Finanzen

EZB beschließt wichtige Eckpunkte des digitalen Euro

Bei der Europäischen Zentralbank hat man sich grob darauf geeinigt, wie der digitale Euro aussehen soll. Vorteile für den Bürger sind jedoch kaum ersichtlich.
27.05.2021 10:15
Aktualisiert: 27.05.2021 10:15
Lesezeit: 1 min

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist sich nach Zeitungsinformationen über wichtige Eckpunkte ihres Konzepts für einen digitalen Euro einig. Der entscheidende Bericht für den EZB-Rat sei fast fertig und die Währung solle "Digital Euro" heißen, berichtete das Handelsblatt am Mittwoch unter Berufung auf Notenbankkreise.

Die Digitalwährung solle wahrscheinlich nicht auf der Blockchain-Technologie basieren. Die EZB wolle sich die Markenrechte für die Bezeichnung "Digital Euro" sichern. Ein EZB-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.

Die Euro-Notenbank hat bislang noch nicht entschieden, ob sie grünes Licht für das Projekt eines digitalen Euro geben soll. Das soll nach früheren EZB-Angaben um die Jahresmitte geschehen. Bis eine Digitalwährung eingeführt werden kann, wird es nach Schätzungen von Notenbankchefin Christine Lagarde noch rund vier Jahre dauern.

Rund um den Globus prüfen derzeit Notenbanken die Einführung digitaler Versionen ihrer Währungen, um den Zahlungsverkehr zu modernisieren. Auch die drohende Konkurrenz durch Cyberwährungen internationaler Technologiekonzerne - wie etwa die geplante Kryptodevise Diem von Facebook - spielt bei den Überlegungen eine wichtige Rolle.

Den Zeitungsinformationen zufolge sollen Nutzer des Digital Euro für ihn keine Zinsen bekommen, auch sollen keine Minuszinsen anfallen. Für die Digitalwährung solle es konventionelle Konten unter Kontrolle der EZB geben.

Vorgesehen sei auch, dass jeder Bürger nur eine Höchstsumme des Digital Euro in einer elektronischen Geldbörse (Wallet) speichern kann. Zur Diskussion stehe eine Summe von 3000 Euro. Die Wallets sollen von Banken oder anderen Finanzdienstleistern in Verbindung mit einem konventionellen Konto angeboten werden.

Mehr zum Thema:

EZB-Direktor Panetta: Digitaler Euro droht Bank-Runs zu verstärken

Digitale Zentralbankwährungen werden das Bargeld abschaffen

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Investor Felix: Der neue Anleger der DWN stellt sich vor

Wie können Sie ein Vermögen an der Börse aufbauen, wenn Sie weder Erfahrung bei der Aktienanalyse haben noch die Zeit für den...

 

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Renditen von US-Staatsanleihen belasten die Wall Street
07.10.2026

Steigende Renditen und neue Zinsängste bringen die US-Märkte ins Wanken – erfahren Sie, welche Schwergewichte es besonders hart trifft.

DWN
Finanzen
Finanzen Beitragsbemessungsgrenzen 2027: Millionen Bürger müssen mehr vom Lohn abgeben
07.10.2026

Für Gutverdiener steigen kommendes Jahr die maßgeblichen Beitragsgrenzen in der Kranken- und Rentenversicherung. Besonders deutlich...

DWN
Finanzen
Finanzen Fiskalischer Spitzenreiter: Wie Deutschland seinen Bürgern am meisten abknöpft
07.10.2026

Eine Analyse zur Steuerbelastung in Europa zeigt für das Jahr 2026 eine bittere Wahrheit für deutsche Steuerzahler: Die Bundesrepublik...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Wang Fengying von XPeng im Porträt: Eine Chinesin mit amerikanischer Erfolgsgeschichte
07.10.2026

Wang Fengying gehört zu den einflussreichsten Managerinnen der chinesischen Autoindustrie. Bei Great Wall Motor prägte sie Vertrieb,...

DWN
Immobilien
Immobilien Superreiche fliehen aus London: Luxusimmobilien stürzen ab
07.10.2026

Londons Luxusimmobilien verlieren dramatisch an Wert, in manchen Nobelvierteln beträgt das Minus mehr als 25 Prozent. Während die...

DWN
Politik
Politik Nach Landtagswahlen: Mehrheit hält Merz' Kanzlerschaft für gescheitert
07.10.2026

Bundeskanzler Friedrich Merz kommt aus dem Umfragetief nicht heraus, die Mehrheit der Deutschen sieht keine Zukunft für ihn als Kanzler....

DWN
Politik
Politik Festanstellung adé: Verlängerte Befristungen für Arbeitsverträge geplant
07.10.2026

Die Koalition will die sachgrundlose Befristung für Arbeitnehmer verlängern. Eine Befristung des Arbeitsvertrages soll bald vier statt...