Deutschland

Stadt Bayreuth übernimmt Patenschaft für US-Armee in Grafenwöhr

Die Stadt Bayreuth hat eine Patenschaft für eine Einheit der US-Brigade in Grafenwöhr übernommen. Einen entsprechenden Wunsch hatten Vertreter der US Army an Oberbürgermeister Thomas Ebersberger herangetragen.
31.03.2022 13:50
Aktualisiert: 31.03.2022 13:50
Lesezeit: 2 min
Stadt Bayreuth übernimmt Patenschaft für US-Armee in Grafenwöhr
Der Einsatz eines Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystems des Typs M270 MLRS in Grafenwöhr. (Foto: 41st Field Artillery Brigade FB-Konto) Foto: Sgt. Cory Reese

Der Ältestenausschuss des Stadtrats befasste sich in seiner Sitzung am Montag, 28. März, um 16 Uhr, mit einer möglichen Patenschaft der Stadt Bayreuth mit dem 1st Field Artillery Regiment der 41st Field Artillery Brigade der in Grafenwöhr stationierten US Army, so „Bayreuth.de“. Einen entsprechenden Wunsch hatten Vertreter der US Army an Oberbürgermeister Thomas Ebersberger herangetragen. Mit der Patenschaft soll der Austausch zwischen jungen Deutschen und Amerikanern gefördert werden und den Angehörigen der amerikanischen Streitkräfte die Kultur und Geschichte der Region nähergebracht werden.

Am 29. März 2022 berichtete der „Nordbayerische Kurier“, dass die Mehrheit der Mitglieder des Ältestenausschuss des Stadtrats für die Patenschaft stimmte. Doch die Grünen stimmten dagegen.

„Radio Mainwelle 104,3“ wörtlich: „Bei den Grünen im Stadtrat kommt die Idee gar nicht gut an. Klaus Wührl-Struller meint, die US-Army in Grafenwöhr sei eine Institution, um Krieg zu führen. Eine Patenschaft mit solch einer Einrichtung komme nicht in Frage. Heftigen Gegenwind bekommen die Grünen aber von allen anderen Fraktionen. Stefan Specht von der CSU sagt, gerade die aktuellen Zeiten würden zeigen, wie wichtig Militär ist. Bei der US Army gehe es um Frieden, nicht um Krieg. Morgen am Mittwoch ist Gesamt-Stadtrat, dann wird über die Patenschaft endgültig entschieden.“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder freut sich über den Ausbau der Präsenz der US-Armee in Deutschland.

„BR.de“ berichtete am 11. März 2022:

„Mit einem großen Weißwurstfrühstück hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Soldaten der US-Armee in der Oberpfalz willkommen geheißen. Die Männer und Frauen waren vor zehn Tagen am Nürnberger Flughafen angekommen, wo ihnen Söder die bayerischen Schmankerl versprochen hatte.“

„,Ohne Mampf, kein Kampf‘, sagte Markus Söder zum Abschluss seiner Rede, bevor er zwischen den Soldaten Platz nahm. Rund 4.000 GIs hatte der Ministerpräsident geladen – als Zeichen des Dankes für die Bündnistreue und das Sicherheitsgefühl, das durch die verstärkte US-Präsenz vermittelt werde. Allerdings: Söder war etwas später eingetroffen als geplant, die Weißwürste auf den Tellern vor den US-Soldaten waren da schon kalt, Weißbier war nicht erlaubt. Rund 5.000 US-Soldaten waren in den vergangenen Tagen nach Bayern verlegt worden, um die Sicherheit dieser Werte zu wahren.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Online-Broker-Vergleich: Die besten Aktiendepots für Anleger – Tipps zur Anbieterauswahl

Ein Online-Broker-Vergleich beginnt beim Wertpapierdepot: Ein Depot ist die Eintrittskarte zur Börse, nur mit einem Depot können Anleger...

DWN
Politik
Politik Kippt der Länderfinanzausgleich? Union droht bei Linksregierung mit Geldentzug
29.09.2026

Nach dem Wahlsieg der Linkspartei in Berlin könnte diese bald die Regierung anführen. Die CDU- und CSU-geführten Bundesländer drohen...

DWN
Finanzen
Finanzen Reicher Westen, armer Osten: Enorme Vermögensungleichheit verschärft sich 2025
29.09.2026

Am 36. Jahrestag der Wiedervereinigung herrschen enorme Unterschiede bei der Vermögensverteilung: Alleine im Jahr 2025 entfielen 95...

DWN
Politik
Politik Deutschland vergreist: Kinderwunsch sinkt – das sind die Folgen
29.09.2026

In Deutschland sinkt nicht nur kontinuierlich die Geburtenrate, sondern erstmals seit vielen Jahren sogar auch der Wunsch nach eigenen...

DWN
Finanzen
Finanzen Lateinamerika-Aktien: Das Comeback, das kaum jemand auf dem Radar hat
29.09.2026

Jahrelang mieden Anleger Lateinamerika, nun schlägt die Region sogar den S&P 500. Rohstoffe, Banken und überraschend niedrige Bewertungen...

DWN
Politik
Politik Personalie Jens Spahn: Doch kein Comeback im Haushaltausschuss
29.09.2026

Der Skandal um die Leihmutterschaft kostete Jens Spahn seinen Posten an der Spitze der CDU‑Fraktion. Im Haushaltsausschuss wollte er...

DWN
Finanzen
Finanzen Ich habe zweimal in einem Jahr die Bank gewechselt: So viel habe ich gespart
29.09.2026

Im vergangenen Jahr habe ich zweimal die Bank gewechselt. Das brachte Ärger, Fehler und Verzögerungen, aber auch eine spürbare Ersparnis...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Gold für mehr als acht Milliarden Dollar: Russland meldet weitere Verkäufe
29.09.2026

Russlands Zentralbank verkauft seit Jahresbeginn kontinuierlich Gold. Fast 56 Tonnen verschwanden bereits aus den offiziellen Reserven, ihr...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Tankerfracht auf Rekordhoch: Anleger verdienen am Öl-Chaos
29.09.2026

Supertanker kosten inzwischen mehr als eine Million Dollar pro Tag, Raffinerien kämpfen mit explodierenden Transportkosten. Während...