Wirtschaft

Russland rüstet bei Atom-Energie auf - und steckt weitere Milliarden in neue Kernkraftwerke

Russland setzt auf Atomkraft. Und pumpt weitere Milliarden Euro in sein laufendes Programm.
04.08.2021 15:00
Aktualisiert: 04.08.2021 15:17
Lesezeit: 1 min
Russland rüstet bei Atom-Energie auf - und steckt weitere Milliarden in neue Kernkraftwerke
Ein deutscher Aktivist, der ausnahmsweise mal die Kernkraft unterstützt. Ein Land, das vollständig darauf setzt, ist Russland. (Foto: dpa) Foto: Jonas Walzberg

Russland stockt sein Programm für Atomstrom weiter auf: Wie die russische Tageszeitung "Kommersant" berichtet, wird der laufende Plan bis 2030 verlängert, der ursprünglich nur bis 2024 laufen sollte. Staatspräsident Wladimir Putin hat dem Vorschlag des staatlichen Atomkonzerns Rosatom zugestimmt und die Regierung mit der Umsetzung des Projektes beauftragt. Es geht um das Programm RTTN, das seit Jahresanfang gilt.

Dabei sollen die finanziellen Mittel um 119 Milliarden Rubel (1,4 Milliarden Euro) auf 553 Milliarden Rubel (fast 6,4 Milliarden Euro) aufgestockt werden. Das Geld wird zusätzlich aus dem Haushalt aufgebracht.

“Wir arbeiten jetzt mit der Regierung an einem Plan, um die Finanzierung unseres umfassenden Programms auszuweiten und es bis 2030 zu verlängern”, sagte Alexej Lichatschow, der Chef des russischen AKW-Unternehmens Rosatom.

Moskau will zwei neue Reaktorblöcke, einen Testreaktor sowie eine Serie kleinerer AKW errichten sowie die Forschung dafür vorantreiben. Sein Erfolg ist ein wichtiger Fingerzeig, wie sich die Produktion des Atomstroms in Russland entwickelt. Darüber hinaus hat es für den Weltmarkt Bedeutung, weil Russland ein wichtiger Hersteller dieser Energieform sein will.

Das Land hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 am globalen Markt für kleinere Kraftwerke zu kontrollieren. Dafür braucht Russland allerdings noch die Unterstützung internationaler Organisationen, die die Kernkraft als geeignetes Mittel beim Kampf gegen den Klimawandel anerkennen müssen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: KI-Aktien im Fokus, während die Wall Street im Minus bleibt
23.10.2026

Spannung an den Finanzmärkten: Warum Technologiewerte und Rohstoffe die Anleger derzeit in Atem halten.

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Erfolgreich mit Bio-Erdnüssen: Zwei Bauern sparen mit KI 90 Prozent der Arbeitskosten
23.10.2026

Trockenheit wird für Europas Landwirtschaft zum immer größeren Problem. Zwei Brüder aus Österreich reagieren darauf mit einer...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Firma gründen in 24 Stunden: Was jetzt wirklich möglich ist – und was nicht
23.10.2026

Ein eigenes Unternehmen an nur einem Tag gründen: Das neue Bundesportal G24 soll dem behördlichen Zickzackkurs ein Ende setzen. Seit Ende...

DWN
Finanzen
Finanzen Größter Verkauf russischen Goldes seit der Finanzkrise 1998: Weitere Tonnen verschwinden aus den Tresoren
23.10.2026

Die neuesten Daten der russischen Zentralbank zeigen, dass die Verkäufe aus den Goldreserven seit Jahresbeginn bereits 62 Tonnen erreicht...

DWN
Finanzen
Finanzen Warum Frankreich weniger Schulden hat als die USA, dafür aber härter bestraft wird
23.10.2026

Die neuesten Eurostat-Daten für das zweite Quartal zeigen, dass die französische Staatsverschuldung im Verhältnis zur...

DWN
Politik
Politik Bundeswehr: Wehrdienst-Fragebogen ignoriert? Dann droht ein Bußgeld
23.10.2026

Seit Januar werden in Deutschland junge Menschen ab 18 von der Bundeswehr zu ihrer Bereitschaft eines möglichen Wehrdiensts angeschrieben....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft DWN-Podcast Folge 48: Die Woche im Rückblick – KW 43
23.10.2026

Unser neuer Podcast ist da: Die ganze Woche in wenigen Minuten. Der DWN-Wochenrückblick bringt die Themen, die zählen – eingeordnet,...

DWN
Politik
Politik Länderfinanzausgleich: Söder will AfD- und Linke-Ländern Geld streichen
23.10.2026

Mit einer sogenannten "Extremismusklausel" will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mögliche von der AfD oder der Linken geführten...