Unternehmen

Mittelstand fordert harte Sanktionen gegen Russland

Auch die deutschen Firmen sind vom Kriegsausbruch betroffen. Der deutsche Mittelstand stellt klare Forderungen.
24.02.2022 16:03
Aktualisiert: 24.02.2022 16:03
Lesezeit: 1 min

Zwei gewichtige deutsche Verbände, der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) sowie die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), haben schnelle und harte Sanktionen gegen Russland gefordert. Das teilten die beiden Organisationen den DWN in zwei offiziellen Erklärungen mit. Mit „Putin greift nicht nur die Ukraine, sondern den Westen als Ganzes an. Diese kriegerische Gewalt darf nicht toleriert werden“, fand der MIT-Bundesverband deutliche Worte. Matthias Bianchi, Leiter Public Affairs des DMB, sagte unterdessen, dass „tausende deutsche Firmen – darunter viele Mittelständler – in der Ukraine und auch in Russland tätig" seien. In beiden Ländern gehörten deutsche Unternehmen zu den aktivsten ausländischen Investoren.

Beide Verbände weisen darauf hin, dass der Mittelstand aus ihrer Sicht schon genug mit anderen Faktoren belastet ist – beispielsweise durch die sehr hohen Energiepreise und die Einschränkungen durch die Corona-Maßnahmen: „Die MIT fordert ein Sofortentlastungspaket, insbesondere einen Energiepreis-Dämpfer. Dazu gehört die sofortige Abschaffung der EEG-Umlage für alle Stromkunden, die Ermäßigung der Mehrwertsteuer auf Strom, Gas und Fernwärme. Die Senkung der Strom-Steuer auf das europäische Mindestmaß. Und die Erhöhung der Pendlerpauschale. Diese Maßnahmen würden alle sofort entlasten – Verbraucher und Betriebe“, erklärte der MIT-Bundesverband.

„Die wirtschaftlichen Folgen sind bislang allerdings unüberschaubar“, so Bianchi. Es müsse "nach unmittelbaren und langfristigen Auswirkungen differenziert werden", insgesamt sei von "erheblichen direkten und indirekten wirtschaftlichen Folgen für den deutschen Mittelstand“ auszugehen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

DWN
Technologie
Technologie United States Space Force: USA bestätigen Weltraumwaffen
15.09.2026

Der Weltraum wird zum neuen militärischen Machtfeld: Die USA bestätigen erstmals offiziell Waffen im Orbit. Dahinter steht die United...

DWN
Politik
Politik Merz kündigt Entlastungen bei Spritpreisen an
15.09.2026

Die Spritpreise steigen weiter und bringen immer mehr Autofahrer an ihre Belastungsgrenze. Kanzler Merz kündigt nun schnelle Entlastungen...

DWN
Politik
Politik "Vor Kraft kaum laufen": AfD will Volkspartei werden
15.09.2026

Die rechtspopulistische AfD hat in Sachsen-Anhalt einen historischen Wahlerfolg erzielt und könnte am kommenden Sonntag weiter zulegen....

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie springt über 1.000 Euro: Neuer Auftrag sorgt für Rückenwind – ist das die Trendwende?
15.09.2026

Die Rheinmetall-Aktie meldet sich mit einem kräftigen Kurssprung über die Marke von 1.000 Euro zurück. Ein neuer Munitionsauftrag...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Zerfällt die WTO?
15.09.2026

Die Welthandelsorganisation WTO verliert weiter an Bedeutung. Sie warnt nun vor massiven Wohlstandsverlusten, wenn sich die Weltwirtschaft...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Heatflation: Der stille Inflationstreiber – warum Hitze Lebensmittel verteuert
15.09.2026

Dürre, Ernteausfälle und sinkende Erträge: Noch bleibt es an der Supermarktkasse erstaunlich ruhig. Doch mit zunehmenden Wetterextremen...

DWN
Politik
Politik Ursula von der Leyen: Fünf Pleiten und zwei Erfolge
15.09.2026

Der Europäer glaubt nicht, dass er durch die EU besser leben wird. Dieses politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Problem ist in...

DWN
Finanzen
Finanzen Rendite von US-Staatsanleihen erreicht Hoch seit Finanzkrise
15.09.2026

An den Anleihenmärkten geht der Ausverkauf weiter. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen steigt auf den höchsten Stand seit 2007....