Deutschland

Bundesregierung sichert Impfstoff-Lieferungen bis 2029

Bis zum Jahr 2029 schließt der Bund Impfstoffverträge mit den Pharmaunternehmen Biontech, Curevac, Wacker/CordenPharma, Celonic und IDT.
16.03.2022 22:14
Aktualisiert: 16.03.2022 22:14
Lesezeit: 1 min
Bundesregierung sichert Impfstoff-Lieferungen bis 2029
Karl Lauterbach (SPD), Bundesminister für Gesundheit, winkt während der Plenarsitzung im Deutschen Bundestag. Die wichtigsten Themen der 20. Sitzung der 20. (Foto: dpa) Foto: Annette Riedl

Um Knappheit bei Corona-Impfstoffen vorzubeugen, will sich die Bundesregierung Zugriff auf Produktionskapazitäten sichern, meldet die dpa. Dazu strebt sie Verträge mit fünf Herstellern mit einer Dauer bis 2029 an, wie die zuständigen Ministerien am Mittwoch mitteilten. Fachleute des Wirtschaftsministeriums haben die Vereinbarungen im Auftrag des Gesundheitsministeriums mit Biontech, Curevac, Wacker/CordenPharma, Celonic und IDT geschlossen.

Die Verträge umfassen den Angaben zufolge die Bereithaltung von Produktionskapazitäten und Vereinbarungen zur Herstellung und Lieferung von Impfstoffen an die Bundesregierung. Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) erklärte: „Wir haben die Lehren aus der Corona-Pandemie und der anfänglichen Impfstoffknappheit gezogen.“ Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte: „So stellen wir sicher, dass künftig schnell die Bevölkerung mit Impfstoff versorgt werden kann.“

Die Taskforce, die die Verträge ausgehandelt hat, wird nun aufgelöst. Die Umsetzung soll beim im Zuge der Pandemie eingerichteten Zentrum für Pandemieimpfstoffe und -Therapeutika beim Paul-Ehrlich-Institut (ZEPAI) liegen, das im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsministeriums liegt. Die so genannten Pandemiebereitschaftsverträge müssen noch unterzeichnet werden.

Die Unternehmen sollen als Gegenleistung ein jährliches Bereitschaftsentgelt erhalten, damit sie Kapazitäten zur Impfstoffherstellung erhalten und bei Bedarf schnell die Produktion hochfahren. Der Bund rechnet den Angaben zufolge mit Kosten von bis zu 2,861 Milliarden Euro für die Jahre 2022 bis 2029. Mit den Verträgen leiste man auch einen Beitrag zur europaweiten und globalen Impfstoffversorgung, hieß es

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Börsen überwiegend in Grün trotz Iran-Konflikt: Hoffnung auf Öffnung der Straße von Hormus
27.04.2026

Ein möglicher Vorschlag Irans zur Öffnung der Straße von Hormus sorgt für Bewegung an den Märkten. Anleger in Deutschland reagieren...

DWN
Politik
Politik Wegen Iran-Krieg: Pentagon prüft Suspendierung von NATO-Verbündeten - ist das überhaupt möglich?
27.04.2026

Der Iran-Krieg verschärft die Spannungen innerhalb der NATO deutlich. Washington prüft derzeit Maßnahmen gegen Verbündete, die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Steigende Energiepreise belasten Handel: Umfrage zeigt massive Kostenprobleme
27.04.2026

Weiter steigende Energiepreise verschärfen die ohnehin schwierige wirtschaftliche Lage des Einzelhandels. Laut aktueller HDE-Umfrage ist...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft E-Ladesäulen: Kritik an teuren Prüfregeln - Verbände fordern Ladesäulen-Reform
27.04.2026

Deutschlands Weg zur Elektromobilität gilt als zentral für die Energiewende. Doch neue Vorwürfe aus der Branche stellen bestehende...

DWN
Politik
Politik Sipri-Analyse: Globale Aufrüstung - warum die Militärausgaben explodieren
27.04.2026

Die weltweiten Militärausgaben steigen weiter und erreichen neue Höchststände. Konflikte, Unsicherheit und geopolitische Rivalitäten...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft GfK-Konsumklimaindex im Sinkflug: Kauflaune unter Druck
27.04.2026

Immer mehr Deutsche halten ihr Geld zusammen: Der GfK-Konsumklimaindex verschlechtert sich weiter und signalisiert sinkende Kauflaune....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft "Mut zur kreativen Zerstörung": Matthias Bianchi vom Deutschen Mittelstandsbund DMB im DWN-Interview
27.04.2026

Der deutsche Mittelstand steht unter immensem Druck – Bürokratie, Energiepreise und Fachkräftemangel belasten die Unternehmen massiv....

DWN
Finanzen
Finanzen Commerzbank-Aktie: BofA-Empfehlung und Bafin-Urteil treiben Aktienkurs
27.04.2026

Nach schwachen Tagen sorgen eine neue Analystenempfehlung und eine Urteil der Finanzaufsicht Bafin für Bewegung bei der Commerzbank-Aktie....