Deutschland

Lauterbach rechnet mit schwerer Omikron-Welle zum Jahreswechsel

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet zum Jahreswechsel mit einer großen Welle der ansteckenderen Coronavirus-Variante Omikron auch in Deutschland.
23.12.2021 15:06
Aktualisiert: 23.12.2021 15:06
Lesezeit: 1 min

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnet zum Jahreswechsel mit einer großen Welle der ansteckenderen Coronavirus-Variante Omikron auch in Deutschland. „Eine große, schnelle Welle haben wir noch nicht. Das wird sich ändern zum Jahreswechsel und in der ersten Januar-Woche“, mahnte Lauterbach am Donnerstag bei WDR 2. In einigen europäischen Ländern wie in Großbritannien ist die Omikron-Variante bereits vorherrschend.

Mehr zum Thema: Prognose – Harter Lockdown im Januar: Nur Apotheken und Geschäfte des täglichen Bedarfs bleiben offen

In der dreistündigen Sendung „Morgenmagazin“ seines Heimatsenders beantwortete der 58 Jahre alte Kölner viele Fragen von Radio-Hörerinnen und Hörern rund um die Themen Corona und Impfen.

Lauterbach geht davon aus, dass es mit den derzeit forcierten Booster-Impfungen nicht getan sein wird. „Ich persönlich würde von einer vierten Impfung ausgehen“, sagte er. Dies sei aber noch nicht wissenschaftlich belegt. „Was wir sicher wissen, ist, dass wir eine Booster-Impfung benötigen.“ Mit den Auffrischungsimpfungen könne man „70 bis 80 Prozent der symptomatischen Krankheitsfälle verhindern“, betonte der Minister. „Später im Laufe des Jahres“ sei wahrscheinlich eine vierte Impfung notwendig, die speziell auf die Omikron-Variante abgestimmt sei.

Die häufig gestellte Frage, ob künftig immer weitere Impfungen notwendig seien, könne er noch nicht seriös beantworten. „Das wird davon abhängen, wie lange die Booster-Impfung wirkt. Zur Impfroutine kann man noch nichts sagen“, meinte Lauterbach. Daher lasse sich auch nicht prognostizieren, wie es mit Corona in einem Jahr aussehe. „Das weiß niemand. Das wäre ein Blick in die Kristallkugel. Ich gehe aber davon aus, dass sich neue Varianten bilden werden. Ob sie gefährlicher werden, kann niemand sagen“, so der Mediziner. Man müsse sich auf jeden Fall „Flexibilität“ bewahren und die Maßnahmen ständig an die jeweiligen Entwicklungen und neuen medizinischen Erkenntnisse anpassen.

Lauterbach freut sich nun auf das Weihnachtsfest im Kreise der Familie. Die sei in letzter Zeit „viel zu kurz gekommen“, räumte der Politiker angesichts des derzeit unermüdlichen Arbeitseinsatzes als Gesundheitsminister ein. Weder zu Weihnachten noch zu Silvester plane er eine große Feier: „Ich werde in ganz kleiner Runde feiern. Weniger als fünf Leute. Ich werde ein besinnliches Fest feiern und das rate ich auch allen“, sagte er einen Tag vor Heiligabend.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Staatlichen Wohnungsbaugesellschaft soll kommen: Koalition stoppt Enteignungspläne bei Mietwohnungen
02.07.2026

Die Bundesregierung will den Wohnungsbau ankurbeln und zugleich private Eigentümer vor Verstaatlichung schützen. Statt großer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Bauern in Sorge: Hitze und Kosten belasten Weizenernte
02.07.2026

Deutschlands Bauern blicken mit Sorge auf die laufende Ernte. Nach der extremen Hitze im Juni drohen vor allem beim Weizen Einbußen bei...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Niederlage vor EuGH: Google muss EU-Rekordstrafe zahlen
02.07.2026

Warum sind bestimmte Google-Apps auf Android-Handys Standard? Der Tech-Gigant muss eine milliardenschwere Wettbewerbsstrafe der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Neues Halbleiterwerk von Infineon in Dresden schafft 1.000 Jobs
02.07.2026

Fünf Milliarden Euro, 1.000 Jobs und Chips für die KI-Revolution: Das ist die neue Infineon-Fabrik. Von einem Meilenstein für ein...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Betriebsprüfung: Wie digitale Steuerprozesse Unternehmen schützen
02.07.2026

Die Prüfungsanordnung kommt meistens ohne Vorwarnung. Wer dann digitale Belege in E-Mail-Postfächern zusammensuchen und mündliche...

DWN
Politik
Politik Reformpläne vorgestellt: "Kein großer Wurf", sondern ein "mutloser Hopser"
02.07.2026

Mini-Maßnahmen werden als "Reformpaket" verkauft - zu Lasten nicht nur der Arbeitnehmer. Und was soll die Abschaffung der telefonischen...

DWN
Finanzen
Finanzen Krypto-Investor Roman German: Das Bitcoin-Muster deutet auf das Ende der Abwärtsphase hin
02.07.2026

Nach Einschätzung des Krypto-Investors Roman German folgt Bitcoin weiterhin dem alten Vierjahreszyklus. Sollte sich das Muster...

DWN
Politik
Politik NATO-Rüstungsproduktion: Warum Europas Milliarden keine Raketen stoppen
02.07.2026

Die NATO gibt immer mehr Geld für Verteidigung aus, doch Europas Rüstungsindustrie kommt kaum hinterher. Beim Gipfel in Ankara zeigt sich...