Technologie
Anzeige

Wird die nächste technische Revolution die EU zerstören?

Der EU droht Gefahr – von Wissenschaftlern und Technokraten, die eine seltsame Symbiose eingehen.
13.07.2022 16:17
Aktualisiert: 13.07.2022 16:17
Lesezeit: 2 min
Wird die nächste technische Revolution die EU zerstören?
Der Transhumanismus könnte die EU obsolet machen. (Foto: Stefan Keller/Pixabay)

Historiker sprechen gerne von „Revolutionen“, um einen grundlegenden Epochenwechsel zu beschreiben. Die sogenannte Neolithische Revolution hat durch Pflanzenanbau und Vorratshaltung die Sesshaftigkeit der Menschen möglich gemacht. Mit der Industriellen Revolution im 18. Jahrhundert begann das Maschinenzeitalter und damit eine tiefgreifende Umgestaltung der sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse, zunächst in Europa. Die Digitale Revolution, die wir gerade durchleben, gilt gemeinhin als die dritte große Umwälzung der Menschheitsgeschichte. Nun stehen wir möglicherweise an der Schwelle zu einem vierten großen Umbruch – und zugleich an einem Scheideweg: Von außen gesteuerter Transhumanismus oder Bewusstseinsrevolution? Es ist klar, dass sowohl das eine wie auch das andere Konsequenzen für die politischen Systeme, die Nationalstaaten oder Staatenbünde haben wird – so auch für die EU.

Wer braucht schon die EU

Beschreiten wir den Weg des Transhumanismus, wofür es einige Anzeichen gibt, dürften sich die Gesellschaften über kurz oder lang so radikal verändern, dass sie mit den für uns gängigen Konzepten nicht mehr zu begreifen sind. Und dies gilt insbesondere für jene Staaten, deren Anspruch es ist, demokratisch und pluralistisch zu sein. Gerade deswegen sollte all dies in aller Öffentlichkeit diskutiert werden, bevor freie Gemeinschaften ihr humanistisches Erbe zur Disposition stellen. Und man kann nur hoffen, dass der Mut vorhanden sein wird, sich dieser Debatte zu stellen – und sich ihr nicht unter Verweis auf eine vermeintliche Unvermeidlichkeit technologischer Entwicklungen oder auf eine Systemkonkurrenz mit anderen Ländern zu entziehen. Eine Herrschaft der Technokraten würde auf jeden Fall keine Staaten als Organisationform benötigen. Und auch keine EU.


DWN
Politik
Politik Iran-Krieg eskaliert weiter
10.03.2026

Die Angriffe im Iran eskalieren weiter, während Trump ein baldiges Kriegsende signalisiert. Gleichzeitig spitzt sich die Lage für die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Boom der Abnehmmedikamente: Trend verstärkt soziale Ungleichheit in der Gesundheitsbranche
10.03.2026

Abnehmmedikamente wie Ozempic verändern die Behandlung von Adipositas und verschärfen zugleich die Debatte über soziale Ungleichheit im...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Die Elektroauto-Euphorie ist vorbei: Jetzt kommt die Rechnung
10.03.2026

Abschreibungen in Höhe von rund 50 Milliarden Euro, gestoppte Projekte und eine strategische Kehrtwende zurück zum Verbrennungsmotor: Die...

DWN
Technologie
Technologie Von der Leyen kündigt Strategie für Kernenergie-Ausbau an
10.03.2026

Europa will bei der Kernenergie aufholen: Eine neue Strategie für kleine Reaktoren soll Innovationen vorantreiben und die Stromversorgung...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Spannungen im Persischen Golf: Wie der Iran-Krieg die Energiemärkte belastet
10.03.2026

Der Iran-Krieg erhöht den Druck auf Energiepreise, Finanzmärkte und globale Kapitalströme. Welche Märkte, Branchen und Regionen sind...

DWN
Finanzen
Finanzen Biontech-Aktie: Gründer Sahin und Türeci verlassen Konzern, Aktie stürzt ab
10.03.2026

Die Gründer von Biontech treten ab und starten ein neues Biotech-Unternehmen. Für die Biontech-Aktie beginnt eine neue Phase, geprägt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Kreditvergabe: Banken werden strenger – wie Unternehmen dennoch an Geld kommen
10.03.2026

Banken verschärfen derzeit die Kreditvergabe – und ausgerechnet innovative Unternehmen geraten dabei nicht selten ungewollt ins...

DWN
Panorama
Panorama Evakuierungsflüge: Vollkasko oder staatliche Pflicht?
10.03.2026

Nach dem US-israelischen Angriff auf Iran sitzen tausende Urlauber in der Krisenregion Nahost fest. Nicht wenige hoffen auf staatliche...