Politik

Vorsitzender der Duma behauptet: „Selenskyj provoziert den Beginn eines großen Krieges“

Der Vorsitzende der Staatsduma, Wjatscheslaw Wolodin, meint, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gezielt einen großen Krieg provozieren. Doch nach Ansicht des US-Präsidenten Joe Biden will Russland in der kommenden Woche die Ukraine angreifen.
19.02.2022 11:38
Aktualisiert: 19.02.2022 11:38
Lesezeit: 1 min

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj provoziert den Beginn eines großen Krieges, sagte der Vorsitzende der Staatsduma Wjatscheslaw Wolodin am 18. Februar 2022.

Er stellte fest, dass, wenn der Krieg ausbricht, Europa zum Schauplatz der Feindseligkeiten werden wird. „Ich möchte an die Abgeordneten der europäischen Länder appellieren: Fragen Sie Ihre Wähler, ob sie Krieg wollen. Und die zweite Frage: Was tun Sie, um ihn zu verhindern?“, so Wolodin laut „RIA Novosti“.

Wolodin betonte, Russland wolle keinen Krieg, aber „wenn das Leben der Bürger der Russischen Föderation und der in der DVR und LVR lebenden Landsleute bedroht ist, wird unser Land für sie eintreten“.

Angesichts wiederholter Warnungen der USA vor einem russischen Einmarsch in die Ukraine hat deren Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj ein Armeemanöver besucht, meldet die dpa. Bei den Übungen unweit der nordwestukrainischen Stadt Riwne wurden Kampfflugzeuge, Kampfdrohnen, Artillerie, Mehrfachraketenwerfer und Panzerabwehrraketen eingesetzt, wie das Präsidentenbüro am Mittwoch mitteilte. Geübt wurde demnach sowohl mit Waffen aus einheimischer Produktion als auch mit kürzlich von westlichen Verbündeten gelieferten Fabrikaten. Kiew hatte jüngst mehrere Hundert Tonnen an Waffen und Munition von Nato-Staaten erhalten.

Vergangene Woche hatte das ukrainische Militär das planmäßige Manöver „Schneetreiben 2022“ parallel zu russisch-belarussischen Übungen begonnen. Seit Wochen warnen vor allem die USA vor einem russischen Überfall auf den Nachbarstaat. Der Kreml weist derartige Pläne regelmäßig zurück. Auch die Regierung in Kiew sieht nach eigenen Angaben keine akute Bedrohung durch Russland.

Russland plant nach Ansicht von US-Präsident Joe Biden, die Ukraine nächste Woche anzugreifen, inklusive der bevölkerungsreichen Hauptstadt Kiew. Er sei „überzeugt“, dass Russlands Präsident Wladimir Putin den Entschluss für einen Einmarsch in die Ukraine getroffen habe, sagte Biden am Freitag im Weißen Haus.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Rauchmelder oder Hitzewarnmelder? Welche Lösung eignet sich für die Küche?

Die Küche gehört zu den Bereichen eines Hauses, in denen im Alltag besonders viele Wärmequellen zusammenkommen. Herd, Backofen, Toaster,...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik EU-Haushalt 2028–2034: Deutschland soll Europas Rechnung bezahlen
07.08.2026

Zwei Billionen Euro, neue Schulden und ein Machtkampf zwischen Berlin und Paris: Die Verhandlungen über den EU-Haushalt 2028–2034 drohen...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell kräftig im Plus: Schwache US-Arbeitsmarktdaten treiben Goldpreis-Entwicklung an
07.08.2026

Der Goldpreis hat am Freitag kräftig zugelegt. Schwache US-Arbeitsmarktdaten lassen die Renditen amerikanischer Staatsanleihen sinken und...

DWN
Panorama
Panorama Vier Buchempfehlungen für die Liege: Was Entscheider diesen Sommer unbedingt lesen sollten
07.08.2026

Das Tablet ist geladen, der Sonnenschirm steht, die E-Mails dürfen warten. Wir haben vier Wirtschaftsbuch-Empfehlungen für Sie, die den...

DWN
Unternehmen
Unternehmen BYD Sealion 5 im Test: Viel Auto für vergleichsweise wenig Geld
07.08.2026

Der BYD Sealion 5 verbindet viel Platz, hohen Komfort und einen erstaunlich großen Aktionsradius. Als Plug-in-Hybrid schafft er im Test 80...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Start-up CYNiO: CO2 – das Abgas als Wunderwaffe für die Chemiebranche?
07.08.2026

Von Autositzen bis zur Schuhsohle stecken Isocyanate in zahlreichen Industrieprodukten. Die Herstellung der Chemikalie ist hochtoxisch....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Rüstungsindustrie wächst rasant, doch der Cashflow wird zum Problem
07.08.2026

Europas Rüstungsindustrie meldet volle Auftragsbücher und starke Nachfrage. Doch der Markt achtet zunehmend auf eine andere Frage: Wie...

DWN
Politik
Politik Europas zweiter Verfassungszusatz: Warum der Wolf zur politischen Waffe wird
07.08.2026

Womit kann man Wahlen gewinnen, wenn Migranten, Wokeness, grüner Alarmismus und Regulierung ausgeschöpft sind? Mit dem Gewehr und mit den...

DWN
Politik
Politik Corona-Pandemie: US-Ausschuss will Immunologe Fauci belangen
07.08.2026

Vergangene Woche verweigerte der frühere Corona-Berater der US-Regierung, Anthony Fauci, in einem US-Ausschuss Antworten auf Fragen zur...