Finanzen

Börsenreport: Finanzwerte im Dax kommen unter die Räder

Der Dax tendiert am Freitag ohne viel Schwung Richtung 15.600 Punkte. Nur der Bankensektor zeigt kräftige Bewegung.
11.06.2021 12:17
Aktualisiert: 11.06.2021 12:17
Lesezeit: 1 min
Börsenreport: Finanzwerte im Dax kommen unter die Räder
Auf Wochensicht liegt der Dax leicht im Minus. (Foto: dpa) Foto: Arne Dedert

Auch am Freitag hat sich die Kaufbereitschaft der Dax-Anleger in Grenzen gehalten. Gegen Mittag notierte der Leitindex mit plus 0,17 Prozent auf 15.597 Punkten. "Dynamik sieht anders aus", schrieb Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets zum aktuellen Handelsgeschehen. "Optimisten und Pessimisten halten sich in Frankfurt auf hohen Niveau weiter die Waage."

Eine Richtungsentscheidung für den Dax war am Donnerstag auch nach den Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB) und den US-Inflationsdaten ausgeblieben. Am Montag dieser Woche hatte der Dax bei 15.732 Punkten noch einen Rekord erreicht. Inzwischen liegt er auf Wochensicht 0,6 Prozent im Minus.

Der MDax für die mittelgroßen Unternehmen gewann am letzten Handelstag der Woche zuletzt 0,26 Prozent auf 33 860,31 Punkte. Der EuroStoxx 50 rückte um 0,4 Prozent vor.

Verkaufsinteresse gab es bei den Aktien von Curevac. Auf Tradegate sackten sie nach einem negativen Medienbericht zu den Regierungsplänen mit dem Impfstoff der Tübinger um fast neun Prozent ab. Angesichts der jüngsten Probleme im Zulassungsprozess für das Corona-Vakzin von Curevac plane Bundesgesundheitsminister Jens Spahn offenbar den Impfstoff nicht mehr für die laufende Impfkampagne ein, hieß es.

Die Aussicht auf vorerst anhaltend niedrige Zinsen drückt laut Börsianern die Finanzwerte ins Minus. Deutsche Bank lagen mit einem Minus von vier Prozent hinten im Dax, Commerzbank mit minus dreieinhalb Prozent an letzter Stelle im MDax. Der Bankensektor zeigte insgesamt Schwäche. D

ie jüngsten geldpolitischen Signale der EZB und die Reaktionen am Kapitalmarkt gaben den Zinshoffnungen der Anleger einen Dämpfer. "Es gibt kaum noch Furcht vor steigender Inflation und steigenden Zinsen," erklärte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Genau diese Sorgen bedeuteten aber Ertragsfantasie für Finanzwerte und gaben ihnen zwischenzeitlich kräftig Auftrieb.

Vorne im Dax waren die Anteile des Kunststoffkonzerns Covestro mit plus 1,1 Prozent, die sich damit auf dem jüngst gesunkenen Kursniveau etwas stabilisierten.

Umstufungen bewegten einige Kurse im MDax. Das Investmenthaus Stifel etwa sprach für K+S eine Kaufempfehlung aus, worauf die Anteile des Düngerproduzenten an der Index-Spitze mit einem Aufschlag von fast siebeneinhalb Prozent reagierten.

Der LED- und Chipindustrieausrüster Aixtron zog auch am Freitag die Anleger auf seine Seite. Nach dem Vortages-Kurssprung um 18,5 Prozent in Folge der Prognoseanhebung des Konzerns legten die Titel auf dem höchsten Niveau seit 2011 um weitere zwei Prozent zu. Weitere Banken erhöhten nun ihre Kursziele.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
Anzeige
DWN
Unternehmen
Unternehmen Rechtliche Stolperfallen bei Unternehmensgründung und Vertragsgestaltung - Was Entscheidungsträger wissen sollten

Die Gründung eines Unternehmens ist ein entscheidender Schritt für Unternehmerinnen und Unternehmer - eine Phase, die sowohl Chancen als...

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt und Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutscher Arbeitsmarkt: Schwache Konjunktur bremst Erholung
08.01.2026

Der deutsche Arbeitsmarkt bleibt trotz langsamer steigender Arbeitslosigkeit durch Konjunkturflaute und strukturelle Probleme belastet,...

DWN
Politik
Politik USA wollen sich für Jahre Zugriff auf Venezuelas Öl sichern
08.01.2026

Präsident Trump meldet Ansprüche auf die gewaltigen Bodenschätze an. Doch die Regierung in Caracas will sich nicht unter Druck setzen...

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie hebt ab: Was hinter dem Aufwärtstrend des DAX-Werts steckt und welche Rolle Venezuela spielt
08.01.2026

Die Rheinmetall-Aktie ist am Donnerstag kräftig nach oben geklettert. Der DAX-Wert setzt damit seine Aufwärtsrally seit Beginn des neuen...

DWN
Finanzen
Finanzen Amazon-Aktie: Warum Anleger zwischen Chance und Risiko abwägen
08.01.2026

Amazon prägt den globalen Technologiemarkt, bleibt an der Börse zuletzt jedoch hinter anderen Konzernen zurück. Handelt es sich dabei um...

DWN
Technologie
Technologie Lego Smart-Brick: Technologischer Meilenstein verändert den Spielwarenmarkt
08.01.2026

Lego befindet sich in einer Phase außergewöhnlicher Marktdynamik und strategischer Neuorientierung. Reicht technologische Innovation aus,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Erholt sich die deutsche Industrie?
08.01.2026

Die deutschen Industrieunternehmen überraschen im November mit einem kräftigen Auftragsschub. Besonders Metallerzeugnisse und der...

DWN
Finanzen
Finanzen Zalando-Aktie: Logistikzentrum Erfurt schließt, 2.700 Jobs betroffen
08.01.2026

Der Berliner Modekonzern Zalando zieht die Reißleine und schließt sein Logistikzentrum in Erfurt. 2.700 Beschäftigte verlieren ihren...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Abfindung verhandeln: Wie Sie das Optimale aus Ihrem Jobverlust herausholen
08.01.2026

Die deutsche Wirtschaft streicht Stellen. Um Jobs abzubauen, bieten Unternehmen Mitarbeitern oft hohe Abfindungen an, um die...