Deutschland

Grüne wollen CO2-Preis beim Heizen und Verkehr von 25 auf 60 Euro erhöhen

Die Grünen bleiben in ihrem Programm zur Bundestagswahl bei der Forderung, den CO2-Preis im Verkehr und beim Heizen im Jahr 2023 auf 60 Euro zu erhöhen, meldet Reuters. Aktuell liegt der CO2-Preis bei 25 Euro.
11.06.2021 20:58
Aktualisiert: 11.06.2021 20:58
Lesezeit: 1 min
Grüne wollen CO2-Preis beim Heizen und Verkehr von 25 auf 60 Euro erhöhen
Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin und Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, und Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, unterhalten sich bei der Bundesdelegiertenkonferenz ihrer Partei. (Foto: dpa) Foto: Kay Nietfeld

Die Grünen bleiben in ihrem Programm zur Bundestagswahl bei der Forderung, den Kohlendioxid-Preis im Verkehr und beim Heizen im Jahr 2023 auf 60 Euro zu erhöhen, meldet Reuters. Antragsteller der Basis scheitern mit dem Antrag, den Preis noch stärker und schneller auf 80 Euro im Jahr 2022 zu erhöhen. Der Verschärfungs-Antrag wurde mit 219 Ja-Stimmen und 473 Nein-Stimmen abgelehnt.

Die Bundesregierung teilt mit: „Bund und Länder einigten sich im Dezember 2019 im Vermittlungsverfahren darauf, den CO2-Preis ab Januar 2021 auf zunächst 25 Euro pro Tonne festzulegen. Danach steigt der Preis schrittweise auf bis zu 55 Euro im Jahr 2025 an. Für das Jahr 2026 soll ein Preiskorridor von mindestens 55 und höchstens 65 Euro gelten. Die entsprechende Gesetzesänderung ist nach Billigung von Bundestag und Bundesrat nun in Kraft getreten und wird ab Januar 2021 gelten.“

Die Parteiführung hat sich in einer ersten Kampfabstimmung zum Wahlprogramm durchgesetzt. Die Delegierten sprachen sich dagegen aus, die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung im Verkehr und beim Heizen ausschließlich in einem Energiegeld an die Bürger zurückzugeben. Stattdessen bleibt es bei dem Vorschlag, dass mit den Einnahmen der Aufschlag auf den Strompreis zur Förderung der Erneuerbaren Energien (EEG-Umlage) verringert wird und zugleich ein Energiegeld finanziert werden soll. Der Antragsteller hatte argumentiert, ein Energiegeld in Höhe von etwa 75 Euro sei zu mickrig. Wenn die kompletten CO2-Einnahmen in voller Höhe in das Energiegeld flössen, könne man an jeden Bürger etwa 200 Euro zurückgeben.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Länderfinanzausgleich: Söder will AfD- und Linke-Ländern Geld streichen
23.10.2026

Mit einer sogenannten "Extremismusklausel" will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mögliche von der AfD oder der Linken geführten...

DWN
Technologie
Technologie Weltweiter Kohlekraft-Ausbau steigt trotz Klimazielen
23.10.2026

Wind- und Solarenergie haben Kohle in vielen Teilen Europas überholt – doch weltweit wächst die Zahl geplanter Kohleprojekte weiter,...

DWN
Immobilien
Immobilien Zinsbindung, Tilgung, Sondertilgung: Die wichtigsten Begriffe der Baufinanzierung erklärt
23.10.2026

Die Hindernisse für den Hauskauf sind höher denn je. Interessierte Käufer müssen gut vorbereitet bei der Bank vorsprechen. Deswegen...

DWN
Immobilien
Immobilien Zins-Bumerang der EZB: Warum der deutsche Wohnungsbau am Boden liegt
23.10.2026

Die Hoffnung auf eine baldige Erholung am deutschen Immobilienmarkt hat im Herbst einen herben Dämpfer erhalten. Während Ökonomen und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stellenabbau bei Volvo: Autohersteller baut nach Verlust 2.500 Jobs ab
23.10.2026

In China bricht der Umsatz von Volvo nahezu um die Hälfte ein, auch in den USA lief es schwach. Wie der Autobauer auf die Krise reagiert -...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU-Verpackungsverordnung wird zur Kostenfalle: Jetzt muss Brüssel seine eigenen Regeln korrigieren
23.10.2026

Eigentlich sollte die EU-Verpackungsverordnung den europäischen Binnenmarkt vereinheitlichen. Doch für kleine Onlinehändler wurde sie...

DWN
Finanzen
Finanzen Größter Verkauf russischen Goldes seit der Finanzkrise 1998: Weitere Tonnen verschwinden aus den Tresoren
23.10.2026

Die neuesten Daten der russischen Zentralbank zeigen, dass die Verkäufe aus den Goldreserven seit Jahresbeginn bereits 62 Tonnen erreicht...

DWN
Technologie
Technologie Energieverbrauch: Wann sich eine Wärmepumpe rechnet
23.10.2026

Eine Wärmepumpe kostet beim Kauf mehr als eine Gasheizung – doch mit Förderung kann sich der Aufpreis auszahlen. Der WWF hat...