Technologie

Hapag Lloyd: Reeder setzt auf "sensible" Container

Deutschlands größte Containerschiff-Reederei führt eine neue Tracking-Technologie ein.
16.06.2022 11:00
Lesezeit: 1 min

Im Kampf gegen gestörte Lieferketten: Deutschlands größter Containerschiff-Reeder Hapag-Lloyd will künftig Datenboxen an seinen Containern anbringen. Der Grund: Die Reederei will damit Störungen in den Lieferketten frühzeitig erkennen.

Als weltweit erster Reeder will das Hamburger Unternehmen seine Container mit Datensendern ausrüsten. Dabei soll eine fest installierte Echtzeit-Trackingtechnologie den Container rund um den Globus verfolgen und Daten sammeln, um die Transparenz, vor allem während des Transports an Land, zu erhöhen.

Anfang 2023 sollen alle drei Millionen Standardcontainer (TEU) der Hamburger Reederei ihre Bewegungsdaten sowie Informationen über Erschütterungen oder Temperaturschwankungen über die Cloud an die Zentrale melden. Die Kunden können dann über die Hapag-Lloyd-Website auf die Daten zugreifen. Hapag-Lloyd hat sich bereits in den vergangenen Jahren mit dem Monitoring mit Containern beschäftigt. Und für sich jetzt den richtigen Zeitpunkt ausgemacht, um in diese Technologie zu investieren.

Pro Container kostet die Ausrüstung mit den solarbetriebenen Datenboxen, die ihre Informationen über Mobilfunk übertragen, rund 200 Euro. Sie sind mit internen Sensoren und GPS ausgestattet und übertragen die Daten über das Mobilfunknetz.

Das Hamburger Unternehmen wickelt jährlich insgesamt elf Millionen Transporte ab. Damit deckt Hapag Lloyd einen großen Teil der Transport-Infrastruktur ab und hofft, dass sich aus den Daten interessante Schlüsse ziehen lassen.

Der Lieferant der Sensoren ist das Schweizer Software-Hersteller Nexxiot mit Sitz in Zürich.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Online-Broker-Vergleich: Die besten Aktiendepots für Anleger – Tipps zur Anbieterauswahl

Ein Online-Broker-Vergleich beginnt beim Wertpapierdepot: Ein Depot ist die Eintrittskarte zur Börse, nur mit einem Depot können Anleger...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Geran-5: Wie die Ukraine auf Russlands schnelle Drohne reagiert
28.09.2026

Russlands schnelle Angriffsdrohnen stellen die ukrainische Luftverteidigung vor ein neues Problem. Während ältere Geran-5-Modelle...

DWN
Politik
Politik Europa schließt Fabriken und träumt von strategischer Autonomie
28.09.2026

Da es keine Antwort auf die heute und jetzt hohen Energiepreise gibt, zu denen auch die Politik der EU beigetragen hat, verkauft Ursula von...

DWN
Politik
Politik Verteidigungsfähigkeit: Bericht zu Verteidigungsbereitschaft der EU offenbart Lücken
28.09.2026

Signifikante Lücken bei der Luftverteidigung, bei Drohnen und bei Munitionsbeständen: Vor dem Treffen der europäischen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Milliardeninvestition richtet Hunderte Satelliten auf Putin
28.09.2026

Die finnische Satellitenfirma Iceye spielt bereits eine wichtige Rolle für die Ukraine und ihre Angriffe auf russische Ziele. Nun will das...

DWN
Politik
Politik Erneuerbare Energien: Solarstromproduktion übertrifft Vorjahreswert
28.09.2026

Bereits Ende September hat die Solarstromproduktion in Deutschland den Vorjahreswert übertroffen. Welche Faktoren zu diesem Rekord...

DWN
Finanzen
Finanzen Weltweite Schulden mit Gold tilgen? Dann müsste es 400.000 Dollar kosten
28.09.2026

Die Goldpreise erreichen 2026 Rekordstände. Doch was wäre, wenn Staaten ihre Schulden theoretisch mit ihren Goldreserven decken wollten?...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU-China-Handelskonflikt: Expertin warnt vor 50 verlorenen Jahren
28.09.2026

Chinas Exportmaschine setzt Europas Industrie zunehmend unter Druck, und ausgerechnet Deutschland trifft der neue Wettbewerb besonders...

DWN
Politik
Politik Klima-Transformation: Das steckt hinter dem Umbau der Stahlindustrie
28.09.2026

Weg von Kohle, hin zu Wasserstoff: Die deutsche Stahlindustrie steckt Milliarden in die Produktion von grünen Stahl. Doch die...