Politik

Nach Belgien: Auch Österreich hebt Maskenpflicht in Bus und Bahn auf

In Deutschland hingegen gab es seitens der Politik bislang noch keine Hinweise auf ein Ende der Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr.
24.05.2022 10:28
Lesezeit: 1 min
Nach Belgien: Auch Österreich hebt Maskenpflicht in Bus und Bahn auf
Die Maskenpflicht in Bus, Bahn und Zug dürfte die Deutschen noch eine Weile begleiten. Die Maskenpflicht im Flugzeug hingegen hat die EU bereits aufgehoben – doch die finale Entscheidung obliegt den EU-Ländern. (Foto: dpa)

Österreich hebt angesichts der sinkenden Neuinfektionszahlen die Maskenpflicht weitgehend auf. Ab 1. Juni muss in Supermärkten, Banken oder in öffentlichen Verkehrsmitteln kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen werden, sagt Gesundheitsminister Johannes Rauch. Nur in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen bleibe die Verpflichtung aufrecht. "Die Pandemie verschafft uns eine Atempause", sagt der Minister. Die Pandemie sei aber noch nicht vorbei, auch die Masken würden im Herbst wieder kommen.

Zuletzt fiel die Maskenpflicht erst in Frankreich und dann auch in Belgien. Dort müssen Menschen künftig im öffentlichen Nahverkehr keine Maske mehr tragen. Am Freitag hob das Corona-Komitee der belgischen Regierung die verbliebenen Pandemie-Maßnahmen im öffentlichen Raum auf, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Ab Montag ist es demnach nur noch in Arztpraxen, Apotheken und im Krankenhaus Pflicht, eine Maske zu tragen. Zudem wurden restliche Reisebeschränkungen wie Impf- oder Quarantänepflichten aufgehoben.

In Deutschland hingegen gab es bislang seitens der Politik noch keine Hinweise auf ein Ende der Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr. Im Gegenteil betonte Regierungssprecher Steffen Hebestreit kürzlich noch ausdrücklich, dass die Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und Flugzeugen vorerst weiter fortbestehen soll. Zuvor hatte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) gefordert, die Maskenpflicht in Verkehrsmitteln aufzuheben.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sprach sich auf Twitter gegen Wissings Vorschlag aus: "Mit täglich bis zu 150 Coronatoten und einer immer noch sehr hohen Inzidenz fehlt der Spielraum, auf Masken im öffentlichen Verkehr zu verzichten", schrieb der SPD-Politiker auf Twitter. "Harmonisierung macht Sinn, wenn die Pandemie vorbei ist", ergänzte der Minister. Dies sei jedoch noch nicht der Fall.

Andere Twitter-Nutzer kritisierten die Aussage Lauterbachs. So auch der deutsch-israelische Autor und Psychologe Ahmad Mansour, der den Bundesgesundheitsminister mit einer kritischen Nachfrage konfrontierte: "Wann ist die Pandemie vorbei? Gibt es Indikatoren, die auftreten müssen damit die Pandemie vorbei wäre?" Die Frage ließ der auf Twitter sehr aktive Lauterbach jedoch unbeantwortet.

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