Technologie

Hamburg bestellt erste Landstromversorgung für Containerschiffe

Von 2023 sollen die ersten Containerschiffe im Hamburger Hafen mit Landstrom versorgt werden. Begründet wird dies mit guter Luft und Klima.
05.11.2021 16:56
Aktualisiert: 05.11.2021 16:56
Lesezeit: 1 min

Von 2023 sollen die ersten Containerschiffe im Hamburger Hafen mit Landstrom versorgt werden. Die Landstromanlagen sollen an den Containerterminals Tollerort und Burchardkai entstehen; der entsprechende Auftrag wurde an den Technologiekonzern Siemens vergeben, der bereits die vor fünf Jahren eingeweihte Landstromanlage für Kreuzfahrtschiffe in Altona geliefert hatte. Dies teilte die Hafenbehörde der Hansestadt am Freitag mit. In der Kreuzschifffahrt kommt die Ausrüstung der Kaianlagen mit Landstromanlagen allmählich voran, im Containerverkehr ist es noch nicht so weit.

Landstrom gilt unter anderem als wichtiger Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität in der Schifffahrt. Bislang lassen viele Seeschiffe im Hafen ihre Motoren weiter laufen, um sich mit Strom zu versorgen - mit entsprechenden Abgasen und CO2-Emissionen. «Mit dem Ausbau der Landstromversorgung für die Containerschifffahrt gehen wir einen wichtigen Schritt bei der Dekarbonisierung des Hamburger Hafens und tragen weiter dazu bei, die Luftqualität in der Stadt nachhaltig zu verbessern», sagte der Chef der Hafenbehörde HPA, Jens Meier.

Bei großen Container- und Kreuzfahrtschiffen werden nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums Leistungen in der Größenordnung zwischen 4 und 16 Megawatt abgerufen, was etwa dem Strombedarf kleinerer Städte entspreche. Die Bundesregierung hatte bis 2023 den Bundesländern 176 Millionen Euro Finanzhilfen für die Errichtung von Landstromanlagen in See- und Binnenhäfen zur Verfügung stellt. Neben den entsprechenden Anlagen an Land müssen auch die Schiffe für die Nutzung von Landstrom ausgerüstet sein.

Die wichtigsten Seehäfen im nördlichen Europa hatten sich im Frühsommer darauf verständigt, dass sie gemeinsam die Versorgung großer Containerschiffe mit Landstrom vorantreiben wollen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: KI-Aktien erhalten Auftrieb nach positivem Auftakt der Berichtssaison
21.10.2026

Neue Rekordhochs und überraschende Bilanzen: Erfahren Sie, welche Entwicklungen die US-Märkte aktuell beflügeln.

DWN
Finanzen
Finanzen Die Schuldenbombe unter der Motorhaube der KI tickt immer lauter. Wo könnte es zuerst krachen?
21.10.2026

Investoren zahlen immer höhere Preise für Schutz vor Zahlungsausfällen. Entscheidend wird sein, wer die Verluste trägt, falls die...

DWN
Finanzen
Finanzen Analyse: Bei der Luxusaktie zeichnet sich eine Wende ab
21.10.2026

Nach mehreren Jahren schwacher Verkäufe und sinkender Gewinne sind die Erwartungen an den Luxuskonzern deutlich zurückgegangen. Die...

DWN
Politik
Politik Europa wird zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt von einem politischen Sturm erschüttert
21.10.2026

Europa müsste gleichzeitig seinen größten Haushalt beschließen, die Ukraine stützen und dem wachsenden Druck aus den USA, Russland und...

DWN
Technologie
Technologie In Lettland wurde ein neues Gerät zum Bitcoin-Mining für zu Hause entwickelt – Bitcube
21.10.2026

Das Technologieunternehmen Power Mining hat Bitcube auf den Markt gebracht, ein in Lettland entwickeltes Gerät zum Bitcoin-Mining für den...

DWN
Immobilien
Immobilien Blaupause oder teures Experiment? Berlins historischer Anlauf zur Vergesellschaftung
21.10.2026

Linke, Grüne und SPD in Berlin haben ihre Sondierungen beendet und wollen Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Der entscheidende Knackpunkt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Handelskrieg mit China vermeiden: Merz fordert Fairness statt Eskalation
21.10.2026

Die EU will sich stärker gegen unfaire Handelspraktiken schützen. Bundeskanzler Friedrich Merz betont jedoch, dass es dabei nicht um...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ukraine-Wirtschaft schwächelt: Experten senken Wachstumsprognose deutlich
21.10.2026

Die massiven russischen Angriffe verschlechtern die wirtschaftlichen Aussichten der Ukraine spürbar. Das Wiener Institut für...