Deutschland

Erdgasspeicher leeren sich: Bund kauft für 1,5 Milliarden Euro Gas

Der Bund hat als Reaktion auf Gasprobleme im Winter und den russischen Angriff auf die Ukraine für 1,5 Milliarden Euro Gas als Reserve für die nächste Zeit gekauft.
01.03.2022 21:08
Aktualisiert: 01.03.2022 21:08
Lesezeit: 1 min
Erdgasspeicher leeren sich: Bund kauft für 1,5 Milliarden Euro Gas
Gasbehälter der örtlichen Stadtwerke stehen in Köln-Mülheim, aufgenommen am Montag. (Foto: dpa) Foto: Oliver_Berg

Der Bund hat als Reaktion auf Gasprobleme im Winter und den russischen Angriff auf die Ukraine für 1,5 Milliarden Euro Gas als Reserve für die nächste Zeit gekauft. Regierungskreise bestätigten am Dienstagabend einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenportals „The Pioneer“.

Das Portal berief sich auf ein Schreiben des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesfinanzministerium, Florian Toncar (FDP). Das Finanzministerium habe grünes Licht für einen entsprechenden Antrag des Wirtschaftsministeriums geben. Der Haushaltsausschuss des Bundestages sei nicht wie in vergleichbaren Fällen üblich konsultiert worden. Die erste Lieferung sollte demnach bereits am heutigen Dienstag erfolgen, so die Begründung des Finanzministeriums. Die Zahlungen für das Gas müssten „sehr zeitnah“ geleistet werden.

Deutschlands Erdgasspeicher leeren sich schnell und haben inzwischen die niedrigsten Füllstände seit vielen Jahren erreicht. Die hierzulande stehenden 47 Untergrundspeicher waren zuletzt nur noch zu etwa 32 Prozent befüllt, wie der Mitteldeutsche Rundfunk berichtet:

„47 Untertage-Anlagen gibt es davon in Deutschland. Doch ihre Füllstände befinden sich auf einem historischen Tief. Waren die Speicher im Januar noch zu 46 Prozent gefüllt, sind es heute, am 15.02.2022, gerade mal 32,6 Prozent. Im Vergleich: Vor zwei Jahren befanden sich die Füllstände zur selben Zeit bei 81,4 Prozent. Dabei ist Deutschland einer der größten Gasimporteure der Welt. Mit 139 Milliarden Kubikkilometern flossen 2019 10,8 Prozent der weltweiten Exporte nach Deutschland – das war mehr als China zu diesem Zeitpunkt. Bezogen wird das meiste Gas aus Russland.“

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