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Wie gestaltet sich die Tourismus-Saison 2022 auf Mallorca?

Im folgenden Artikel eine Analyse zur diesjährigen Sommersaison auf Mallorca.
19.04.2022 17:21
Aktualisiert: 19.04.2022 17:21
Lesezeit: 2 min

Dieser Text stammt aus der Zusammenarbeit mit einem Gastautor:

Im März 2020 wurde die Weltwirtschaft ein weiteres Mal erschüttert. Covid-19 prägt den Welthandel seitdem in ganz neuen Dimensionen, wovon sich viele Märkte bisher nicht vollständig erholen konnten. Auch die Tourismusbranche hat es hart getroffen. Immer wieder kam es erneut zu Infektionswellen, wodurch das Reisen auch immer schwieriger gemacht wurde, teilweise ganz brach lag, Hotels schließen mussten und reihenweise die Mitarbeiter wegliefen. Im folgenden Artikel geben wir eine Prognose für den Sommer 2022 ab und schauen, inwieweit sich der Tourismus auf Mallorca erholt hat.

Hohe Inflationsrate

Wirtschaftsexperten sind der Meinung, dass das Jahr 2022 ein sehr komplexes mit vielen Unwägbarkeiten werden wird. Die Entwicklung des Gesundheitssystems bzw. der Krise in den vergangenen zwei Jahren und die Einschränkungen, die sich daraus ergeben haben, werden die Wirtschaft weiterhin zu einem großen Teil beeinflussen. Insgesamt ist mit einer hohen Inflation zu rechnen, auch wenn sie etwas rückläufig im Vergleich zum letzten Jahr sein soll. Die Europäische Zentralbank geht bei den Ländern innerhalb der Eurozone von einer Inflationsrate von 3,2 Prozent aus. Auch gehen Wirtschaftsexperten von steigenden Zinsen, z. B. bei Immobilienkrediten, aus; die Arbeitslosenquote hingegen soll sich leicht verbessern. Luis García Langa, Direktor einer Börsen- und Investmentplattform, gibt an, dass zwei Faktoren die wirtschaftliche Erholung der Insel beeinflussen können. Zum einen ist das die Entwicklung der Pandemie und zum anderen die Entwicklung der Inflation. Touristen, die ihre Ferien auf Mallorca verbringen wollen, sieht er sehr positiv entgegen, da beispielsweise die jüngste Covid-Welle die Konjunktur gar nicht all zu sehr gelähmt habe.

Auswirkungen

Selbst wenn sich die Inflation stabilisiert, aber weiterhin anhält, hat das definitiv negative Auswirkungen. Einerseits wird dadurch die Kaufkraft gemindert, andererseits verstärkt diese Situation das Risiko von Zinserhöhungen. Solch eine Entwicklung wirkt sich auf jeden Fall auf die eh schon angeschlagene Volkswirtschaft Mallorcas aus. Geschieht kein Wunder, wird das Jahr 2022 höchstwahrscheinlich nicht ausreichen, um den Schaden auszugleichen, der seit März 2020 entstanden ist. Vielmehr muss man nun warten, was die nächsten Jahre insgesamt bringen.

Davon abgesehen gehören die balearischen Inseln immer noch zu den beliebtesten Reisezielen in Europa. Im Vergleich zum Corona-Jahr 2020 stieg die Zahl der Touristen in 2021 um 178 Prozent. Dabei gaben Urlauber rund 7.144 Millionen Euro aus.

Tourismus

Der Tourismus ist definitiv der wichtigste Motor der balearischen Wirtschaft. Die Erholung der Reisetätigkeit ist deshalb von enormer Bedeutung. Und auch wenn es bisher noch etwas früh ist, um Prognosen für die diesjährige Hauptsaison abzugeben, sind Experten optimistisch. Zwar könne man nicht in die Zukunft und somit die Entwicklung von Delta, Omikron und Co. sehen, allerdings ist und bleibt Mallorca eins der beliebtesten europäischen Reiseziele. Viele Wiederholungstäter warten sehnlichst, buchen zu können, vor allem da gerade sämtliche Maßnahmen gelockert werden. Vielleicht muss die Tourismusbranche auch im Allgemeinen umdenken und Urlaubern zusichern, dass sie sich in Hotelanlagen und bei Aktivitäten außerhalb etc. sicher fühlen können. Fakt ist jedenfalls, sollte sich das Virus auf einem sehr niedrigen Niveau im Alltag einpendeln, ist mit einer guten Saison bezüglich des Tourismus zu rechnen.

Fazit

Da der Tourismus mit der wichtigste Antrieb der balearischen Wirtschaft ist, kann man sich vorstellen, wie dieser Branche seit März 2020 eingebrochen ist. Um wieder auf die Beine zu kommen muss gekämpft bzw. auch umgedacht werden. Die Inflation spielt dabei ebenso eine große Rolle, wie die Entwicklung des Corona-Virus selbst. Eine anhaltende oder gar steigende Inflationsrate mindert die Kaufkraft in jeglichen Bereichen und verstärkt das Risiko von Zinserhöhungen. Andererseits kann kein Mensch sagen, wie sich das Virus und diverse Mutationen entwickeln. Werden aktuell sämtliche Maßnahmen in ganz unterschiedlichen Ländern gelockert, kann es im Herbst wieder zu neuen Überraschungen kommen. Man wird die nächsten Jahre abwarten müssen, um überhaupt von einer Erholung der wirtschaftlichen Lage sprechen zu können.

Quelle: unsplash


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