Unternehmen

München: BMW präsentiert Zahlen

Trotz anhaltender Versorgungsschwierigkeiten verbucht die Münchner BMW Group ein erfreuliches Betriebsergebnis.
03.08.2022 15:59
Aktualisiert: 03.08.2022 15:59
Lesezeit: 1 min

Trotz widriger Umstände erfolgreich auf Kurs: Auf den ersten Blick läuft es bei BMW. Der Münchner Autobauer hat Umsatz, Ergebnis und Marge im ersten Halbjahr deutlich gesteigert. Dabei steht ein Rekordergebnis von 13,2 Milliarden Euro zu Buche. Das entspricht einem Plus von 74 Prozent.

Zudem stiegen die Umsatzerlöse in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 19,1 Prozent auf 65,9 Milliarden Euro. Und die operative Rendite beträgt nach 11,3 Prozent im Vorjahr nun stolze 24,5 Prozent.

Der hohe Gewinn kommt allerdings durch einen Bilanzeffekt zustande. Denn die Vollkonsolidierung des chinesischen Joint Ventures mit Brilliance (BBA) ließ das Finanzergebnis um 7,7 Milliarden steigen.

Trotz anhaltender Versorgungsschwierigkeiten mit Halbleitern sowie Beeinträchtigungen in den Lieferketten blieb der Absatz mit 1.160.094 Fahrzeugen in den ersten sechs Monaten zwar unter dem Rekordwert des Vorjahreszeitraums, dennoch konnte der Hersteller seine führende Position im weltweiten Premiumsegment weiter ausbauen.

Dabei konnte die BMW Group den Absatz rein elektrisch angetriebener Fahrzeuge mit 75.890 Einheiten im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln. Im selben Zeitraum nahm der Absatz elektrifizierter Fahrzeuge deutlich um 20, 4 Prozent auf 184.468 Einheiten zu. Insgesamt erhöhte sich der Anteil elektrifizierter Automobile an den Gesamtauslieferungen auf 15,9 Prozent.

Der BMW iX3 und der Mini Cooper SE waren die meistgefragten vollelektrischen Modelle. Insgesamt entfielen 69 Prozent der Auslieferungen von vollelektrischen Fahrzeugen auf die Region Europa.

Die BMW Group rechnet auch in der zweiten Jahreshälfte mit anhaltend schwierigen Geschäftsbedingungen. Deshalb geht man im Unternehmen auch nicht davon aus, dass der im ersten Halbjahr verlorene Absatz in der zweiten Jahreshälfte vollständig kompensiert werden kann. (ps)

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen BYDFi im ausführlichen Test 2026

In deutschsprachigen Krypto-Foren hält sich eine Überzeugung besonders hartnäckig: Börsen ohne KYC-Pflicht sind unseriös, unsicher und...

 

DWN
Technologie
Technologie KI-Modelle im Visier von Nachahmern: OpenAI, Google und Anthropic bauen Kooperation aus
19.04.2026

Große KI-Unternehmen verstärken ihre Zusammenarbeit, um ihre Technologien vor unbefugter Nutzung und wachsender internationaler...

DWN
Panorama
Panorama Klimaschutz 2030: Deutschland drohen hohe Strafen
19.04.2026

Deutschland hat sein Klimaziel für das Jahr 2025 knapp erreicht, verliert jedoch deutlich an Geschwindigkeit. Die Treibhausgasemissionen...

DWN
Technologie
Technologie Künstliche Intelligenz außer Kontrolle? Forscherin warnt vor gefährlicher Entwicklung
18.04.2026

Künstliche Intelligenz wiederholt bereits bestehende Fehlinformationen und verstärkt vorhandene Ungleichheiten. Am gefährlichsten ist...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Arbeitsmarkt unter Druck: Kosten der Arbeitslosigkeit steigen dramatisch an
18.04.2026

Der deutsche Arbeitsmarkt steht unter erheblichem finanziellem Druck. Nach aktuellen Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Externe Manager in Familienunternehmen: Warum sie an Bedeutung gewinnen – und wie Eigentümer Verantwortung abgeben
18.04.2026

Immer mehr Familienunternehmen übertragen die operative Führung an externe Manager. Der Wandel verspricht Professionalität und neue...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Nachhaltige Lieferketten bei Lidl: Warum Lieferanten von strengeren Vorgaben profitieren
18.04.2026

Lidl verschärft die Nachhaltigkeitsanforderungen in der Lieferkette deutlich. Wie profitieren Hersteller dennoch von der Zusammenarbeit...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Günstige Drohnen im Krieg: Teure Systeme geraten unter Druck
18.04.2026

Günstige Drohnen und neue Produktionsmodelle stellen die bisherige Logik von Krieg und Verteidigung zunehmend infrage. Entscheidet...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Das Office-Comeback, das niemand wollte, ergibt keinen Sinn
18.04.2026

Unternehmen drängen zurück ins Büro und investieren Milliarden in neue Arbeitswelten. Doch die Realität der Beschäftigten zeigt eine...