Ratgeber
Anzeige

Hohe Chip-Nachfrage: Nvidia schafft es raus aus der Nische

Der Halbleiter-Spezialist Nvidia befindet sich auf der Überholspur. Der steigende Bedarf an Chips für Künstliche Intelligenz (KI) und Grafikkarten treibt sein Geschäft auf ein neues Rekordniveau. Allein das vierte, abgeschlossene Geschäftsquartal bescherte Nvidia einen Umsatzanstieg um satte 53 Prozent auf gut 7,6 Milliarden US-Dollar, umgerechnet etwa 6,7 Milliarden Euro. Der Gewinn war mit drei Milliarden US-Dollar mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahresquartal.
03.03.2022 16:42
Aktualisiert: 03.03.2022 16:42
Lesezeit: 1 min

Dieser Text stammt aus der Zusammenarbeit mit einem Gastautor:

Und der Aufwärtstrend scheint ungebrochen. So prognostiziert Nvidia für das laufende Vierteljahr einen erneuten Umsatzanstieg auf 8,1 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten zuvor mit deutlich weniger, nämlich 7,3 Milliarden US-Dollar gerechnet. Ein kleiner Wermutstropfen: Der gescheiterte Kauf des Chipdesigners Arm belastet das Quartalsergebnis mit einer Zahlung in Höhe von 1,36 Milliarden US-Dollar. Dabei handelt es sich um den Vorschuss den der Arm-Eigentümer, den dieser behalten darf.

Arm zeichnet für die Architektur der Prozessoren verantwortlich, mit denen unter anderem so gut wie alle Mobiltelefone laufen. Wettbewerbshüter und Konkurrenten hatten Bedenken gegenüber den Übernahmeplänen geäußert. Sie befürchteten: Nvidia könnte als Eigner von Arm die Rivalen benachteiligen. Der Konzern dementierte das stets.

Allein im Gaming-Segment stieg der Umsatz von Nvidia im vergangenen Quartal um 37 Prozent auf 3,42 Milliarden US-Dollar. Grafikkarten des Unternehmens werden außerdem zum Erzeugen von Kryptowährungen eingesetzt. Dieser Umstand steigerte die Nachfrage in den vergangenen Jahren angesichts steigender Kurse der Digitalwährungen zusätzlich.

Fast genauso groß ist mittlerweile das Geschäft mit Rechenzentren. Es verzeichnete einen Sprung von 72 Prozent auf 3,26 Milliarden US-Dollar. Chips und Software von Nvidia werden hier vor allem für Anwendungen mit KI und maschinellem Lernen eingesetzt. So nutzt etwa der Facebook-Konzern Meta Nvidia-Systeme bei seinem neuen Supercomputer. Dabei gibt Bitcoin Loophole aufschlussreiche Informationen und Beratung.

Auf der anderen Seite bremsen die Komponenten-Engpässe im Halbleiter-Geschäft. Das Unternehmen rechnet aber dennoch damit, dass sich die Lage von Quartal zu Quartal bessern werde.

Trübe sind derweil auch die Aussichten im Autobereich. Hier sank der Umsatz um 14 Prozent auf 125 Millionen US-Dollar. Hintergrund dürften Produktionsprobleme in der Branche angesichts der weltweiten Engpässe bei Bauteilen sein. Nvidia hat allerdings Deals mit zahlreichen Autofirmen. Hier geht es um die Ausstattung künftiger Fahrzeug-Generationen mit Computern für Fahrassistenten und selbstfahrende Autos.

Die Anleger zeigten sich unterdessen aber wenig beeindruckt von den aktuellen Quartalszahlen und der Prognose: Die Aktie verlor im nachbörslichen US-Handel etwa 2,6 Prozent.

Quelle: pixabay


DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Morningstar-Analyse zum Iran-Krieg: Steigender Ölpreis belastet Weltwirtschaft
05.03.2026

Die Finanzmärkte reagieren bislang gelassen auf den Krieg gegen den Iran, doch eine Morningstar-Analyse warnt vor möglichen...

DWN
Politik
Politik Geburtenrate im Sinkflug: Deutsche bekommen weniger Kinder
05.03.2026

Nicht nur der Mittelstand bricht weg, auch die Geburtenrate: Immer wenige Deutsche bekommen Kinder. Viele können sich eigene Kinder nicht...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Experten schlagen Alarm: Straße von Hormus könnte monatelang blockiert werden
05.03.2026

Experten warnen, dass Iran die für den globalen Ölhandel zentrale Straße von Hormus über längere Zeit unter Druck setzen könnte. Wie...

DWN
Politik
Politik Bürgergeld-Reform beschlossen: Strengere Regeln für 5,5 Millionen Empfänger
05.03.2026

Der Bundestag zieht die Zügel beim Bürgergeld deutlich an: strengere Regeln, härtere Sanktionen, mehr Druck zur Arbeitsaufnahme....

DWN
Finanzen
Finanzen Renk-Aktie: Dividende und Ausblick unter Druck
05.03.2026

Die Renk-Aktie schwankt weiter trotz Rekordumsätzen und stabiler Dividende. Analysten sehen Chancen für Investoren in einem geopolitisch...

DWN
Politik
Politik Putin-Gas: EU wird der Hahn abgedreht, Russland prüft vorzeitiges Embargo
05.03.2026

Putin erwägt, Gaslieferungen an die EU vorzeitig zu stoppen. Ein solches Vorgehen könnte die Energiepreise massiv anheizen.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Überverantwortung im Job: Wenn Engagement zur Dauerbelastung wird – diese Lösungen gibt es
05.03.2026

Überverantwortung im Job gilt oft als Tugend: engagiert, gewissenhaft, verlässlich. Doch wer dauerhaft mehr trägt, als eigentlich...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin und KI: Warum Maschinen die Cyberdevise bevorzugen
05.03.2026

Bitcoin behauptet sich als bevorzugtes Geld der Künstlichen Intelligenz – Fiatgeld verliert deutlich. Die Studie des BPI offenbart,...