Finanzen

Deutsche Bank warnt vor Rezession, Börsen-Crash um 20 Prozent und „harter Landung“

Ökonomen der Deutschen Bank gehen davon aus, dass die Volkswirtschaften der USA und Europas in den kommenden Monaten bis Ende 2023 sehr schwere Zeiten durchmachen werden. JP Morgan-Chef Jamie Dimon hat wegen der Russland-Sanktionen eine noch düstere Prognose parat.
15.04.2022 17:50
Aktualisiert: 15.04.2022 17:50
Lesezeit: 1 min
Deutsche Bank warnt vor Rezession, Börsen-Crash um 20 Prozent und „harter Landung“
Türme der Deutschen Bank und der Sparkasse in FFM. (Foto: dpa) Foto: Cineberg

Analysten der Deutschen Bank haben kürzlich gesagt, dass die USA und Europa in eine schwere Rezession abgleiten werden, berichtet „Yahoo Finance“.

„Zwei Schocks in den letzten Monaten, der Krieg in der Ukraine und die zunehmende Dynamik der erhöhten Inflation in den USA und Europa, haben uns veranlasst, unsere Prognose für das globale Wachstum deutlich nach unten zu korrigieren“, so die Volkswirte der Deutschen Bank in einem 68-seitigen Bericht. „Wir rechnen jetzt innerhalb der nächsten zwei Jahre mit einer Rezession in den USA und einer Wachstumsrezession im Euroraum (…) Wir sehen keine sanfte Landung der Fed mehr. Stattdessen gehen wir davon aus, dass eine aggressivere Straffung der Geldpolitik die Wirtschaft in eine Rezession treiben wird“, so die Ökonomen.

Sie gehen davon aus, dass es Ende 2023 an den Börsen S&P 500 und Stoxx 600 zu einer Korrektur von 20 Prozent kommen könnte. „Im Jahr 2023 erwarten wir, dass sich die Aktienmärkte den Sommer über gut behaupten, bevor die USA in eine Rezession abgleiten, und dass die Aktien zu Beginn eine typische Korrektur von 20 Prozent durchmachen, bevor sie auf halbem Weg einen Boden bilden und wieder frühere Niveaus erreichen.“

„In der Vergangenheit hat der S&P bis zu sechs Monate vor Beginn einer Rezession Gewinne gemacht“, so Andrew Garthwaite, Leiter der globalen Aktienstrategie der „Credit Suisse“.

Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den nächsten 12 Monaten beträgt mindestens 33,3 Prozent, sagte Mark Zandi, Chefökonom von „Moody's Analytics“, Ende letzten Monats gegenüber „CNN“. „Rezessionsrisiken sind unangenehm hoch – und steigen weiter“, so Zandi.

Goldman Sachs teilte in ähnlicher Weise mit, dass die Wahrscheinlichkeit einer Rezession auf bis zu 35 Prozent gestiegen ist.

„Der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland werden zumindest die Weltwirtschaft verlangsamen – und es könnte leicht noch schlimmer werden“, schrieb Jamie Dimon, Chef von JPMorgan Chase, in seinem jährlichen Aktionärsbrief und erinnerte daran, dass das Ölembargo von 1973 die Energiepreise in die Höhe schießen ließ, um die Welt in eine Rezession zu stürzen.

Auffällig: Eine Woche nach dem Bericht der Deutschen Bank hat sich der kalifornische Vermögensverwalter Capital Group fast vollständig von seinen Beteiligungen an der Deutschen Bank und an der Commerzbank getrennt.

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