Politik

Röttgen: Die Grünen tragen Mitschuld an Katastrophe in Afghanistan

Der CDU-Politiker Norbert Röttgen hat die Beendigung des Afghanistan-Einsatzes als Katastrophe bezeichnet. Doch die Grünen würden eine Mitschuld tragen, weil sie für den Abzug gestimmt hätten.
25.08.2021 14:23
Aktualisiert: 25.08.2021 14:23
Lesezeit: 1 min

Im Bundestag findet eine Sondersitzung zur Afghanistan-Krise statt. Der Außenpolitiker der CDU, Norbert Röttgen, hat die Beendigung des Einsatzes scharf kritisiert.

„Die Katastrophe bestehe darin, dass der Afghanistan-Einsatz beendet wurde. „Und die Grünen haben für die Beendigung gestimmt (…) Wir haben erneut und wieder erlebt – europäische Ohnmacht. Und wenn es ein nationales gibt, Konsequenzen zu ziehen (…) aus dem Versagen, die wir erlebt haben, ist es, dass wir unsere europäische Ohnmacht beenden müssen“, so Röttgen.

Röttgen weiter: „Wir brauchen einen politischen Willen der Europäer. Wir müssen handeln. Also muss deutsche Außenpolitik mit anderen Staaten aktiv werden. Deutschland brauche bessere militärische Fähigkeiten als Teil der Außenpolitik.“

Der CDU-Politiker sagte, dass deutsche Interessen und Werte eben auch militärisch abgesichert werden müssen. Daran führe kein Weg vorbei. Röttgen betonte auch, dass Europa nicht nur als Verbündeter der USA, sondern auch in den Fällen, wo es einen Dissens zwischen beiden Seiten gibt, geschlossen auftreten muss.

Mehr zum Thema:

Der Sieg der Taliban wird einen Flächenbrand auslösen, der bis nach Europa reicht

Europa reagiert: Frankreich baut Tadschiken als Gegengewicht zu den Taliban auf

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

DWN
Finanzen
Finanzen Poker um EZB-Spitze: Wer folgt auf Christine Lagarde?
08.11.2026

Die Eurostaaten suchen nach einem neuen Präsidenten für die Europäische Zentralbank. Schon in wenigen Tagen könnte über die Nachfolge...

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Kauft zyklische und nukleare Aktien
08.11.2026

Technologieaktien hinken dem breiten Markt seit fast einem Vierteljahrhundert nicht mehr so stark hinterher. Nach einem langen Boom um...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Weiterbildung im Reformstau: Deutschlands Unternehmen droht eine Kompetenzlücke
08.11.2026

Digitalisierung, Energiewende und demografischer Wandel verändern die Anforderungen an Beschäftigte. Doch Deutschlands...

DWN
Politik
Politik Erschreckende Expertenwarnung: Die Welt schlafwandelt in Richtung Dritter Weltkrieg
08.11.2026

Gideon Rachman ist außenpolitischer Chefkommentator der Financial Times und hat gerade ein neues Buch mit einem beunruhigenden Titel...

DWN
Panorama
Panorama Lebensverlängerung für Hunde: Neue Pille schenkt dem besten Freund des Menschen weitere gute Jahre
08.11.2026

In den USA arbeitet das Unternehmen Loyal an der Markteinführung einer lebensverlängernden Pille für Hunde. Zwei Tierärzte weisen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Big Brother: Wie Unternehmen KI zur Überwachung ihrer Mitarbeiter einsetzen
08.11.2026

Vom Mithören von Telefongesprächen über die Bewertung von Mitarbeitern bis hin zu Empfehlungen für Gehaltserhöhungen: Co-op, Walmart,...

DWN
Finanzen
Finanzen Wall Street: Die Börsenroboter können sich nachts frei bewegen
08.11.2026

Die Wall Street könnte sich bis Anfang Dezember in ein nahezu rund um die Uhr geöffnetes Börsencasino verwandeln. Mehrere US-Börsen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Importpreise steigen um 10,4 Prozent: Energie verteuert Deutschlands Produktion
08.11.2026

Deutschlands Importpreise sind im September so stark gestiegen wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Besonders Energie und industrielle...