Politik

Griechenland: Tausende fordern Ende von Diskriminierung ungeimpfter Bürger

In Griechenland sind am Mittwoch tausende Bürger gegen die Diskriminierung ungeimpfter Bürger auf die Straße gegangen.
16.07.2021 15:00
Aktualisiert: 16.07.2021 15:00
Lesezeit: 1 min

Mehr als 5.000 Menschen haben am Mittwochabend vor dem griechischen Parlament in Athen gegen ein Bündel von Corona-Maßnahmen und Repressionen gegen nicht geimpfte Bürger demonstriert. Wie die Polizei mitteilte, seien auch in Thessaloniki und Heraklion auf Kreta mehrere Hundert Menschen aus demselben Grund auf die Straßen gegangen. Es waren die bislang größten Demonstrationen gegen Repressionen von Ungeimpften in Griechenland, berichtete der Staatsrundfunk.

Die konservative Regierung hatte am Montag angekündigt, dass sich nur noch Geimpfte in den Innenräumen von Gastronomie- und Kulturbetrieben aufhalten dürfen. Beschäftigte im Gesundheitssektor und in der Altenpflege müssen sich zudem künftig verpflichtend impfen lassen - sonst können sie von ihrer Arbeit freigestellt werden. Die Impfpflicht gilt künftig auch für alle Wehrpflichtigen und Berufssoldaten. "Es wird für uns (Verweigerer) immer enger. Wir haben das Recht, uns nicht impfen zu lassen", sagten Demonstranten Reportern vor Ort.

Wie der englischsprachige Dienst von Reuters berichtet, riefen Demonstranten in Athen. "nehmt eure Impfstoffe und verschindet!"

Die Zahl der Neuinfektionen ist in Griechenland in den vergangenen zehn Tagen nach umfassenden Lockerungen in die Höhe geschnellt. Die Ursache sehen Experten vor allem im Nachtleben und bei feiernden Jugendlichen. Aus diesem Grund dürfen die Menschen in Gaststätten ab Donnerstag nur noch sitzen, nicht mehr beisammenstehen oder gar tanzen, und die Betriebe dürfen auch nicht voll besetzt sein. In Stadien haben ebenfalls nur Geimpfte Zutritt.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Investor Felix: Der neue Anleger der DWN stellt sich vor

Wie können Sie ein Vermögen an der Börse aufbauen, wenn Sie weder Erfahrung bei der Aktienanalyse haben noch die Zeit für den...

DWN
Finanzen
Finanzen Fiskalischer Spitzenreiter: Wie Deutschland seinen Bürgern am meisten abknöpft
07.10.2026

Eine Analyse zur Steuerbelastung in Europa zeigt für das Jahr 2026 eine bittere Wahrheit für deutsche Steuerzahler: Die Bundesrepublik...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Wang Fengying von XPeng im Porträt: Eine Chinesin mit amerikanischer Erfolgsgeschichte
07.10.2026

Wang Fengying gehört zu den einflussreichsten Managerinnen der chinesischen Autoindustrie. Bei Great Wall Motor prägte sie Vertrieb,...

DWN
Immobilien
Immobilien Superreiche fliehen aus London: Luxusimmobilien stürzen ab
07.10.2026

Londons Luxusimmobilien verlieren dramatisch an Wert, in manchen Nobelvierteln beträgt das Minus mehr als 25 Prozent. Während die...

DWN
Finanzen
Finanzen Beitragsbemessungsgrenzen 2027: Kranken- und Rentenbeiträge steigen deutlich
07.10.2026

Für Gutverdiener steigen kommendes Jahr die maßgeblichen Beitragsgrenzen in der Kranken- und Rentenversicherung. Besonders deutlich...

DWN
Politik
Politik Nach Landtagswahlen: Mehrheit hält Merz' Kanzlerschaft für gescheitert
07.10.2026

Bundeskanzler Friedrich Merz kommt aus dem Umfragetief nicht heraus, die Mehrheit der Deutschen sieht keine Zukunft für ihn als Kanzler....

DWN
Politik
Politik Festanstellung adé: Verlängerte Befristungen für Arbeitsverträge geplant
07.10.2026

Die Koalition will die sachgrundlose Befristung für Arbeitnehmer verlängern. Eine Befristung des Arbeitsvertrages soll bald vier statt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mercedes-Benz-Aktie nach Absatzrückgang: Einbruch in China hält an
07.10.2026

Der Einbruch des chinesischen Markts sorgt weiter für Absatzrückgänge beim Stuttgarter Autobauer. Hoffnung bereitet allerdings die...