Finanzen

Stärkster Schub seit 2008: Verbraucherpreise in den USA steigen kräftig

Die Inflation in den USA hat einen weiteren kräftigen Schub erhalten - den stärksten seit dem Jahr 2008.
10.06.2021 14:41
Aktualisiert: 10.06.2021 14:41
Lesezeit: 1 min
Stärkster Schub seit 2008: Verbraucherpreise in den USA steigen kräftig
Dollar-Banknoten. (Foto: dpa) Foto: Marius Becker

Die Inflation in den USA hat einen weiteren kräftigen Schub erhalten. Die Verbraucherpreise stiegen im Mai um 5,0 Prozent verglichen zum Mai 2020, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten nur 4,7 Prozent erwartet, nach einem Zuwachs von 4,2 Prozent im April.

Bei der Kerninflationsrate, welche schwankende Komponenten wie Energie und Lebensmittel ausklammert, wurde mit einem Anstieg von 3,8 Prozent auf Jahresbasis sogar den stärksten Anstieg seit dem Jahr 1992 verzeichnet:

Die US-Notenbank (Federal Reserve) verfolgt die Preisentwicklung genau. Sie geht aber davon aus, dass die Inflation nur vorübergehend anziehen wird, obwohl es angesichts des in den vergangenen Monaten massiv gestiegenen Geldmengenwachstums in den USA und der starken Verteuerung von Rohstoffen berechtigte Zweifel an dieser Sichtweise gibt.

Die Federal Reserve, die sich nächste Woche zur Zinssitzung trifft, unterstützt die Wirtschaft trotz der anziehenden Konjunktur weiter mit monatlichen Liquiditätsspritzen in Höhe von 120 Milliarden Dollar. Sie will an den Anleihekäufen festhalten, bis substanzielle Fortschritte bei der Preisstabilität und der Arbeitslosigkeit erreicht sind.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik Ursula von der Leyen: Fünf Pleiten und zwei Erfolge
16.09.2026

Der Europäer glaubt nicht, dass er durch die EU besser leben wird. Dieses politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Problem ist in...

DWN
Politik
Politik Strafjustiz am Limit: 1,1 Millionen Strafverfahren auf Halde
16.09.2026

Deutschlands Staatsanwaltschaften kommen mit der wachsenden Zahl neuer Fälle kaum noch hinterher. Zur Jahresmitte 2026 lagen bundesweit...

DWN
Politik
Politik Mecklenburg-Vorpommern: AfD in Umfrage nur zwei Punkte vor SPD
16.09.2026

In wenigen Tagen wählt Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Landtag. Einer neuen Umfrage zufolge könnte sich ein Erfolg für die SPD...

DWN
Politik
Politik Milliardendefizit Arbeitsagentur: Kommt ein kürzerer Arbeitslosengeld-Bezug?
16.09.2026

Ältere sollen weniger lang Arbeitslosengeld beziehen dürfen - das fordern Wirtschaftsverbände und bestimmte Parteien. Doch Forscher...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU will Arbeiten in Europa einfacher machen
16.09.2026

Wer als Europäer in Europa arbeiten will, soll künftig weniger Papierkram und kürzere Wartezeiten haben. Die EU-Kommission will...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft US-Staatsverschuldung: Das gefährliche Spiel mit Inflation und Zinsen
16.09.2026

Die USA sitzen auf einem Schuldenberg von umgerechnet fast 35 Billionen Euro. Nun wächst die Sorge, dass die Fed höhere Inflation dulden...

DWN
Finanzen
Finanzen Wall Street gerät wegen steigender US-Anleiherenditen ins Stocken
15.09.2026

Erfahren Sie, welche globalen Entwicklungen die Aktienmärkte derzeit ausbremsen und warum Anleger jetzt besonders wachsam sein müssen.

DWN
Panorama
Panorama Werden Kippen viel teurer? Tabakbranche warnt vor "Exzess"
15.09.2026

Damit der Bund zusätzliche Einnahmen erzielt, sollen Deutschlands Raucher stärker zur Kasse gebeten werden als bisher. Doch bringt das...