuerst von der...

DWN
Politik
Politik Wer ist wer in den Kriegen im Nahen Osten
16.10.2026

Zehn Punkte zu Staaten, Rebellen und politischen Gruppen, die für Kriege, Lieferwege und Energiepreise entscheidend sind.

DWN
Politik
Politik Energiewende: CO2-Preis soll stabil bleiben im nächsten Jahr
16.10.2026

Der CO2-Preis, der Heizen und Tanken teuer macht, soll mit dem Jahreswechsel nicht steigen. Das soll Verbraucher vor Preissprüngen...

DWN
Finanzen
Finanzen Unicredit: EZB genehmigt Übernahme von Commerzbank-Anteilen
16.10.2026

Seit zwei Jahren pirscht sich die Unicredit an die Commerzbank heran. Mit einem Übernahmeangebot im Sommer verfehlte sie eine Mehrheit nur...