Finanzen

Autowerte pushen deutschen Leitindex

Die Börse bewegt sich zwar nicht viel. Doch gibt es heute wieder sehr viele Veranstaltungen, die Impulse bringen.
09.11.2021 11:29
Aktualisiert: 09.11.2021 11:29
Lesezeit: 1 min
Autowerte pushen deutschen Leitindex
Nachmittags spricht erneut Lagarde. Gibt es Neues zum Konjunkturprogramm? (Foto: dpa)

Der deutsche Leitindex hat bis 11.30 Uhr 0,3 Prozent auf 16.088 Punkte erreicht.

Continental und die anderen Autowerte waren im Fokus. So hat die Aktie des Automobilzulieferers 3,9 Prozent auf 106,20 Euro gewonnen. Das Unternehmen hat einen Auftrag von einer Milliarde Euro erhalten. Es soll neuartige Displays für den Autoinnenraum liefern. Zum Vergleich: 2020 erwirtschafte Continental einen Umsatz von fast 38 Milliarden Euro.

Im Sog des Papiers legten auch Daimler 0,9 Prozent auf 87,80 Euro, und Volkswagen verbuchte ein Plus um 0,3 Prozent auf 188,90. Zudem verzeichnete BMW einen Gewinn von 0,1 Prozent auf 91,29 Euro. Lediglich Porsche fiel mit einem Minus von 0,6 Prozent auf 86,90 Euro etwas ab. Der Hersteller hat zwar im dritten Quartal den Gewinn steigern können, ohne dass dies die Anleger honoriert hätten.

Darüber hinaus ignorierte die Börse schwache Zahlen vom deutschen Außenhandel im September: Die Exporte gingen gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten mit einer Stagnation gerechnet. Bereits im Vormonat waren die Ausfuhren gefallen. Die Importe erhöhten sich im September um 0,1 Prozent. Die Handelsbilanz wies einen Überschuss von 16,2 Milliarden Euro auf.

Aus europäischer Sicht geht heute Nachmittag um 14 Uhr eine bedeutsame Veranstaltung der EZB-Bankenaufsicht über die Bühne. Dann wird die Chefin der Einrichtung, Christine Lagarde, eine Grußbotschaft verkünden. Ob es neue Aussagen zur Pandemiepolitik der Bank geben wird, ist allerdings fraglich.

Zudem sollten sich die Anleger wieder einige wichtige Termine auf ihrem PC notieren, die mittags beziehungsweise nachmittags in den USA stattfinden. So wird dort um 12 Uhr MEZ der Geschäftsklima-Index kleinerer Unternehmen publiziert, den die volkswirtschaftliche Einrichtung NFIB Research Foundation erstellt. Die Ökonomen gehen davon aus, dass im Oktober der Wert bei 98 gelegen hat. Sollten die Experten Recht behalten, hätte sich die Stimmung unter den US-Managern weiter verschlechtert, da im Vormonat das Niveau 99,1 betragen hat. Im August war sogar noch höher gewesen – nämlich 100.

Zusätzlich veröffentlichen um 14.30 Uhr MEZ die Verantwortlichen die Erzeugerpreis-Indizes für den zehnten Monat. Die Ökonomen rechnen mit einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,7 Prozent. Im Vormonat hatte es ein Plus um 8,6 Prozent gegeben.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Inflation und Deflation zugleich - Wohin steuert das Finanzsystem?

Die wirtschaftlichen Signale aus den USA, China und Europa werden widersprüchlicher. Während der Preisdruck nachlässt, verliert der...

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Adieu Frankreich, adieu Deutschland: Wohin Europas Reiche ziehen
14.08.2026

Politische Unsicherheit, hohe Steuern: Das sind die wichtigsten Gründe, warum Reiche die zwei stärksten Länder Europas verlassen. Wohin...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Sandisk und Reddit glänzen trotz wachsender Konjunktursorgen
14.08.2026

Erfahren Sie, welche Dynamiken die Wall Street bewegen und warum ausgewählte Einzelwerte den trüben Konjunktursignalen trotzen.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft BMW-Werk Dingolfing rüstet auf für den entscheidenden Kampf um die Autozukunft
14.08.2026

Tausende Roboter, 280.000 Autos im Jahr und eine neue Batteriefabrik sollen BMWs größten europäischen Produktionsstandort zukunftsfähig...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Solarstrom-Produktion unter Druck: Wie sicher ist Deutschlands Stromnetz wirklich?
14.08.2026

Eine Sonnenfinsternis reicht aus, um Europas Solarstrom-Produktion binnen kurzer Zeit massiv zu drücken und die Strompreise nach oben...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Volvo ES90 im Test: Ein guter Grund, den Deutschen Lebewohl zu sagen?
14.08.2026

Der Volvo ES90 ist kein Elektroauto für Käufer, die möglichst günstig in die Premiumklasse einsteigen wollen. Doch wer Komfort,...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt ECS Energiemakler: Wenn die Stromrechnung Fragen aufwirft
14.08.2026

Strom und Gas sind für viele Unternehmen heute mehr als ein einfacher Einkaufsposten. Sie sind ein Bereich, in dem Preise, Netzentgelte...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ferrari Luce: Erst verspottet, jetzt reißen sich Käufer um den Elektro-Ferrari
14.08.2026

Der Ferrari Luce provozierte Fans, verunsicherte Anleger und ließ Zweifel an Ferraris Elektrostrategie wachsen. Nun ist das Verkaufsziel...

DWN
Panorama
Panorama Konsumflaute trifft Camping-Boom: Jetzt mobile Kaffeemaschinen kaufen und bares Geld sparen!
14.08.2026

Camping boomt, Reisen bleibt beliebt – doch gleichzeitig sitzt das Geld bei vielen Verbrauchern nicht mehr so locker. Genau in diesem...