Deutschland

Materialengpass auf dem Bau geht leicht zurück

Dem ifo-Institut zufolge geht der Materialengpass im Baugewerbe leicht zurück.
09.08.2021 14:32
Aktualisiert: 09.08.2021 14:32
Lesezeit: 1 min
Materialengpass auf dem Bau geht leicht zurück
Bauarbeiter errichten bei Sonnenaufgang ein Gebäude am Kronberg. (Foto: dpa) Foto: Julian Stratenschulte

Der Materialengpass auf dem Bau hat sich geringfügig abgemildert, so das ifo-Institut. Das geht aus den Umfragen des ifo Instituts hervor. Im Juli meldeten 48,8 Prozent der Betriebe auf dem Hochbau, ihre Geschäfte hätten unter Lieferverzögerungen bei Vorprodukten gelitten. Im Juni waren es 50,4 Prozent. Im Tiefbau waren 33,9 Prozent der Betriebe betroffen, nach 40,5 Prozent im Vormonat.

„Dadurch steigen die Kosten und das setzt insbesondere die Hochbauunternehmen unter Druck. Hier plant jedes zweite Unternehmen, die Baupreise in den nächsten Monaten zu erhöhen“, sagt ifo-Forscher Felix Leiss. Auch im Tiefbau sind Preisanhebungen geplant, dies jedoch weit seltener.

„Gegenüber dem Vormonat ist eine gewisse Entspannung zu beobachten. Die in den Vormonaten extrem gestiegenen Schnittholzpreise begannen sich zu normalisieren. Dennoch bleiben viele Materialien knapp und damit teuer. Es fehlt an Stahl, synthetischen Dämmmaterialien und anderen Kunststoffprodukten“, sagt Leiss. „Wir sehen das auch im Großhandel, wo vielerorts über Lieferprobleme geklagt wird. Beim Holz und bei den Baustoffen meldeten 74,4 Prozent der Händler Engpässe. Bei Metall- und Kunststoffwaren für Bauzwecke sogar 91,6 Prozent. Das treibt die Preise.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik AfD-Erfolg: Warum sind extreme Optionen so beliebt?
16.09.2026

Wenn etablierte Parteien über Wahlergebnisse erschrecken, sagt das nicht nur etwas über die Wähler aus. Es sagt auch viel über eine...

DWN
Panorama
Panorama Bildungsstudie: Sachsen beim Länderranking wieder an der Spitze
16.09.2026

Auch in diesem Jahr wird Sachsen in einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft wieder zum Bildungssieger des Landes erklärt. Der...

DWN
Politik
Politik Bedrohungen durch Russland: Von der Leyen will eigenen Artikel 4 für die EU
16.09.2026

Leipziger Sprengstoffdrohne als mahnendes Beispiel: Reicht die Nato aus, um die Sicherheit Europas zu gewährleisten?...

DWN
Politik
Politik Mecklenburg-Vorpommern: AfD in Umfrage nur zwei Punkte vor SPD
16.09.2026

In wenigen Tagen wählt Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Landtag. Einer neuen Umfrage zufolge könnte sich ein Erfolg für die SPD...

DWN
Finanzen
Finanzen Rüstungsaktien: Europas Aufrüstung macht Anleger reich
16.09.2026

Rüstungsaktien haben Anlegern seit Anfang 2025 enorme Gewinne beschert, manche Titel haben ihren Wert nahezu verdoppelt. Trotzdem setzen...

DWN
Politik
Politik Düstere Botschaft aus Kiew: Putin will Krieg führen, bis er stirbt
16.09.2026

Dmytro Kuleba war bis September 2024 Außenminister der Ukraine. Jetzt warnt er Europa vor Illusionen über Russland. Putin werde Krieg...

DWN
Politik
Politik Milliardendefizit Arbeitsagentur: Kommt ein kürzerer Arbeitslosengeld-Bezug?
16.09.2026

Ältere sollen weniger lang Arbeitslosengeld beziehen dürfen - das fordern Wirtschaftsverbände und bestimmte Parteien. Doch Forscher...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Onboarding neuer Mitarbeiter: Darauf kommt es an
16.09.2026

Die Vorstellungsgespräche sind geschafft, es wurde sich für einen passenden Bewerber entschieden und dieser hat ebenfalls zugesagt. Damit...