Politik

Von der Leyen fordert Untersuchung von möglichen russischen Kriegsverbrechen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert die Prüfung möglicher russischer Kriegsverbrechen.
06.03.2022 17:20
Aktualisiert: 06.03.2022 17:20
Lesezeit: 1 min
Von der Leyen fordert Untersuchung von möglichen russischen Kriegsverbrechen
Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission. (Foto: dpa) Foto: Christian Hartmann

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert die Prüfung möglicher russischer Kriegsverbrechen. „Ich denke, wir brauchen eine eingehende Untersuchung dieser Frage“, sagt sie im Interview mit dem US-Sender CNN. US-Außenminister Antony Blinken hatte zuvor von sehr glaubwürdigen Berichten über gezielte Angriffe auf Zivilisten gesprochen. Man werde diese sorgfältig dokumentieren.

Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine geht nach Angaben der EU-Chefin in seiner Dimension weit über die beiden Länder hinaus. „Das ist nicht nur ein Kampf der Ukraine gegen Russland“, sagte von der Leyen am Sonntag nach einem Treffen mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in Berlin im US-Sender CNN. „Es geht auch um den Kampf der Demokratien gegen die Autokratien, und deshalb ist es für uns wirklich existenziell, die Ukraine und ihre großartige Führung auf jede erdenkliche Weise zu unterstützen.“



Von der Leyen betonte: „Niemand bezweifelt, dass dieses tapfere ukrainische Volk und die hervorragende Führung von (dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr) Selenskyj alle für unsere gemeinsamen Werte kämpfen, dass sie zu unserer europäischen Familie gehören.“ Der Antrag auf einen Beitritt zur EU habe einen Prozess angestoßen, der aber noch Zeit benötige. Auf die Frage nach einem frühestmöglichen Beitrittstermin antwortete sie: „Das ist schwer zu sagen, weil es natürlich davon abhängt, wie die Entwicklung vor Ort ist.“ Für einen Beitritt sei noch einige Arbeit notwendig.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
DWN
Unternehmen
Unternehmen Leadership in der Dauerkrise: Wie Führungskräfte neue Stabilität schaffen
24.01.2026

Ob Handelskonflikte, Regulierung oder Digitalisierung: Unsicherheit ist im Mittelstand zur Konstante geworden. Wie Führungskräfte dennoch...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Löhne in Deutschland steigen: Wird nun alles teurer? Ein Warnsignal aus Südosteuropa
24.01.2026

Laut Stepstone-Gehaltsreport 2026 steigen in Deutschland aktuell die Löhne. Was auf den ersten Blick sehr gut klingt, kann sich auf den...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Consultingbranche: Warum Wachstum Berater immer teurer macht
24.01.2026

Berater sind gefragter denn je, doch der Boom hat seinen Preis. Während Unternehmen immer stärker auf externe Expertise setzen, drücken...

DWN
Technologie
Technologie Wie viel Fortschritt braucht das Elektroauto? 3 E-Auto-Trends im Check
24.01.2026

Das Elektroauto steht an der nächsten Schwelle: Nicht mehr nur Reichweite zählt, sondern Komfort, Tempo und cleverer Energieeinsatz....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europa im KI-Wettbewerb: Microsoft-CEO sieht Energiekosten als Schlüsselfaktor
24.01.2026

Der globale Wettbewerb um Künstliche Intelligenz verschiebt sich zunehmend auf grundlegende Kosten- und Standortfaktoren. Welche Bedeutung...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Wall Streets wechselhafte Woche: Trumps Entscheidung beruhigte, Intel verschreckte und Gold lockte
23.01.2026

Eine turbulente Woche an der Wall Street endete in einer Stimmung, in der geopolitische Fragen auf die Abkühlung im Technologiesektor und...

DWN
Politik
Politik Drei Mächte, ein Krisengebiet: Neue Verhandlungen über den Donbass
23.01.2026

Nach langer Funkstille nehmen die Ukraine und Russland erstmals wieder direkte Gespräche auf – unter Beteiligung der USA. Im Zentrum...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt United Manufacturing Hub: Wie ein Kölner Startup den Datenschatz der Industrie hebt
23.01.2026

Daten gelten als Treibstoff der Industrie 4.0 – doch in vielen Fabriken bleiben sie ungenutzt. Das Start-up United Manufacturing Hub will...