Deutschland

Spahn wird kreativ: Leiten neue Corona-Kennzahlen aus letzten Wellen ab

Bund und Länder beraten nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) über neue Kennzahlen zur Beurteilung der Corona-Lage in Deutschland. „Wir können sie ableiten aus den letzten zwei Wellen“, so Spahn.
24.08.2021 13:32
Aktualisiert: 24.08.2021 13:32
Lesezeit: 1 min

Bund und Länder beraten nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) über neue Kennzahlen zur Beurteilung der Corona-Lage in Deutschland. „Wir haben ja Erfahrungswerte aus dem letzten Winter, etwa aus Dezember, Januar, wo wir eine sehr, sehr starke Belastung in den Kliniken hatten“, sagte Spahn am Dienstag im Interview bei „Welt“. Gemeinsam mit den Ländern schaue man sich jetzt an, was die richtigen Kennziffern für weiteres Handeln seien. „Wir können sie ableiten aus den letzten zwei Wellen.“

Spahn hatte angekündigt, dass der bisherige Inzidenzwert von 50, der noch im Infektionsschutzgesetz als Richtwert für schärfere Maßnahmen verankert ist, ausgedient habe. Das Gesetz wird demnach nun geändert, meldet die dpa. Künftig soll die Zahl der Krankenhausaufnahmen wegen Covid-19 entscheidend sein.

Der Gesundheitsminister rief erneut zum Impfen auf. Noch sei die Zahl der Ungeimpften so groß, dass es im Falle einer sehr schnellen Ansteckung immer noch eine Belastung des Gesundheitswesens geben könne. „Im Moment sehen wir eine Pandemie der Ungeimpften.“ Mehr als 90 Prozent der Intensivpatienten mit Covid-19 seien nicht geimpft.

Wer zwischen den Zeilen liest, wird erahnen können, was der Bundesgesundheitsminister diesmal vorhat.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Silberstreif am Horizont: Dienstleister in der Eurozone überraschen positiv
03.07.2026

Die Stimmung im Dienstleistungssektor der Eurozone hat sich im Juni deutlicher aufgehellt als von Experten prognostiziert. Dank eines...

DWN
Finanzen
Finanzen Wall Street im KI-Rausch: US-Techriesen hängen Deutschland ab
03.07.2026

Die Dominanz der USA an den globalen Aktienmärkten nimmt drastisch zu. Angetrieben vom anhaltenden KI-Boom besetzen amerikanische Konzerne...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Experten-Interview: Führungskräfte scheitern oft beim Aufbau eines starken Teams – sie kennt das Rezept
03.07.2026

Vanessa Druskat ist Psychologin, Spitzenforscherin, Autorin und Expertin dafür, wie man ein dysfunktionales Team am Arbeitsplatz wieder...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Wenn die Abfindung für Entlassene bis zu 100.000 Euro betragen kann
03.07.2026

Vorstandsvorsitzender Oliver Blume ist überzeugt, dass Volkswagen nach den Entlassungen und der Schließung von vier Werken ein...

DWN
Politik
Politik Gasspeicher Europa: Der Winter wird zum neuen Stresstest für die Wirtschaft
03.07.2026

Europas Gasspeicher füllen sich langsamer als geplant, ausgerechnet vor dem nächsten Winter. Analysten warnen vor dem niedrigsten...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Massenproteste bei Mercedes: IG Metall kündigt „heißen Sommer“ für Autobranche an
03.07.2026

Die Fronten in der Automobilindustrie verhärten sich: Tausende Beschäftigte von Mercedes-Benz wollen am heutigen Freitag bundesweit gegen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Rheinmetall- Aktie nach Projekt-Dämpfer: Prognosen stehen auf dem Prüfstand
03.07.2026

Nach dem überraschenden Rückschlag bei einem Großprojekt sortiert sich der Rüstungskonzern Rheinmetall neu. Weil das Volumen beim...

DWN
Politik
Politik Streit um Krankenscheine: Kassen-Chef warnt vor Chaos in den Praxen
03.07.2026

Die Koalition will den hohen Krankenstand in Deutschland bekämpfen und fordert das Attest künftig schon ab Tag eins. Doch DAK-Chef...