Politik

Polen will Grenze zu Belarus dauerhaft befestigen

Polen plant an seiner Grenze zu Belarus den Bau einer fester Barriere.
13.10.2021 11:34
Aktualisiert: 13.10.2021 11:34
Lesezeit: 1 min

Polen will seine Grenze zu Belarus dauerhaft befestigen. Hintergrund ist der wachsende Andrang von Migranten aus Krisengebieten, die über Belarus illegal in die EU einreisen wollen. Geplant sei der Bau einer "soliden, hohen Barriere, die mit einem Überwachungssystem und Bewegungsmeldern" ausgerüstet werde, sagte Innenminister Mariusz Kaminski über das Projekt, das die Regierung am Dienstagabend verabschiedet hat. Es muss nun noch vom Parlament gebilligt werden. Dort hat die nationalkonservative Regierungspartei PiS zwar keine Mehrheit mehr, ein positives Votum ist aber dennoch wahrscheinlich.

Die Regierung in Warschau beschuldigt den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Flüchtlinge aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen. Lukaschenko hatte Ende Mai angekündigt, sein Land werde Migranten nicht mehr an der Weiterreise in die EU hindern - als Reaktion auf verschärfte westliche Sanktionen.

Polen hat bereits Ende August mit dem Bau eines provisorischen Zauns entlang der Grenze zu Belarus begonnen. Dabei handelt es sich um einen Stacheldrahtverhau von etwa 2,50 Metern Höhe, der von Soldaten der polnischen Armee errichtet wird.

Dieser soll nun durch den Bau einer dauerhaften Befestigung ersetzt werden. Polnische Regierungsvertreter sprechen von einer "Barriere" oder "Sperre" - das Wort Mauer vermeiden sie. Für das Projekt ist ein Etat von umgerechnet 366 Millionen Euro vorgesehen. Die Aufsicht über den Bau soll der polnische Grenzschutz haben.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Expo 2035 in Berlin-Brandenburg: Ost-Wirtschaft fordert Weltausstellung
09.02.2026

Die ostdeutsche Wirtschaft macht mobil: 15 Industrie- und Handelskammern fordern die Ausrichtung der Expo 2035 in der Hauptstadtregion. Ein...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Markenstreit eskaliert: Ritter Sport kämpft weiter um das Schoko-Quadrat
09.02.2026

Der Schokoladenhersteller Ritter Sport setzt den juristischen Feldzug gegen einen quadratischen Haferriegel aus Mannheim fort und zieht vor...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Mittelstand setzt auf „Made in Germany“: Rückzug vom US-Geschäft:
09.02.2026

Angesichts drohender US-Zölle forcieren deutsche Mittelständler eine Rückbesinnung auf den heimischen Markt und europäische...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Netzpaket 2026: Heftige Kritik an Reiches Ökostrom-Reform
09.02.2026

Wirtschaftsministerin Reiche will den Netzausbau und die Erneuerbaren Energien synchronisieren, um Kosten zu senken. Doch die Pläne...

DWN
Politik
Politik MSC-Sicherheitsreport 2026: Experten warnen vor „Politik mit der Abrissbirne“
09.02.2026

Kurz vor dem Start der 62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) zeichnet der neue Sicherheitsbericht ein düsteres Bild der Weltlage....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Playmobil schließt Werk in Deutschland: Mit Stellenabbau aus der Krise?
09.02.2026

Nach Jahren der Krise sieht Playmobil eine Trendumkehr: Sprechende Figuren, Fußball, Wrestling und Barbie – sollen neue Zielgruppen...

DWN
Politik
Politik Grundrente im Kampf gegen Altersarmut: Über eine Million Deutsche betroffen
09.02.2026

Ein kleiner Betrag mit großer Wirkung: Rund 1,1 Millionen Menschen in Deutschland profitieren aktuell von der Grundrente. Eine neue...

DWN
Finanzen
Finanzen Unicredit-Aktie auf Rekordkurs: Milliardengewinne und Mega-Dividenden bis 2028
09.02.2026

Die italienische Großbank Unicredit setzt ihren rasanten Wachstumskurs fort. Mit ambitionierten Gewinnzielen bis 2028 und Versprechen...