Politik

Großbritannien droht Frankreich mit Festsetzen weiterer Fischer-Boote

Im Fischerei-Streit droht Großbritannien mit der Festsetzung weiterer französischer Boote.
29.10.2021 10:23
Aktualisiert: 29.10.2021 10:23
Lesezeit: 1 min

Im Fischerei-Streit droht Großbritannien mit der Festsetzung weiterer französischer Boote. Ein solches Vorgehen sei der britischen Regierung immer möglich, sollte Frankreich seinerseits dies weiterhin mit britischen Schiffen tun, sagte Umweltminister George Eustice am Freitag der BBC. „Wir behalten uns natürlich vor, angemessen zu reagieren.“ Die britische Regierung konzentriere sich aber darauf, das Problem mit der EU-Kommission und die französische Botschafterin in London zu lösen. Diese war am Donnerstagabend für diesen Freitag einbestellt worden. Sie solle die unverhältnismäßigen Drohungen erklären, die es gegen die britische Seite und die Kanalinsel gegeben habe, hatte die Regierung in London erklärt.

Frankreich hatte zuletzt den britischen Kutter „Cornelis Gert Jan“ festgesetzt und ein zweites Boot verwarnt, weil sie ohne Lizenz in französischen Gewässern unterwegs gewesen seien. Die Regierung in Paris hatte zuvor Vergeltung dafür angekündigt, dass französische Fischer nicht die garantierten Lizenzen erhalten hätten, um in britischen Gewässern zu fischen. Erwogen wird auch, Stromexporte nach Großbritannien zu kappen. Ab 2. November könnten zudem zusätzliche Zollkontrollen für britische Waren eingeführt werden.

Der französische Agrarminister Julien Denormandie sagte dem Fernsehsender France 2, es habe keine Fortschritte bei den Gesprächen mit Großbritannien über Fischereilizenzen für die Zeit nach dem Brexit gegeben. Es sei richtig, dass Frankreich Sanktionen gegen Großbritannien in Betracht ziehe. EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton erklärte, er verstehe Frankreichs Position in dem Streit und auch seine Verzweiflung. Die Europäische Kommission unterstütze das Mitgliedsland von Anfang an.

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