Unternehmen

Massive Aufstockung: DHL schickt jetzt 2.000 Lager-Roboter ins Rennen

Die Kontraktlogistik-Tochter des Konzerns, DHL Supply Chain, hat schon immer zu den Unternehmen gehört, die auf die Digitalisierung setzen. Und jetzt erweitert es sogar massiv seinen Technologiepark.
07.06.2021 15:44
Aktualisiert: 07.06.2021 15:44
Lesezeit: 2 min
Massive Aufstockung: DHL schickt jetzt 2.000 Lager-Roboter ins Rennen
Eine Maschine des Herstellers Lotus Robotics. (Foto: dpa)

Die Tochter des Konzern, DHL Supply Chain, vierfacht bis 2022 weltweit in seinen Lagern die Zahl seiner Roboter vom Hersteller Lotus Robotics auf 2.000. Das teilt das Unternehmen in einer offiziellen Erklärung mit. Es geht um sogenannte Kommissionier-Roboter, die mithilfe von Kamera- und Lasersystemen einzelne Objekte in Regalen identifizieren und zum Bestimmungsort transportieren. Damit erweitert die DHL-Tochter, die sich auf Kontraktlogistik spezialisiert hat, ihre bisherige Rahmenvereinbarung und ist der größte Abnehmer dieser Roboter weltweit. Bisher wurden lediglich 500 Maschinen eingesetzt - und zwar vor allem in E-Commerce- und in Konsumgüterlagern.

Diese weitreichende Implementierung ist ein weiterer Schritt in der Digitalisierungsstrategie von DHL Supply Chain. Assisted Picking-Roboter tragen dazu bei, den Zeitaufwand für das Kommissionieren mit Handtrolleys in Lagerhallen zu reduzieren, so die körperlichen Anstrengungen zu verringern und die Effizienz zu steigern. Die zu kommissionierenden Waren werden auf einem Display angezeigt und die Roboter berechnen die jeweils optimalen Routen durch die Lagerhallen. Zudem sind sie sehr einfach zu bedienen und lassen sie sich über den Robotics Hub von DHL Supply Chain schnell in die bestehende Systemlandschaft integrieren. Die Akzeptanz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Roboter ist groß. So stellt die Technologie darüber hinaus eine optimale Lösung in Zeiten des Spitzenbetriebs dar, da zusätzliche Roboter zur Erweiterung der Kommissionierkapazität schnell und mit geringem Aufwand in die bestehenden Flotten integriert werden können.

"Für uns ist es besonders wichtig, unsere Lieferketten konsequent zu optimieren. Kommissionier-Roboter sind dabei sehr effektiv", sagt Markus Voss, Global CIO & COO DHL Supply Chain. "Bislang sind bereits über 500 dieser Assisted Picking-Roboter in unseren Lagern in den USA, Europa und Großbritannien im industriellen Einsatz. Bis Ende 2021 sollen weitere 500 Roboter an insgesamt mehr als 20 Standorten hinzukommen. Diese kollaborative Kommissioniertechnologie hat ihre Effektivität und Zuverlässigkeit in der modernen Lagerhaltung bereits unter Beweis gestellt. Für die verbleibenden Roboter, die wir bis Ende 2022 ausrollen werden, wurden bereits Standorte und konkrete Umsetzungsfahrplänen identifiziert. Das Gesamtpotenzial für diese Roboter in unseren DHL-Lagern ist jedoch noch größer. Daher sind wir zuversichtlich, dass wir die Ziele, die wir uns gemeinsam mit Locus Robotics gesetzt haben, erreichen werden", erklärte Voss.

Die Pandemie hat den boomenden Trend des Online Handels zuletzt noch beschleunigt, wodurch der arbeitsintensive Kommissionierprozess im E-Fulfillment eine noch größere und kritischere Rolle bei der Erfüllung der Kundenansprüche spielt. Dieser Trend hat die Einführung neuer Technologien zur Automatisierung in verschiedenen Branchen beschleunigt, insbesondere aber in der Lagerhaltung. DHL Supply Chain überprüft ständig, welche der eingesetzten Technologien auch dauerhaft Einzug in die Warenlager halten, um die Prozesse weiter zu optimieren. Neben anfassbaren Roboterlösungen setzt DHL Supply Chain aber auch auf Software- und Cockpitlösungen, die in Echtzeit Informationen über den Status des globalen Servicelogistiknetzwerks liefern. Der Zugriff auf den Pool von Big Data und die Implementierung von Algorithmen und künstlicher Intelligenz hat sich als "Game Changer" in der globalen Supply-Chain-Planung erwiesen und wird weiter ausgerollt.

 

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft BDI besorgt: Wirtschaftsstandort Deutschland im freien Fall – droht der große Kollaps?
25.01.2026

Die industrielle Basis Deutschlands erodiert – langsam, aber unübersehbar. Der BDI warnt in ungewöhnlich scharfen Worten vor einem...

DWN
Politik
Politik Cybersicherheit in Europa: EU baut mit GCVE eigene Sicherheitsdatenbank auf
25.01.2026

Die Europäische Union baut mit GCVE ihre digitale Sicherheitsarchitektur gezielt aus und setzt verstärkt auf eigene technische...

DWN
Finanzen
Finanzen Bürotemperatur: Wie kalt darf es bei der Arbeit sein?
25.01.2026

Kalte Hände, steife Schultern und die Konzentration sinkt: Wenn die Bürotemperatur zu niedrig ist, wird Arbeit schnell zur Belastung....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europas Stromnetzausbau unter Druck: Netzengpässe gefährden die Energiewende
25.01.2026

Europas Energiewende stößt zunehmend auf infrastrukturelle und regulatorische Grenzen. Entwickelt sich daraus ein Engpass, der...

DWN
Technologie
Technologie Elon Musk: KI nächstes Jahr smarter als Menschen – Strommangel größtes Problem
25.01.2026

Künstliche Intelligenz könnte bereits in diesem Jahr intelligenter sein als der Mensch. Das sagt Tesla-Chef Elon Musk. Gleichzeitig warnt...

DWN
Panorama
Panorama Warren Buffet plant den Nachlass: Warum er 99 Prozent seines Vermögens nicht vererbt
25.01.2026

Warren Buffett setzt bei seinem Nachlass bewusst auf Verantwortung statt Vermögenssicherung. Was sagt dieses Verständnis von Reichtum...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Er ist der neue Anführer der freien Welt
24.01.2026

Nachdem der Sturm rund um die Grönland-Krise abgeklungen ist, zeichnen sich beim Gipfeltreffen in Davos plötzlich die Konturen einer...

DWN
Panorama
Panorama UN warnt vor weltweitem Wasserbankrott: Seen, Grundwasser und Gletscher schrumpfen
24.01.2026

Seen schrumpfen, Grundwasserspiegel fallen, Feuchtgebiete verschwinden: Laut UN steht die Welt am Beginn eines neuen Zeitalters. Es geht...