Finanzen

Wachstum bei Firmen-Krediten auch im Juni schwach

Das Wachstum bei den Firmenkrediten in der Euro-Zone ist auch im Juni vergleichsweise schwach geblieben.
27.07.2021 10:46
Lesezeit: 1 min

Das Wachstum bei den Firmenkrediten in der Euro-Zone ist auch im Juni vergleichsweise schwach geblieben. Die Banken vergaben im Juni wie schon im Vormonat 1,9 Prozent mehr Kredite an Unternehmen als vor Jahresfrist, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag mitteilte. Zum Jahresstart hatte das Plus noch bei rund sieben Prozent gelegen. Bei den Juni-Zahlen muss allerdings berücksichtigt werden, dass im vergangenen Jahr auf Grund der ersten Pandemiewelle in Europa die Firmen noch besonders stark nach Darlehen nachgefragt hatten. An Privathaushalte vergaben die Banken im Juni 4,0 Prozent mehr Darlehen als vor Jahresfrist, nach 3,9 Prozent im Mai.

Die EZB hatte auf ihrer Zinssitzung vergangene Woche ihren sehr lockeren Kurs bestätigt. Unter anderem will sie im laufenden Quartal weiterhin deutlich mehr Anleihen im Rahmen ihres Notfall-Programm PEPP kaufen als zu Jahresbeginn. Mit den Käufen wollen die Währungshüter dafür sorgen, dass die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen, Staaten und Haushalte im Euro-Raum in der Virus-Krise günstig bleiben und der Kreditfluss an die Wirtschaft nicht abreißt.

Die Geldmenge M3 erhöhte sich im Juni um 8,3 Prozent. Ökonomen hatten ein Plus von 8,2 Prozent erwartet. Zu M3 zählen unter anderem Bargeld, Einlagen auf Girokonten und Geldmarktpapiere. Volkswirte verfolgen die Entwicklung von M3 genau. Ein starker Anstieg der Messgröße kann auf mittlere bis lange Sicht auf eine höhere Inflation hindeuten.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik "Fröhlichkeit bei der Arbeit": Merz strebt zweite Amtszeit an
19.02.2026

"Alle mal zusammen ins Rad packen": Bundeskanzler Friedrich Merz will, dass die Deutschen mehr arbeiten - und eine zweite Amtszeit.

DWN
Politik
Politik Ukraine vor politischer Weichenstellung: Mögliche Wahlen und Friedensreferendum unter US-Druck
19.02.2026

Unter US-Druck treibt Präsident Wolodymyr Selenskyj Präsidentschaftswahlen und ein mögliches Friedensreferendum in der Ukraine voran....

DWN
Politik
Politik Trump-Friedensrat: Gaza, Entwaffnung und internationale Fronten
19.02.2026

Trump will die Weltpolitik neu ordnen – mit einem eigenen Friedensrat und milliardenschweren Versprechen für Gaza. Wird aus politischer...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell: Ringen um 5.000 Dollar – wie geht die Goldpreis-Entwicklung weiter?
19.02.2026

Der Goldpreis hat nach einer monatelangen Aufwärtsrally einen deutlichen Rücksetzer erlebt. Viele Beobachter verweisen dennoch auf...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Rückkehr zur Präsenzpflicht? Wann die Produktivität im Homeoffice sinkt – und wie Unternehmen dies vermeiden
19.02.2026

Homeoffice ist inzwischen in einigen Branchen selbstverständlich - wird aber oft von Arbeitgebern kritisch beobachtet. Dabei kann die...

DWN
Technologie
Technologie "Tod der E-Zigarette"? Branche warnt vor Verbotsplänen
19.02.2026

Sind E-Zigaretten ein Segen, weil sie Kettenraucher von der klassischen Zigarette wegführen, oder ein Risiko, weil ihr Konsum Schadstoffe...

DWN
Politik
Politik Iran: Wann greift Trump an?
19.02.2026

Die Atomgespräche zwischen Washington und Teheran scheitern erneut. Experten warnen vor einem möglichen militärischen Konflikt, der die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen DB Cargo-Stellenabbau: 6.200 Jobs fallen bei Deutsche Bahn-Tochter weg
19.02.2026

Fast jede zweite Stelle soll weg – DB Cargo steht vor einem historischen Einschnitt. Der neue Chef setzt alles auf eine Karte, denn...